Mobilfunk

A

APPS

App ist die Abkürzung des englischen Begriffs Application und bedeutet Programm. Meist werden damit Anwendungen für Smartphones und Tablets oder Smart-TVs bezeichnet, aber auch Programme für Windows oder MacOS X werden Apps genannt. Webbasierte Anwendungen, die im Browser laufen sind sogenannte Web-Applikationen. Deren Spektrum deckt dabei so unterschiedliche Bereiche wie Navigation, Preisvergleich, Spiele, Wetterbericht, Gesundheit, Unterhaltung oder soziale Online-Netzwerke ab. Apps werden gratis oder gegen Entgelt über die Online-Plattformen der einzelnen Betriebssysteme angeboten. Gratis-Apps werden über Werbung finanziert oder können eine Einstiegsversion von kostenpflichtigen Applikationen sein.

Wer Apps mit seinem mobilen Endgerät nutzen will, muss darauf achten, dass sie auch dem Betriebssystem seines Smartphones oder Tablets entsprechen. Dabei handelt es sich um die Systeme iOS (Apple) und Android (offener Standard, von Google unterstützt). Empfehlenswert ist es, Apps in den Stores der jeweiligen Betriebssysteme herunterzuladen und zu installieren, also über den App Store (Apple), den Play Store (Android) oder den Windows Phone Store (Microsoft) oder die Blackberry App World (Blackberry).

Vor dem Herunterladen ist es ratsam, die Beschreibung der App und die von ihr benötigten Nutzungsrechte genau zu studieren. Viele Apps greifen auf Daten des Nutzergerätes (Standort etc.) zu und ermöglichen so das Erstellen von Nutzerprofilen. Auch beim Benutzen von kostenfreien, über Werbung finanzierten Apps ist Vorsicht geboten: Es könnte beim Anklicken des Werbebanners eine „Abo-Falle" (WAP-Abonnement) ausgelöst werden. Bemerkt wird das unbeabsichtigte Abonnement oft erst mit der nächsten Mobilfunkrechnung. Um sich davor zu schützen, kann eine Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter eingerichtet werden.

Bei einigen Apps hat der Nutzer die Möglichkeit, die Funktionen der App zu erweitern. So kann innerhalb der App ein weiterer Kauf getätigt werden. Diese sogenannten In-App-Käufe erfolgen oft versehentlich. Um dies zu verhindern, sollten Besitzer von Smartphones oder Tablets die entsprechende Menü-Funktion deaktivieren.

Links zum Thema

www.verbraucherzentrale-bayern.de (Alleskönner mit Risiko)

www.klicksafe.de (Apps)

B

Betriebssystem

Betriebssysteme werden zur Steuerung und Kontrolle von Computern und mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets verwendet. Bei mobilen Endgeräten wie den Smartphones und Tablet-PCs sind die gängigsten Betriebssysteme Android und IOS. Im Bereich der Personal Computer (PC) teilen sich Windows, Mac OS und Linux den Markt. Grundsätzlich müssen vom Nutzer gewünschte Anwendungsprogramme, wie zum Beispiel die Apps, das jeweilige Betriebssystem unterstützen, weil sich die unterschiedlichen Systeme in Bezug auf Funktion, Benutzeroberfläche und Erweiterungspotential teilweise stark voneinander unterscheiden.

Links zum Thema

www.test.de (Betriebssysteme von Handys)

www.handysektor.de (Vergleich von Handy-Betriebssystemen)

