DAB-Radiogerät

Radio der Zukunft

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DAB+

Die analoge terrestrische Hörfunkübertragung via UKW ist in die Jahre gekommen, am Digitalradio-Standard DAB+ führt kein Weg mehr vorbei. Vor allem das überaus knappe Frequenzspektrum lässt kaum mehr Spielraum für zusätzliche neue UKW-Programme. Die BLM hat daher schon früh die Digitalisierung des terrestrischen Hörfunks mittels DAB+ angestoßen.
 

Vorteile von DAB+

Digitalradio mit DAB+ als Nachfolgesystem von UKW bietet dem Hörer alle Vorteile des bisher gewohnten terrestrischen Hörfunks, sowohl stationär als auch mobil. Mit dem terrestrischen Digitalradio lassen sich aus Sicht der Frequenzplanung die medienpolitischen Vorgaben für bundesweite, landesweite und lokal/regionale Angebote technisch gut umsetzen.

Digitalradio (DAB+) bietet dem Nutzer gegenüber dem bisherigen UKW

  • ein deutliches  „Mehr“  an Programmen,
  • eine technisch erhöhte Klangqualität
  • und ein Bündel neuer zusätzlicher Services wie zum Beispiel TPEG (Transport Protocol Experts Group) ein neues Verkehrsinformationssystem für die mobile Nutzung.

Der Nutzer kann in der Regel mit einem neuen Digitalradio-Gerät auch seine bisher gewohnten Programme im UKW-Übertragungsstandard empfangen.

Digitalradio mit DAB+ verschafft dem Medium Radio als länderübergreifendes, europaweit standardisiertes System den notwendigen Mehrwert in einer digitalen Welt.
 

Digitale Radiovielfalt in Bayern


Digitalradio ist in Bayern keine Zukunftsmusik mehr. Die DAB+ - Versorgung wird gerade auf neue Füße gestellt, damit 2019 alle lokalen UKW-Programme in Bayern auch eine digitale Kapazität mit regionalem Zuschnitt erhalten und dann im Simculcast-Betrieb verbreitet werden. Die digitale Versorgung über den DAB+-Standard wird in vielen Fällen deutlich größer als bei UKW ausfallen.

Aktuell  können in Bayern auf privater Seite 51 lokale DAB+ -Programme (davon 18 originäre und 33 im Simulcast-Betrieb), fünf landesweite und neun bundesweite empfangen werden. Dazu kommen zehn Digitalradioprogramme des Bayerischen Rundfunks. Das sind insgesamt mehr als 70 DAB+ - Programme, eine Vielfalt, die im Vergleich der Bundesländer beispielhaft ist.

 

Franken goes digital


Seit 31. Juli 2017 werden im Norden Bayerns 14 lokale UKW-Programme nun auch über DAB+  in den Netzen Unterfranken (10A), Mittelfranken (8C) und Oberfranken (10B) verbreitet. Bis Anfang Oktober 2017 soll eine weitere Kapazität in Unterfranken mit dem neuen Jugendprogramm Radio Hashtag+ belegt werden. Anfang Dezember werden die derzeit auf einer Frequenzkette sendenden Programme Radio Euroherz und extra radio jeweils eine 24-Stunden-Kapazität im DAB+ -Netz Oberfranken bekommen.

 

Kooperation BLM/BR in Sachen DAB+


Damit sind die ersten Schritte im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bayerischen Rundfunk und der BLM beim DAB+ -Netzbetrieb in Bayern umgesetzt. Die Ende 2016 unterzeichnete Kooperation beinhaltet die Vereinbarung, dass in den regionalen DAB+ -Netzen des BR – je nach Region – zwischen zwei und zehn private Hörfunkprogramme neben den Programmen des BR ausgestrahlt werden.

Die neue Netzstruktur ermöglicht privaten Hörfunkanbietern eine optimale Netzqualität zu einem vertretbaren Preis bei gleichzeitiger Erhöhung der technischen Reichweite. Ein solches Infrastruktur-Sharing in Sachen DAB+ könnte auch für andere Bundesländer Beispiel gebend sein.

 

Aktuelle Entwicklung in den DAB-Netzen


Zusätzlich zu den 14 Lokalprogrammen werden in den DAB+-Netzen Unterfranken, Mittelfranken und Oberfranken die landesweiten Hörfunkprogramme Rock Antenne, Absolut HOT und Kultradio verbreitet. Das Jugendradio Galaxy hat seine landesweite Digitalradio-Verbreitung am 30. Juni 2017 eingestellt. Im Gegenzug werden regionale Hörfunkprogramme mit einem Galaxy-Mantel über DAB+ ausgestrahlt. egoFM belegt seit 1. September 2017 die freie landesweite Kapazität.

Antenne Bayern wird seit 1. Juli 2017 über das DAB+ - Netz Bayern 11D statt auf Kanal 10D verbreitet, was eine deutlich bessere Versorgung garantiert.

Die landesweiten DAB+ -Programme Rock Antenne, Absolut HOT und Kultradio werden seit August 2017 auch in den Netzen Oberpfalz-Niederbayern (12D) und Oberbayern-Schwaben (10A) des Bayerischen Rundfunks verbreitet.

Im Süden des Freistaats will die BLM für die dortigen Lokalprogramme die neuen DAB+ -Netze „Allgäu“ und „Voralpenland“ bis Ende 2018 einrichten. Mit dem neuen DAB+ -Konzept in Bayern  kann die Umstellung von UKW auf Digitalradio beginnen.

 

Regionen und ihre DAB-Kanäle in Bayern




Schaubild DAB-Entwicklung in den einzelnen Regionen Bayerns


 

Digitalradio in Deutschland

Seit dem Start bundesweiter DAB+-Programme 2011 ist die Nutzung von Digitalradio in Deutschland deutlich gestiegen. Dies liegt auch an der Vielzahl unterschiedlicher und preiswerter Endgeräte, an der Programmauswahl und dem Ausbau der technischen Versorgung. 
Ende 2016 waren 110 Sender in Betrieb. Diese versorgen insgesamt 91 Prozent der Fläche Deutschlands, 78 Prozent der Bevölkerung können Digitalradio zuhause empfangen.