Team des Start-ups Cadami

Start-up Cadami

Start-up CADAMI - U-Bahn in die Zukunft

Geht es Ihnen auch so? Sie schauen gerne Videos. YouTube, Facebook, vielleicht Netflix. Und Sie besitzen ein Smartphone. Aber wenn Sie morgens in der U-Bahn sitzen, lassen Sie das mit dem Videoschauen meistens doch lieber bleiben. Stimmt’s?

Reisen wir nun für einen Augenblick in die Zukunft. Ladeverzögerung und Datenvolumen – diese Begriffe sind längst ausgestorben. Alles, was man will, erscheint augenblicklich auf dem Display. Was machen Sie nun wohl, wenn Sie im Berufsverkehr sitzen? Eben. Videos gucken. Dank Cadami soll diese Welt schon bald Realität werden.

Netzüberlastung? Nicht mit Cadami
Das junge Startup aus München hat eine Übertragungstechnik entwickelt, die Videos crowdbasiert lädt. „Wenn man sehr viele gleichzeitige Videonutzer in einem Netz hat, tendiert es dazu, zu überlasten. Dieser Effekt tritt besonders dann auf, wenn Leute in den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren. "Unsere Technik überträgt Video-Bibliotheken effizienter“, sagt Gründer und CEO Andreas Dotzler. „Die Videos sind in der Crowd“, erklärt er. Dadurch verbrauche man der Übertragung viel weniger Ressourcen.

Dank Cadami wäre das Netz weit weniger überlastet, lange Ladezeiten gehörten der Vergangenheit an. Und ohne Überlastungsgefahr wäre der Hauptgrund für Netzbetreiber, überhaupt Datenvolumen auszugeben, eliminiert. Dotzler: „Zumindest aus technischer Sicht gäbe es dann keinen Grund mehr dafür.“ 

Der schwere Weg von der Uni zum Unternehmen
Das junge Unternehmen verfügt aktuell erst über einen Prototypen für WLAN. Sobald das vierköpfige Team die Entwicklung abgeschlossen hat, soll Cadami über die Netzbetreiber finanziert werden, mit denen schon Gespräche laufen. „Der Netzbetreiber bezahlt uns. Und er nimmt eine Gebühr von dem, der seine Medienbibliothek mit unserer Technologie einpflegen möchte. Das ist dasselbe Geschäftsmodell wie bei anderen CDN (Content Delivery Network)-Anbietern, beispielsweise Akamai“, erklärt Dotzler.

Ein Problem sei, dass Netzbetreiber sehr langfristig planen – mindestens zwei Jahre im Voraus. Für ein so frisch gegründetes Startup eine lange Zeit. Zumal Dotzler und seine Kollegen vor der Gründung im Juli 2015 noch an der Universität angestellt waren. Den Übergang von dort zum Unternehmen beschreibt er als seine bisher größte Herausforderung. Dank eines Exist-Gründerstipendiums gelang dieser aber.

Aktuell existiere nur nur einen Prototyp für WLAN, erklärt Dotzler. Das eigentliche Produkt soll dann für das Mobilfunknetz ausgelegt sein. „Wir sprechen gerade mit den potenziellen Kunden Telefonica, Vodafone und Telekom sowie den Netz-Ausrüstern Nokia, Alcatel und Samsung. Die Leute finden unsere Technologie großartig. Jetzt müssen wir sie nur noch dazu bringen, unser Produkt auch zu kaufen.“

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