H

Handy-Diebstahl oder -Verlust

Ein gestohlenes oder verlorenes Handy ist nicht nur wegen des Verlustes des Geräts und der gespeicherten Daten ärgerlich. Es besteht außerdem die Gefahr, dass der Eigentümer für die Telefonkosten aufkommen muss, die der Dieb oder Finder verursacht hat. Deshalb ist es ratsam, seine Rufnummer im Fall eines Diebstahl oder Verlustes des eigenen Handys möglichst rasch sperren zu lassen. Sobald der Verlust des Gerätes bemerkt wird, sollte umgehend der Mobilfunkanbieter kontaktiert und die SIM-Karte gesperrt werden. Um dies durchführen zu können, wird außer der Mobilfunknummer zusätzlich die SIM-Kartennummer benötigt. Die Netzbetreiber haben zum Sperren spezielle Notfallnummern eingerichtet. Darüber hinaus existiert in Deutschland die (im Inland) gebührenfreie Telefon-Notrufnummer 116 116, über welche Handys ebenso wie Kredit- oder EC-Karten gesperrt werden können. Zusätzlich ist es ratsam, den Diebstahl der Polizei zu melden und dort die 15-stellige IMEI-Nummer (International Mobil Equipment Identity) des Gerätes zu hinterlassen. Anhand dieser Seriennummer kann jedes Handy eindeutig identifiziert werden. Die Nummer erscheint auf dem Display in der Regel nach Eingabe des folgenden Tastencodes: *#06#.

Um sich für den Fall eines Handy-Diebstahles oder -Verlustes abzusichern, gilt es also, sich unmittelbar nach Anschaffung eines Mobilfunkendgerätes die IMEI-Nummer und nach Abschluss eines Mobilfunkvertrages die SIM-Kartennummer zu notieren. Darüber hinaus gibt es für viele Smartphones zusätzliche Programme und Apps, die das Wiederfinden, das Sperren des Gerätes oder das Löschen der Daten von verschwundenen Geräten erleichtern können. Damit dem Dieb bzw. Finder die Nutzung des Gerätes nicht unnötig leicht gemacht wird, ist die Einrichtung einer Gerätesperre ratsam.

Links zum Thema

www.checked4you.de (Handy-Ortung)

www.verbraucherzentrale-bayern.de (Maßnahmen nach Handy-Diebstahl)

www.handysektor.de (Diebstahlschutz)

http://www.klicksafe.de (Diebstahlsicherungs-App)

Handystrahlung

Beim Mobilfunk werden elektromagnetische Felder genutzt, um Sprache oder Daten zu übertragen. Die dabei erzeugte Strahlung nimmt unser Körper auf. Die gesundheitlichen Auswirkungen der Funkstrahlung von Mobiltelefonen (Handystrahlung) und Sendemasten sind in den vergangenen beiden Jahrzehnten Gegenstand zahlreicher Untersuchungen gewesen. Beobachtungen und Hinweise zu gesundheitlichen Auswirkungen wie Kopfschmerzen, Unruhe, Konzentrationsstörungen, Sehstörungen, Veränderungen des Blutbildes sowie lokale Geschwüre und Hirntumore ließen sich in wissenschaftlichen Untersuchungen bislang nicht schlüssig belegen. Dennoch wird allgemein zur Vorsicht geraten.

Einen Hinweis auf die wirksame Feldstärke, der man beim Telefonieren mit einem Mobiltelefon ausgesetzt ist, gibt der sogenannte SAR-Wert (spezifische Absorptionsrate). Er bezeichnet die spezifische Absorptionsrate der Strahlung im Gewebe. Je kleiner der SAR-Wert ist, desto geringer wird das Gewebe durch die Strahlung erwärmt. Als besonders strahlungsarm gilt ein Mobiltelefon, wenn ein SAR-Wert von 0,4 Watt pro Kilogramm nicht überschritten wird. Auf der Internetseite des Bundesamtes für Strahlenschutz findet sich eine Liste der SAR-Werte marktüblicher Mobiltelefone. Der SAR-Wert eines bestimmten Gerätes kann zudem jeweils beim Hersteller erfragt werden.

