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Digital Radio: Wettbewerb beim Netzbetrieb

  • Termin: Montag, 22. September 2008
  • Zeit: 10.00 - 17.00 Uhr
  • Ort: Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin

Der Erfolg der Einführung von Digital Radio hängt wesentlich von den Kosten für das Sendernetz in der Startphase ab. Wegen der zu Beginn geringen technischen Reichweite sind die Refinanzierungschancen der Radioanbieter und mithin die finanziellen Mittel zur Deckung der Verbreitungskosten in der Startphase begrenzt. Während die ARD in den alten Bundesländern ihre eigenen Netze aufbauen kann, sind die ARD-Anstalten in den neuen Ländern, das Deutschlandradio und die privaten Veranstalter darauf angewiesen, sich mit den von der Bundesnetzagentur ausgewählten Netzbetreibern zu verständigen.

Im Hinblick auf die medien- und telekommunikationsrechtlichen Ausschreibungen müssen die Veranstalter im Vorfeld die Kosten der regionalen und des bundesweiten Sendernetzes und ihrer einzelnen Ausbaustufen kennen. Die Sendernetze sind bisher weitgehend in der Hand der MEDIA BROADCAST, die Teil der TDF-Gruppe, einem führenden Betreiber terrestrischer Übertragungs-services in Europa, ist. Nur wenige private Radiounternehmen haben bisher Interesse an einem Sender- oder Netzbetrieb bekundet.

In der Veranstaltung soll diskutiert werden, ob und wie ein Wettbewerb beim Netzbetrieb sinnvoll und möglich ist. Dies gilt nicht nur für einen kostengünstigen technischen Aufbau und Betrieb des Netzes, sondern auch für seine Finanzierung. Viele Veranstalter erwarten in der Startphase, dass das Risiko des Netzaufbaus nicht auf sie abgewälzt, sondern zwischen den Beteiligten geteilt wird. Aufgrund der Bedeutung des Netzbetriebs für das Gelingen des Digitalradios widmet die BLM diesem Thema eine eigene Veranstaltung. Am 23.09.2008 schließt sich das Symposium der Technischen Kommission der Landesmedienanstalten (TKLM) zum Thema "Digitaler Hörfunk – Perspektiven für den deutschen Radiomarkt" in der Vertretung des Landes Hessen in Berlin an.

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