Bereichsmenu:

Klassische und Neue Medien –

Transatlantische Chancen und Herausforderungen

  • Termin: Montag, 14.12.2009
  • Zeit: 10.30 Uhr - 16.00 Uhr
  • Ort: BLM, großer Sitzungssaal

Zwei Themen bewegen derzeit sowohl Medienunternehmen als auch Journalisten: Wie weit wird die Transformation der klassischen Medien angesichts der Digitalisierung und des Internets gehen und was bedeutet das für den Journalismus? Und damit zusammenhängend: Wie sehen die Geschäftsmodelle der Zukunft aus? - Diesseits und jenseits des Atlantiks befindet sich die Medienbranche im Umbruch. Dieser Umbruch ist in den Vereinigten Staaten weiter vorangeschritten als in Europa: Erste Zeitungen haben ihre Printausgaben eingestellt und erscheinen nur noch im Web. Die klassischen Medien verlieren Seher, Hörer und Leser, dadurch wird auch das traditionelle Werbemodell in Frage gestellt. Über allem steht Google, das am schnellsten wachsende Unternehmen der Wirtschaftsgeschichte, das von den klassischen Medienunternehmen gleichzeitig als Feind und Vorbild gesehen wird. Die strukturellen Veränderungen der Medienbranche bleiben selbstverständlich nicht ohne Auswirkungen auf den Journalismus und die Journalisten. Der Abbau von Arbeitsplätzen, die Mehrfachverwertung von Inhalten und die prinzipielle Frage nach der zukünftigen Rolle des Journalismus in der digitalen Gesellschaft sind hier nur einige Stichworte.

Das neue Massenmedium Internet hat mit Angeboten wie YouTube, Facebook und Twitter auch das Verhältnis zwischen Medien und Politik verändert. Der amerikanische Wahlkampf im vergangenen Jahr hat dies erstmals offenkundig gemacht. Welche Bedeutung haben diese Veränderungen? Brauchen Politik und Politiker die Medien in Zukunft weniger als bisher als Vermittlungsinstanzen zu den Bürgern und Wählern? Was heißt das im Bezug auf die Glaubwürdigkeit von Informationen? Stärkt das Internet die Demokratie, in dem es die Beteiligung Vieler an der politischen Diskussion ermöglicht?

Die gemeinsam vom US-Generalkonsulat, dem Bayerischen Journalisten Verband und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien organisierte Konferenz „Traditional and New Media – Transatlantic Challenges and Opportunities“ wird diese beiden Aspekte der derzeitigen Transformation der Medien thematisieren. In einem ersten Panel werden sowohl Vertreter der klassischen Medien Tageszeitung, Hörfunk und Fernsehen als auch aus der Blogger-Szene und der Journalistenausbildung darlegen, welche notwendigen Veränderungen sie in ihren Bereichen sehen. Im zweiten Teil wird es dann um das neu zu definierende Verhältnis zwischen Politik und Medien gehen. Eingeleitet wird dieser Teil vom amerikanischen Medienexperten, Blogger und achtfachen Emmy-Preisträger Jonathan Ebinger, der eine Keynote zum Thema: „The Obama Administration and New Media“ halten wird. Im Anschluss daran diskutieren Politiker, Politikberater und Journalisten über das Verhältnis von Politik und Medien in Zeiten des Internet. Hierzu laden wir Sie herzlich ein!

Die in der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien stattfindende kostenfreie Veranstaltung wendet sich vor allem an angehende Journalisten und Nachwuchskräfte in Medienberufen. Sie sollen einen Einblick erhalten, welche Herausforderungen und Möglichkeiten erfahrene Journalisten und Medienexperten in der derzeitigen Transformation sehen.
 

Seitenfunktionen