Links zum Thema

www.bfs.de (SAR von Handys)

www.handysektor.de (Handystrahlung)

I

Instant-Messaging-Dienste

Der Begriff Instant Messaging stammt aus dem Englischen und steht für die sofortige Übermittlung persönlicher Nachrichten. So können sich zwei oder mehr Kommunikationspartner per Internetkurznachricht in Echtzeit miteinander unterhalten. Nutzern ist es anders als beim Web-Chat nicht möglich, sich eigenmächtig in laufende Unterhaltungen einzuklinken. Instant-Messaging-Dienste werden auch als Instant Messenger bezeichnet. Sie haben sich schnell als Alternative zum Mobilfunk-Dienst Short Message Service (SMS) entwickelt. Instant-Messaging-Dienste ermöglichen nicht nur den Austausch von Textbotschaften, sondern auch von Fotos, Videos, Sprachnachrichten, Gruppenchats, Standorten und Kontakten. Einige bieten sogar die Möglichkeit zum Telefonieren.

Wer ein Instant-Messaging-Angebot nutzen möchte, benötigt dafür ein spezielles Programm, das auf ein Smartphone, ein Tablet oder ein anderes Online-Endgerät aufgespielt werden muss. Im Bereich von Smartphones und Tablets existiert eine Vielzahl von Apps, die Instant Messaging ermöglichen. Nach Herunterladen des Programms kann der Einzelne einen Account anlegen bzw. sein Profil erstellen. So ist er im Messenger-Programm für andere zu finden. Die individuelle Kontaktliste zeigt dem Nutzer an, welche anderen Nutzer ebenfalls online und damit erreichbar sind. Häufig sind auch in sozialen Online-Netzwerken solche Messenger integriert. Die Nachrichten sind – anders als beim SMS – nicht auf eine bestimmte Zeichenzahl begrenzt. Versandt werden die Nachrichten, Videos etc. über das Internet. Viele Instant-Messaging-Dienste werden im Internet kostenfrei oder gegen Bezahlung einer einmaligen Gebühr von etwa zwei Euro angeboten.

Die Instant-Messaging-Dienste sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wer einen Instant Messenger nutzen möchte, sollte sich der damit verbundenen Risiken und Gefahren bewusst sein. Viele dieser Dienste können auf Inhalte, die auf einem Endgerät gespeichert sind, zugreifen. Bevor ein Instant Messenger heruntergeladen wird, ist es deshalb empfehlenswert, sich die Datenschutzbestimmungen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sorgfältig durchzulesen. Vor allem im Bereich von Datenschutzbestimmungen sind bei einigen Anbietern Lücken vorhanden. So werden zum Beispiel die Nachrichten und Bilder nicht verschlüsselt verschickt.

Viele Anbieter räumen sich zudem ein Nutzungsrecht an den verschickten Daten ein. Auch der Status, wann der Nutzer zuletzt online war oder wann er die Nachricht gelesen hat, ist bei einigen Programmen einsehbar. Es gibt zudem Messaging-Dienste, die auf das in Smartphones eingebaute Mikrofon Zugriff haben. Auch das Telefonnummernverzeichnis kann von Instant-Messaging-Diensten ausgewertet werden. So lässt sich leicht feststellen, wer von den in der Kontakte-Liste aufgeführten Nutzern ebenfalls das Programm einsetzt. Das eigene Profil sollte nur von vertrauten Personen einsehbar sein. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich mit den Sicherheitseinstellungen des jeweiligen Programms vertraut zu machen. Bei Instant-Messaging-Diensten kann es auch zu Cybermobbing kommen, da diffamierende Text- und Bildnachrichten schnell und breit gestreut werden können. Auch eine ungewollte Kontaktaufnahme ist bei Messenger-Diensten möglich. Die Software von Instant-Messaging-Diensten sollte immer auf dem aktuellen Stand (Updates) sein, da bekannt gewordene Sicherheitslücken vom Anbieter behoben werden.

