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Fernsehbeobachtung

Die BLM ist für die Beobachtung der von ihr zugelassenen lokalen, landes- und bundesweiten Fernsehanbieter zuständig.

Warum werden Fernsehprogramme beobachtet?

  • Überprüfen der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen, Richtlinien und Satzungen wie z.B.
    - Grundsätze zu Berichterstattung und Informationssendungen (§ 10 RStV)- Programmgrundsätze (§ 41 RStV, Art. 5 BayMG)
    - Qualitätsvolle Programmgestaltung
    - Ausgewogenheit und Meinungsvielfalt (Art. 4 BayMG)
    - Gewinnspielsatzung
  •  Dokumentieren der Programmentwicklung
  •  Beschreiben neuer Programmformate und Inhalte
  •  Überprüfen von Anfragen und Beschwerden
  •  Ermitteln lokaler Informationsleistung (Art. 23 BayMG): Die lokalen Sender in Bayern sind mit der Erstellung eines aktuellen, lokalen Nachrichten- und Informationsprogramms und so genannter Special-Interest-Formate beauftragt und erhalten entsprechende Förderung ("Betrauung").
  • Beobachtungsergebnisse und Berichte
    - für die Gremien: Medienrat, Fernsehausschuss, Programmausschuss
    - für das Wirtschaftsministerium: Nachweis Erfüllung der Betrauungsvorgaben, Fördergelder
    - für die Aufsicht: Rücksprache mit Anbietern, Anhörungen, Beanstandungen und Ordnungswidrigkeitenverfahren (bei bundesweiten Anbietern: Einbringen des Verfahrens in die ZAK)
  •  Ziel: ein qualitativ "besseres" Programm

Alle von der BLM genehmigten lokalen, landesweiten und bundesweiten Programme sowie IP-Programme
Bewegtbildprogramme (keine Standbilder)

  • Digitale Aufzeichnung (fast) aller genehmigten Programme in der BLM: 24 Stunden täglich; mindestens 60 Tage pro Sender; Zugriff von jedem PC aus
  • Codierung der einzelnen Sendungen auf Basis des BLM-TV-Codebuchs und anschließende quantitative Auswertung
  • Qualitative Beobachtung vor allem für neue Formate, Sondersendungen, problematische Formate, Beschwerden

Jährliche Standardprogrammbeobachtung der Landeszentrale:

  • Mindestens eine Stichprobenwoche im Jahr aller 16 betrauten Lokal-TV-Anbieter innerhalb des Erhebungszeitraums der Funkanalyse Bayern
  • Beobachtung aller originären Nachrichtenmagazine (2.400 Minuten), Special-Interest-Sendungen (ca. 130 verschiedene Formate), Wochenrückblicke und Sondersendungen sowie betraute Zulieferungen
  • Bis zu 3 Ausgaben der Sendungen der betrauten 9 Spartenanbieter
  • Plus neue Formate, Sondersendungen, problematische Formate (außerhalb der Stichprobenwoche)
  • Sonderbeobachtungen, z. B. zur Liveberichterstattung über den Amoklauf in München oder zur Analyse der Sendegebietsabdeckung bei allen lokalen Fernsehanbietern.