Kinder auf dem Boden liegend vor Laptop

Erkenntnisse gewinnen

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Forschung


Die BLM gibt seit vielen Jahren Forschungsprojekte in Auftrag. Fragen rund um das Medienhandeln von Kindern und Jugendlichen sind nicht nur spannend, sondern von großer Bedeutung für die medienpädagogische Praxis. Mittels valider Forschungsergebnisse kann die Medienpädagogik neue Trends und Entwicklungen aufgreifen und adäquat auf die Bedürfnisse der Zielgruppen eingehen.

In der BLM-Schriftenreihe werden Forschungsergebnisse veröffentlicht, darunter auch zahlreiche Studien zum Thema Medienpädagogik, die die BLM beauftragt und finanziert hat.

Medienkonvergenzstudie

Fernsehen, Radio und Internet verschmelzen immer mehr. Wie gehen Kinder und Jugendliche damit um? Dies erforscht die Medienkonvergenzstudie.
 
Die Langzeitstudie wurde von der BLM beim JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in Auftrag gegeben und umfasst mehrere Teilstudien, die die BLM nach und nach veröffentlicht hat.

 

Teil 1: Wie nutzen Kinder fernsehkonvergente Internetangebote?


Der erste Teil der Medienkonvergenzstudie „Nutzung fernsehkonvergenter Internetangebote durch Kinder und Jugendliche“
 

  • basiert auf einer explorativen Befragung von 30 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 7 und 14 Jahren zu ihrer Nutzung.
  • analysiert fernsehkonvergente Online-Angebote.
  • beobachtet Kinder und Jugendliche beim Surfen auf Internetseiten, die sich auf das Fernsehen beziehen.
  • wurde durch die BLM, das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) und das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) finanziert.

Die Ergebnisse des ersten Untersuchungsabschnitts sind veröffentlicht in:
Theunert, Helga und Ulrike Wagner (Hrsg.): Medienkonvergenz und Nutzung. Eine Fachdiskussion veranstaltet von BLM und ZDF. München 2002, BLM-Schriftenreihe, Bd. 70.


  

Teil 2:  Welche Vorlieben entwickeln Kinder und Jugendliche?

 
Der zweite Teil der Medienkonvergenzstudie „Umgang Heranwachsender mit Konvergenz im Medienensemble“
 

  • basiert auf einer teilstandardisierten Befragung von knapp 600 Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 19 Jahren.
  • befasst sich mit ihrer Nutzung und ihren inhaltlichen Zugängen bei konvergenten Medien.
  • wurde durch die BLM, den Bayerischen Rundfunk (BR) und das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) finanziert.

Die Ergebnisse des zweiten Untersuchungsabschnitts sind veröffentlicht in:

Wagner, Ulrike; Helga Theunert, Christa Gebel und Achim Lauber: Zwischen Vereinnahmung und Eigensinn - Konvergenz im Medienalltag Heranwachsender. Erster Untersuchungsabschnitt zur Studie "Umgang Heranwachsender mit Konvergenz im Medienensemble". München 2004, BLM-Schriftenreihe, Bd. 74.


  

Teil 3: Leben in der konvergenten Medienwelt

 
Der dritte Teil der Medienkonvergenzstudie „Neue Wege durch die konvergente Medienwelt“
 

  • basiert auf qualitativen Interviews mit 59 Heranwachsenden zwischen 11 und 17 Jahren.
  • erforscht Motivationslagen, Tätigkeitsschwerpunkte und Bewegungsstrukturen bei der Nutzung konvergenter Angebote.
  • vermittelt systematische Einblicke, wie sich Heranwachsende in der konvergenten Medienwelt bewegen.

Teil 4: Internetradio und Podcasts als neue Medien

 
Der vierte Teil der Medienkonvergenzstudie „Internetradio und Podcasts – neue Medien zwischen Radio und Internet“
 

  • basiert auf einer Online-Befragung von 135 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 10 bis 27 Jahren zur Nutzung von Audioangeboten im Internet.
  • zeigt Angebot, Verbreitung und Nutzung der neuen Audiomedien auf.
  • ermittelt, warum Jugendliche Podcasts produzieren und im Internet veröffentlichen.

 
 

Teil 5: Jugendliche im Web 2.0

 
Der fünfte Teil der Medienkonvergenzstudie „Das Internet als Rezeptions- und Präsentationsfläche Jugendlicher“ zieht aufgrund einer Angebotsanalyse, verschiedener Befragungen und qualitativer Interviews Rückschlüsse auf das Medienhandeln Jugendlicher im Web 2.0.
 
Die Zusatzstudien des fünften Untersuchungsabschnitts 
 

  • befassen sich mit Selbstdarstellung und Konflikten von Jugendlichen in Sozialen Netzwerken.
  • thematisieren „Brennpunkte“ wie Datenschutz, Persönlichkeitsrechte und Urheberrecht im Web 2.0.