Links zum Thema

www.klicksafe.de (Instant Messenger)

www.test.de (Datenschutz bei WhatsApp und Alternativen)

K

Kurzwahldienst und Web-Abonnements

Klingeltöne, Musikvideos oder Handyspiele: All das lässt sich relativ einfach auf das Mobiltelefon laden. Oft verbergen sich dahinter allerdings Abonnements, bei denen regelmäßig Kosten anfallen. Diese finden sich dann später auf den Mobilfunkrechnungen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Abonnement über das Handy abzuschließen: entweder direkt über das Mobilfunknetz (Kurzwahldienst-Abonnement) oder über das Internet (Web-Abonnement). Im Bereich von Smartphones werden darüber hinaus häufig sogenannte WAP-Abonnements abgeschlossen.

Das Kurzwahldienst-Abonnement für Mobilfunkspiele, -klingeltöne oder -musikvideos wird über das Mobiltelefon bestellt, indem meist eine fünfstellige Nummer eingegeben und versendet wird. Danach schickt der Anbieter eine SMS-Nachricht an die Mobilfunknummer. Diese muss die wesentlichen Informationen zum Vertrag enthalten. Dazu gehören Preis, Abrechnungszeitraum und Informationen zur Kündigung. Wird diese Nachricht aktiv bestätigt, ist das Abonnement abgeschlossen. Mit einer weiteren SMS-Nachricht wird an den Kunden meist einmalig ein Link verschickt. Über diesen sind die Inhalte abrufbar. Dadurch können zusätzliche Kosten entstehen.

Ein Web-Abonnement für Mobilfunkspiele, -klingeltöne oder -musikvideos wird über das Internet abgeschlossen. Beauftragt wird es durch die Eingabe der Mobilfunknummer in eine Internetmaske. Anschließend wird eine SMS-Nachricht an die angegebene Nummer versandt. Diese muss die wesentlichen Vertragsinformationen beinhalten. Erst durch Bestätigen dieser SMS-Nachricht wird der Vertrag wirksam. Über den mitgesandten Link kann der Nutzer anschließend die gewünschten Inhalte abrufen. Weil der Vertrag über das Internet abgeschlossen wird, gelten für den Vertrag die gleichen Regeln wie beim Teleshopping oder beim Online-Shopping.

Für alle Mobilfunkspiele, -klingeltöne oder -musikvideos gilt, dass einen Vertrag nur abschließen kann, wer geschäftsfähig ist. Hat ein unter sieben Jahre altes Kind ein solches Abonnement abgeschlossen, ist der Vertrag nichtig. Bei Kindern bis zum achtzehnten Lebensjahr ist die Zustimmung der Eltern für die Wirksamkeit des Abonnements erforderlich. Um ungewollten Kosten im Rahmen solcher Abonnements vorzubeugen, ist es empfehlenswert, bei seinem Mobilfunkanbieter eine sogenannte Drittanbietersperre einrichten zu lassen. So können Vertragsabschlüsse, die etwa durch das versehentliche Aufrufen einer fremden Internetseite entstehen, vermieden werden. Unbeabsichtigte Vertragsabschlüsse können zum Beispiel in Form von WAP-Abonnements zustande kommen, die entstehen, wenn aus Versehen in kostenlose Apps integrierte Werbebanner angeklickt werden.

Links zum Thema

www.vis.bayern.de (Kurzwahldienste)

www.handysektor.de (Abos und Kostenfallen)

M

Mobiles Internet

Als mobiles Internet wird die Gesamtheit aller Internetinhalte bezeichnet, die ohne einen Festnetzanschluss mit einem modernen Smartphone, Tablet oder Notebook genutzt werden können. Die Internetverbindung wird dabei über Mobilfunknetze mit den Übertragungstechniken GPRS, GSM, UMTS oder LTE aufgebaut. Grundvoraussetzung für die mobile Nutzung von Online-Angeboten ist die Tatsache, dass mit wachsenden Bandbreiten die Transportkapazitäten der Mobilfunknetze in den vergangenen Jahren deutlich größer geworden sind. So erlaubt das Mobilfunk-Übertragungsverfahren UMTS inzwischen nahezu flächendeckend Download-Raten von bis zu 42 MBit pro Sekunde. Der Mobilfunk-Standard LTE ermöglicht technisch sogar Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 300 Megabit pro Sekunde. Das mobile Internet bietet zahlreiche mobile Online-Nutzungsformen (Mobile Media), welche durch die Vernetzbarkeit nahezu aller Lebensbereiche dazu beiträgt, dass immer mehr Nutzer überall und jederzeit Online-Angebote nutzen können.

