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Fernsehen 2011: Alles digital - außer Kabel?

  • Termin: Mittwoch, 13. Mai 2009
  • Zeit: 12.00 - 16.30 Uhr
  • Ort: BLM, großer Sitzungssaal und Foyer

Warum schreitet die Digitalisierung in den Kabelnetzen so schleppend voran? Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass die Digitalisierung des Fernsehens in vielen Ländern, auch außerhalb der EU, deutlich weiter ist als in Deutschland. Derzeit empfangen hierzulande lediglich knapp 50 Prozent der Haushalte ihr TV-Programm ausschließlich digital. Dabei ist es mehr als zehn Jahre her, dass einer der letzten Beschlüsse der Regierung Kohl die Aussage beinhaltete, dass die Digitalisierung des Fernsehens über alle Verbreitungswege bis Ende 2010 abgeschlossen sein soll. Ein Beschluss, der von der ersten Regierung Schröder bestätigt wurde.
 
Nun gab es in den zurückliegenden Jahren auf diesem Weg durchaus einige Erfolge: Die analoge Terrestrik gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Die Reichweiten des digitalen Satellitenempfangs haben in den letzten Jahren fast immer im zweistelligen Prozentbereich zugelegt. Allein das Kabel hinkt bei dieser Entwicklung weit hinterher.
Hier sind ganz offensichtlich unterschiedliche Interessen der involvierten Unternehmen im Spiel. Das gilt nicht nur für die Digitalisierung, sondern auch für die damit im Zusammen­hang stehende Frage der Grundverschlüsselung, die neue Geschäftsmodelle ermöglichen würde.
 
Ganz aktuell gibt es allerdings Anzeichen dafür, dass die Politik die Notwendigkeit sieht, die bisherige Entwicklung zu beschleunigen. Zur Überraschung Vieler hat der Koordinator der Rundfunkkommission der Länder, Staatssekretär Martin Stadelmaier anlässlich des DLM-Symposiums Mitte März in Berlin erklärt, dass notfalls gesetzlich Vorgaben für eine rasche Digitalisierung des Kabels sorgen könnten.
 
Mit der aktuellen Situation bei der Digitalisierung des Kabels, über Defizite, Divergenzen und ihre Ursachen wird sich das BLM-Symposium „Fernsehen 2011: Alles digital – außer Kabel“ am 13. Mai 2009 in der BLM beschäftigen. Dabei werden Referenten aus Politik, Landesmedien­anstalten, von Kabelnetzbetreibern, des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks und unabhängige Experten ihre Position vorstellen und diskutieren.

Wir laden Sie herzlich dazu ein!

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