- DAB
DAB (Digital Audio Broadcasting) ist das Nachfolgesystem für das seit 1950 verwendete analoge UKW Radiosystem. Genauso wie UKW wird Digital Radio terrestrisch ausgestrahlt und ist mit einfachen kleinen Antennen zu empfangen, auch im Auto und während der Fahrt. Die Systemkomponenten von DAB wurden auf Basis des EU-Projekts EUREKA 147 entwickelt.
Neben anderen digitalen Rundfunksystemen ist und bleibt Digital Radio das einzige System, das die gewohnten Eigenschaften von UKW erhält und erweitert: Flächendeckender mobiler Empfang, hohe Audioqualität, radiospezifische Konzepte (wie Verkehrsdurchsagen), Zusatzinformationen zum Radioprogramm und für Reisende. Mit dem derzeitigen DAB-Sendernetzausbau wird in Deutschland bundesweit eine technische Reichweite von ca. 80% der Bevölkerung erzielt.
- DMB
DMB (Digital Multimedia Broadcasting) ist die Fortentwicklung von DAB, die speziell für Bewegtbildübertragung auf Empfangsgeräte ausgelegt ist. Die Videocodierung erfolgt im Standard MPEG-4, der auch bei Datenraten unter 400 kBit/s zumindest auf kleinen Displays eine gute Bildqualität ermöglicht. DMB ist kompatibel zu DAB und erlaubt über MPEG 1 Layer 2 auch den Empfang und die Wiedergabe von Digital Radio-Programmen.
- DVB
DVB (Digital Video Broadcasting) ist der Standard für die digitale Übertragung von Fernsehen. 1993 ursprünglich als europäische Initiative für die Entwicklung von digitalen Übertragungsstandards für das Fernsehen gegründet, ist DVB mittlerweile eine weltweite Projektorganisation. Die Standards der DVB-Familie sind derzeit die meist verbreiteten Normen für Digital-TV.
- DVB-T
DVB-T (DVB-Terrestrial) ist die terrestrische Variante von DVB. Es ermöglicht den Fernsehempfang über Dach- oder Zimmerantenne mit einer Datenübertragungsrate von 13 Mbit/s. In Bayern wurde DVB-T im Mai 2005 gestartet. Die bisherige analoge Übertragung wurde sowohl von Seiten der privaten als auch der öffentlich-rechtlichen Programmanbieter eingestellt. DVB-T ist besonders für den portablen und auch den mobilen Empfang (z.B. im Fahrzeug) geeignet. Grundsätzlich können über DVB-T auch Hörfunkprogramme übertragen werden.
- DVB-H
DVB-H (DVB-Handheld) ist ein Übertragungssystem, das der Übertragung von Informationen mit hoher Datenrate auf tragbaren und mobilen Endgeräten mit kleinem Bildschirm und Batteriebetrieb wie Handys und PDAs dient.
Es baut auf den Übertragungstechniken des digitalen terrestrischen Fernsehens DVB-T auf. Neben Fernsehprogrammen können mit DVB-H auch Radiosendungen und interaktive Dienste für mobile Geräte gesendet werden. Für DVB-H kommen die neuen Quellencodierungsverfahren MPEG 4/AVC für Video und MPEG 4/AAC für Audio zur Anwendung. Das sog. "Time Slicing", d.h. die in Zeitscheiben gestaffelte Übertragung, reduziert die Stromaufnahme auf ein für Batteriebetrieb geeignetes Maß.
- DRM
DRM (Digital Radio Mondiale) ist ein standardisiertes System für die digitale Nutzung der Lang-, Mittel- und Kurzwellenbereiche bis 30 MHz. DRM ermöglicht den Empfang eines Audioprogramms in Stereo mit UKW-naher Qualität.
- DXB
In dem von 2005 bis 2007 laufenden DXB (Digital eXtended Broadcasting) - Projekt der Fraunhofer Gesellschaft wird ein neues Konzept basierend auf DAB/DMB und DVB-T/DVB-H erarbeitet. Hierbei soll es möglich werden, Multimedia-Anwendungen ohne zusätzliche Umkodierung sowohl über DAB-Netze als auch über DVB-H Netze zu verbreiten und eine Harmonisierung beider Systeme zu erreichen.
- HDTV
Bei HDTV (High Definition Televsion), dem sogenannten hochauflösenden Fernsehen, handelt es sich um einen Sammelbegriff für eine ganze Reihe von Fernsehnormen, die sich gegenüber dem herkömmlichen Fernsehen (Standard Definition Television SDTV) durch eine erhöhte vertikale, horizontale und/oder temporale Auflösung auszeichnen. Eine Umstellung des Seitenverhältnisses von 4:3 zu 16:9 ist damit verbunden.
- GPRS
GPRS (General Packet Radio Service) ist die paketorientierte Übertragung innerhalb des GSM-Netzes für multimediale Bild- und Datendienste mit einer Datenübertragungsrate bis zu 170 kbit/s.
- GSM (2. Mobilfunkgeneration)
GSM (Global System for Mobile Communications) ist ein weltweit verbreiteter digitaler Standard im Mobilfunk seit 1990
- MPEG 2
Der Standard MPEG-2 wurde von der Motion Pictures Experts Group zur Komprimierung (Datenreduzierung) von Bewegtbildern und Ton entwickelt. Er wird heute weltweit für alle digitalen Fernsehsysteme eingesetzt.
- MPEG 4
MPEG 4 ist die Weiterentwicklung des MPEG-2 Standards mit noch höherer Datenreduktion.
Er ist u.a. für DVB-H sowie künftige HDTV-Übertragungen vorgesehen.
- UMTS (3. Mobilfunkgeneration)
UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) ist ein Mobilfunk-Standard, der mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 2 Mit/s schnelleren Internetzugriff erlaubt.
- WLAN
WLAN (Wireless Lokal Area Network) ist ein lokales Netz zur Datenübertragung auf Funkbasis im Frequenzbereich von 2,4GHz oder 5 GHz.