Welche Übertragungstechnik im Einzelfall möglich ist, hängt vom Ausbau des Netzes und dem jeweiligen Gerät ab. Wegen der hohen Übertragungsgeschwindigkeiten stellt das mobile Internet eine zunehmende Konkurrenz zum klassischen Breitbandanschluss dar. In fast allen mobilen Endgeräten ist mittlerweile ein Internetzugang vorinstalliert. Ältere Notebooks können mit externen Funkmodems wie UMTS-Karten oder -Sticks für den mobilen Internetempfang aufgerüstet werden. Die Mobilfunkanbieter bieten Daten-Flatrates für die mobile Internetnutzung an. Anders als bei DSL-Flatrates für den Online-Anschluss zu Hause sind Internet-Flatrates über Mobilfunknetze immer noch mit Einschränkungen für das monatliche Datenvolumen verbunden. So ist es üblich, die monatliche Datenmenge zu limitieren. Wird das gebuchte Datenvolumen überschritten, sinkt die Verbindungsgeschwindigkeit beträchtlich. Die Konditionen der Anbieter sind unterschiedlich und sollten vor Vertragsabschluss genau geprüft werden.

Links zum Thema

www.teltarif.de (Mobiles Internet)

www.handysektor.de (Netzabdeckung)

Mobilfunktarife

Der Dschungel der Mobilfunkverträge ist für viele Verbraucher nur schwer zu durchschauen. Wer den für sich optimalen Tarif sucht, sollte sein Telefonverhalten genau analysieren. Dabei sind folgende Fragen wichtig: Wie viele Minuten telefoniere ich mit dem Mobilfunkgerät pro Monat? Rufe ich mehr Nummern im Festnetz oder mehr Mobilfunknummern an? Wie viele SMS- oder MMS-Nachrichten verschicke ich? Möchte ich das Internet mit dem Gerät nutzen? Von den Antworten auf diese Fragen hängt beispielsweise ab, ob (bei geringer Nutzung) ein Prepaid-Vertrag oder etwa (bei umfangreicher Nutzung) ein Flatrate-Vertrag günstiger ist.

Wer mit seinem Handy wenig telefoniert und nur selten Internetdaten nutzt, aber per Mobilfunk immer erreichbar sein will, der sollte sich für eine Prepaid-Karte entscheiden. In diesem Fall entfällt jegliche Grundgebühr, und Gespräche und Online-Datenvolumen werden mit einem im Voraus auf die SIM-Karte geladenen Guthaben verrechnet. Allerdings sind die einzelnen Gesprächs- und Datentarife bei Prepaid-Verträgen recht hoch, sodass sich vor allem für „Vieltelefonierer", die mit ihrem Handy häufig auf Internetinhalte zugreifen, wegen des relativ großen Datenvolumens Flatrate-Verträge lohnen. Dabei können sämtliche Leistungen zu einem Festpreis genutzt werden. Möglich sind auch Tarife, bei denen sich der Preis aus einer Grundgebühr und einem Entgelt zusammensetzt, das jeweils von den Mobilfunk-Gesprächsminuten und/oder dem vom Smartphone genutzten Online-Datenvolumen abhängt.

