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Schwerpunktthema Programmförderung 2021

Der Hörfunkausschuss und der Fernsehausschuss des Medienrats haben beschlossen, das Thema

"1700 Jahre jüdisches Leben in Bayern - Geschichte und Gegenwart"

im Rahmen der Programmförderung 2021 besonders zu berücksichtigen.

Im Jahr 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Edikt, das Juden den Zugang zu Ämtern in der Kurie und der Stadtverwaltung Köln erlaubte. Auch wenn es historisch nicht belegt ist, so kann man davon ausgehen, dass dieses Edikt als eines der frühesten Belege für die Existenz von jüdischem Leben nördlich der Alpen gesehen werden kann.

In der bayerischen Geschichte gab es Phasen, in denen jüdische und christliche Bevölkerung friedlich zusammenlebten, aber auch Zeiten in denen bloße Duldung, Ausgrenzung oder gar Verfolgung prägend waren. In den 1990er Jahren führte die Zuwanderung von jüdischen Bürgern aus Osteuropa und Israel wieder zu einem leichten Anwachsen der jüdischen Gemeinden in Bayern. Die wechselvolle, kulturreiche und auch tragische Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Bayern sowie auch aktuelle Themen jüdischen Lebens in Bayern und positive Beispiele sollen im Fokus des Schwerpunktthemas stehen.

Folgende Themenaspekte könnten dabei z.B. behandelt werden:

  • Porträts berühmter jüdischer Persönlichkeiten in Bayern
  • Beiträge zur Geschichte des Judentums vor Ort
  • Jüdische Gemeinden und Darstellung von aktuellen Aktivitäten jüdischer Gemeinden in der Region
  • Vorstellung von Museen, Ausstellungen, Kulturveranstaltungen zum Judentum bzw. zur jüdischen Geschichte
  • Gedenk- und Begegnungsstätten
  • Das Landjudentum
  • Bayerisch-jüdische Literatur und Literaten
  • Jüdische Baukunst
  • Beiträge zur jüdischen Religion, Tradition und zu jüdischen Bräuchen
  • Geschichte der Judenverfolgung
  • Aktionen gegen Antisemitismus in der Region

Es sollen aufwendige und attraktive Sendungen, Features, Reportagen oder (bei den Fernsehanbietern) Filmbeiträge entstehen.

Zudem möchte ich Sie darauf hinweisen, dass der Hörfunkausschuss und der Fernsehausschuss beschlossen haben, die Höchstförderquote für 2021 auf max. 50 % zu begrenzen.

Die Antragsformulare für die Programmförderung 2021 finden Sie hier.

Die Anträge für die Programmförderung 2021 müssen bis spätestens Dienstag, den 3. November 2020, bei der Landeszentrale eingehen.

Wir freuen uns auf interessante Programmideen zu dem vorgeschlagenen Thema, möchten Sie aber gleichzeitig daran erinnern, dass auch andere Themen mit kulturellem, sozialem, kirchlichem, wirtschaftlichem oder medienpädagogischem Schwerpunkt in der Programmförderung Berücksichtigung finden können.