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DVB-T in Bayern

DVB-T startete in München, in Teilen Südbayerns und in Nürnberg am 30. Mai 2005. Die analoge terrestrische Verbreitung privater Fernsehprogramme wurde zu diesem Zeitpunkt in ganz Bayern eingestellt. Die öffentlich-rechtlichen Sender konnten noch bis zum 31. August 2005 im so genannten Simulcast-Betrieb in München und Nürnberg analog und digital empfangen werden, seither ist auch hier die analoge Verbreitung beendet.

Für den Empfang des Programmangebots wird ein DVB-T-Empfangsgerät benötigt. Eine schematische Darstellung der DVB-T-Empfangsgebiete und eine Empfangsprognose für Ihre Region erhalten Sie über unsere rechte Info-Spalte.

Eine flächendeckende Verbreitung erscheint aus heutiger Sicht - zumindest für private Programmangebote - nicht finanzierbar. Deshalb ist eine wirtschaftlich vertretbare Versorgung einiger Ballungsräume angestrebt.

Die öffentlich-rechtlichen Programme können seit dem Abschluss der Grundnetzsenderumstellungen auf DVB-T im November 2008 von über 90% der bayerischen Haushalte empfangen werden.

Das DVB-T Angebot für die Region München/Südbayern

Programmangebote (Stand: 01.11.2010)

Kanal 54: ARD (Das Erste), Phoenix, arte, Einsplus
Kanal 35: ZDF, 3sat, KIKA, ZDF-Infokanal
Kanal 56: Bayer. Fernsehen, BR alpha, SWR, EinsExtra
Kanal 34: RTL, RTL2, Vox, Super RTL
Kanal 48: Sat. 1, ProSieben, Kabel 1, N24
Kanal 52: Bibel TV, Channel 21/Euronews, HSE 24, münchen.tv/Regionalfernsehen Oberbayern, QVC

Das DVB-T-Angebot für den Großraum Nürnberg

Programmangebote (Stand 01.11.2010) 
Kanal 55: ARD (Das Erste), Phoenix, arte, Einsplus
Kanal 34: ZDF, 3sat, KIKA, ZDF-Infokanal
Kanal 47: Bayer. Fernsehen, BR alpha, MDR, HR Fernsehen
Kanal 52: Sat. 1, ProSieben, Kabel 1, N24
Kanal 60: Channel 21/Euronews, Franken TV, Bibel TV, QVC

Zum Wegfall der RTL-Programme im Kabelnetz Nürnberg lesen Sie bitte folgende Pressemitteilung.


DVB-T
Das Kürzel steht für Digital Video Broadcasting – Terrestrial, kurz: Digitales Fernsehen über Antenne. Weil es den Empfang innerhalb und außerhalb von Gebäuden ermöglicht, wird es auch „DVB-T: Das ÜberallFernsehen“ genannt. Der Empfang ist ähnlich wie beim Handy natürlich nur im versorgten Gebiet möglich. Zusammen mit den Digitalnormen für Kabel- und Satellitenübertragung bildet DVB eine Familie internationaler Standards für das Fernsehen der Zukunft.
Die analoge Variante des Antennenfernsehens wird von den Zuschauern seit Jahren immer weniger genutzt. Die Zahl der Haushalte, die Fernsehen nur über Antenne sehen, ist deutschlandweit auf unter zehn Prozent gesunken. Für die Sender wird die terrestrische Verbreitung ihrer Programme immer uneffektiver. Aus strategischen Gründen und vor allem, um den Wettbewerb zu erhalten, soll dieser dritte Übertragungsweg neben Kabel und Satellit aber erhalten bleiben. Dies kann nur über die digitale Übertragung mit einem deutlich attraktiveren Programmangebot und damit einer größeren Akzeptanz durch den Zuschauer erreicht werden. In Berlin wurde DVB-T bereits mit Erfolg eingeführt. Die Landeszentrale wird die Einführung von DVB-T in Bayern über einen Zeitraum von vier Jahren mit insgesamt 2,4 Mio. Euro fördern.


Die Vorteile von DVB-T
Digitales Fernsehen kann die verfügbaren Frequenzen besser nutzen als analoges Fernsehen. Dadurch können bei DVB-T pro Kanal (= Multiplex oder abgekürzt Mux) drei- bis viermal so viele Programme verbreitet werden, wie dies beim analogen Fernsehen möglich war. Weitere Vorteile sind die verbesserte Bild- und Tonqualität im Vergleich zum analogen Fernsehen sowie die flexibleren Nutzungsmöglichkeiten. Vor allem der portable Empfang ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil von DVB-T. Auch ermöglicht digitales Fernsehen zusätzlich zu den Fernsehprogrammen Dienste aller Art.

Der Empfang von DVB-T
Das System ist so ausgelegt, dass in den Kerngebieten der Empfang im Gebäude mit einer einfachen Zimmerantenne im Zimmer möglich sein wird. Sollte dies nicht ausreichen, können auch so genannte aktive Antennen im Zimmer oder einfache Stabantennen im Freien (z.B. vor dem Fenster) eingesetzt werden. Auch der Empfang mit bestehenden oder neuen Dachantennen ist möglich.

DVB-T kann auch für Kabel- oder Satellitennutzer eine Ergänzung darstellen, z.B. für Zweit- oder Drittgeräte im Haushalt, für den portablen Empfang innerhalb und außerhalb von Gebäuden oder mobil unterwegs.

 

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