Ein Flatrate-Vertrag hat den Vorteil, dass die Kosten überschaubar sind, sofern tatsächlich sämtliche Leistungen inbegriffen sind. Oftmals sind Anrufe in andere Mobilfunknetze oder die Nutzung des Internets (Mobiles Internet) allerdings zusätzlich kostenpflichtig. Wer wenig telefoniert, zahlt bei einer minutengenauen Abrechnung oft weniger als mit einer Flatrate. Bei der Verwendung eines Smartphones sollte unbedingt ein Tarif mit einer Daten-Flatrate abgeschlossen werden, um hohe Rechnungskosten zu verhindern. Ein Smartphone baut, sofern die mobile Online-Nutzung nicht deaktiviert ist, immer wieder Internetverbindungen auf, ohne dass der Nutzer dies merkt. Dabei kann ein großes Datenvolumen anfallen. Zubuchbare Daten-Flatrates gibt es schon für weniger als fünf Euro pro Monat.

In vielen Fällen bieten die Mobilfunknetzbetreiber zum Vertrag auch gleich ein günstiges Mobiltelefon an. Die monatlichen Gebühren sind in diesem Fall meist höher als bei einem Vertrag ohne mobiles Endgerät, da die Kosten für das Gerät auf die monatlichen Kosten umgelegt werden. Die Verträge laufen in der Regel zwei Jahre und verlängern sich meist automatisch um ein weiteres Jahr, sofern keine ordentliche Kündigung erfolgt. Außerordentliche Kündigungen sind nur in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel bei mehrfach falscher Abrechnung oder Verletzung der Datenschutzbestimmungen, möglich.

Kostengünstige Smartphones im Paket mit Mobilfunkverträgen sind sogar in Verbindung mit Prepaid-Tarifen möglich. In diesem Fall sind die Endgeräte jedoch in der Regel mit einem sogenannten SIM-Lock-Modul (Subscriber Identity Module) ausgestattet, sodass ein entsprechendes Smartphone für eine bestimmte Dauer zum Beispiel nur in einem bestimmten Mobilfunknetz oder nur mit Prepaid-Karten eines bestimmten Anbieters nutzbar ist. Diese Regelung gilt meist für zwei Jahre. Wer vor Ablauf dieser Frist den Netzbetreiber wechseln will, muss dafür eine Gebühr zahlen.

Links zum Thema

www.vis.bayern.de

www.klicksafe.de

www.verbraucherzentrale-bayern.de

Mobile Payment

Mit einem Smartphone oder ähnlichen mobilen Endgeräten, die einen Online-Zugang bieten, lassen sich auch bargeldlos Zahlungsvorgänge abwickeln: zum Beispiel Zahlungsinformationen übermitteln, Geldsummen auf fremde Konten überweisen oder Beträge vom Bank- oder Mobilfunkkonto abbuchen. Der Fachbegriff für diese Form des bargeldlosen mobilen Bezahlens heißt Mobile Payment (mobile Bezahlung). Spezielle elektronische Verfahren erlauben es dabei, beispielsweise mit Hilfe einer App einen Parkschein, eine elektronische Zeitschrift oder ein Web-Abonnement zu bezahlen, ohne dafür Bargeld zu benötigen. Sogar einige Supermarktketten erlauben es inzwischen, eine Rechnung einfach per Handy zu bezahlen.

Soll das Smartphone zum Ersatz für ein Portemonnaie werden, können unterschiedliche technische Systeme genutzt werden. Möglich ist der Einsatz von Apps, die Nutzung von QR-Codes oder auch die Verwendung der sogenannten NFC-Technologie, bei der Kunden- und Rechnungsdaten über eine berührungslose Funkübertragung so an Handys übermittelt werden, dass schließlich Rechnungsbeträge von einem Kundenkonto abgezogen werden. Abgerechnet werden die über Mobile Payment bezahlten Beträge über die monatliche Mobilfunkrechnung, die Kreditkarte oder das Lastschriftverfahren oder ähnliche Systeme.

Um einen kostenpflichtigen Dienst per Mobilfunkrechnung zu bezahlen, muss die Mobilfunknummer des jeweiligen Geräts auf der Internetseite des Diensteanbieters registriert werden. Mittels TAN-Code (geheime Transaktionsnummer) und anschließender Bestätigung wird der Bezahlvorgang ausgelöst. Ähnlich funktioniert das Bezahlen der Supermarktrechnung per App: Zunächst muss eine meist kostenfreie App aus dem zum jeweiligen Betriebssystem passenden Online-Store auf das Smartphone geladen werden. Im Zuge der Registrierung mit den persönlichen Daten wird auch festgelegt, wie die Beträge abgerechnet werden sollen. Nach dem Einscannen der eingekauften Ware wird ein Zahlencode an das Smartphone gesendet. Dieser wird dann in die Supermarkt-Kasse eingegeben und der Betrag über die gewählte Zahlungsart abgebucht. Um nicht den Überblick über das ausgegebene Geld zu verlieren, bieten entsprechenden Apps die Möglichkeit, über seine Ausgaben Buch zu führen.

Links zum Thema

www.handysektor.de (Handy Payment)

www.teltarif.de (Mobile Payment)

www.lfm-nrw.de (LfM DigitalKompakt: Mobile Payment)

N

NFC-Technologie

Bei der NFC-Technologie handelt es sich um einen Übertragungsstandard, der – zum Beispiel beim bargeldlosen Bezahlen per Handy – den kontaktlosen Austausch von Daten per Funk über kurze Strecken zulässt. Die Abkürzung NFC steht für den englischen Fachbegriff Near Field Communication und bedeutet übersetzt Nahfeldkommunikation. NFC ist eine spezielle Funktechnik, die nur über ganz geringe Entfernungen von wenigen Zentimetern funktioniert. So können etwa Verschlüsselungsdaten sicher ausgetauscht werden, ohne dass sie sich von Dritten unerlaubt abfangen lassen. Weil ein NFC-Datenaustausch nur über wenige Zentimeter große Verbindungen möglich ist und verschlüsselt erfolgt, gilt das Verfahren als relativ sicher.

Viele Smartphones und Kreditkarten sind bereits mit speziellen NFC-Funkchips ausgerüstet, die sowohl senden als auch empfangen können. Der Datenaustausch ist zwischen zwei Geräten möglich, ohne dass diese speziell miteinander verbunden werden müssen. Ein bloßes Aneinanderhalten der Geräte genügt. Wer sein Handy mit der NFC-Technologie nachrüsten möchte, kann sich einen entsprechenden Funkchip auch einfach außen auf das Gerät oder in das Akku-Fach kleben.

Eingesetzt wird die NFC-Technik in den unterschiedlichsten Bereichen, wie zum Bespiel zum bargeldlosen Bezahlen mit Hilfe von Smartphones (Mobile Payment). Um einen Artikel mittels der NFC-Technik zu bezahlen, wird das NFC-fähige Smartphone an der Kasse an ein ebenfalls mit einem NFC-Chip ausgestatteten Kartenlesegerät des Verkäufers gehalten. Anschließend wird der zu bezahlende Betrag automatisch abgebucht. Eine Unterschrift des Kunden ist nicht mehr nötig.

Mit Hilfe der NFC-Technologie können bereits Fahrkarten gekauft und bezahlt werden. Nötig ist dazu ein NFC-fähiges Smartphone und eine entsprechende App. Nach einmaliger Registrierung hält der Reisende beim Einstieg sein Smartphone an einen entsprechenden Kontaktpunkt, der ebenfalls einen NFC-Chip enthält, oder gibt die Nummer dieses Punktes ein. Am Ende der Fahrt wird dieser Vorgang wiederholt. Anschließend werden die Fahrtkosten von dem hinterlegten Konto abgebucht. Ähnliche Verfahren sind auch für die Kontrolle von Eintrittskarten bei Kultur- oder Sportveranstaltungen möglich. Außerdem können über NFC-Chips auch Daten wie Musik, Videos, Fotos usw. von einem auf ein anderes Gerät übertragen werden.

Links zum Thema

www.test.de (Kontaktloses Bezahlen mit Karten)

www.lfm-nrw.de (LfM DigitalKompakt: Mobile Payment)

Q

Quantified-Self-Dienste

Mit speziellen Apps lässt sich auch eine Reihe eigener Gesundheitsdaten erfassen und analysieren. Die sogenannten Quantified-Self-Dienste (elektronische Selbstvermessung) oder Self-Tracking-Apps werten systematisch Körperdaten aus. Es gibt diese Apps für die unterschiedlichsten Bereiche, wie zum Beispiel Sport, Gesundheit und Familie. So kann das Smartphone auch zum Schritt- und Kalorienzähler oder zum Pulsmesser werden, damit ein Nutzer am Ende des Tages überprüfen kann, ob er sich genügend bewegt und gesund ernährt hat. Es gibt kostenpflichtige, aber auch kostenfreie Self-Tracking-Apps. Kostenfreie Angebote finanzieren sich häufig über Werbung. Bei einigen dieser Apps sind auch sogenannte In-App-Käufe möglich, mit denen Abonnements oder zusätzliche Inhalte erworben werden können.

Je nachdem, was über die App ermittelt werden soll, müssen zunächst einige persönliche Daten wie der Name, das Körpergewicht usw. eingegeben werden. Das Ermitteln der weiteren Daten geschieht dann zum Beispiel über das Navigationssatellitensystem GPS (Global Positioning System) oder mit Hilfe von kleinen Bewegungssensoren. Diese sind meist in einem Clip, einem Armband oder einem Pulsgurt eingebaut, welche Daten an das mobile Endgerät übertragen. Durch das aktive Nutzen werden immer mehr persönliche Daten (zum Beispiel Essverhalten, Schlafrhythmus, sportliche Betätigung) gespeichert. Die gewonnenen Daten werden üblicherweise in einer Cloud gespeichert. Oft ist allerdings nicht erkennbar, wo sich der Server des Anbieters befindet und was mit den persönlichen Daten geschieht bzw. wer tatsächlich Zugriff darauf hat. Doch aus körper- und gesundheitsbezogenen Daten in Kombination mit bestimmten Verhaltensmustern lassen sich sehr genaue Rückschlüsse auf die jeweilige Person ziehen.

Da bei Quantified-Self-Diensten also höchst sensible persönliche Daten gespeichert werden, ist es ratsam, sich im Vorfeld genau zu überlegen, ob man diesen Service tatsächlich nutzen möchte. In jedem Fall sollten im Vorfeld einer Nutzung die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) genau geprüft werden. Einige dieser AGB erlauben den Anbietern, die Daten der Nutzer umfassend zum Beispiel für Werbezwecke zu nutzen, zu verwerten, Nutzerprofile zu erstellen und diese zu vermarkten. Auch die Weitergabe der Daten an Dritte wird zum Teil vereinbart. Es besteht dadurch theoretisch Missbrauchpotential für z.B. Wirtschaft, Forschung, Pharmaindustrie oder Krankenkassen.

Viele Apps ermöglichen es Nutzern, die gleichzeitig ein Profil in einem sozialen Online-Netzwerk haben, Ergebnisse des Self Trackings dort für Freunde zu posten. Wer solchen AGB-Klauseln einer App zustimmt, sollte sich bewusst sein, dass er auf diese Weise viele seiner höchst persönlichen Daten preisgibt.

QR-Code

Ein QR-Code ist ein zweidimensionaler Barcode, hinter dem sich ähnlich wie beim Strichcode Daten verbergen, die in Form von kleinen schwarzen Quadraten abgebildet werden, die wiederum aus vielen hellen (meist weißen) und dunklen (meist schwarzen) Punkten bestehen. Die Buchstabenkombination QR ist eine Abkürzung für den englischen Begriff Quick Response (schnelle Antwort). Wird ein Quick Response Code zum Beispiel per Handy fotografiert, können über das mobile Internet mit einer entsprechenden Codeleser-Software passende Online-Inhalte angezeigt werden. Der Inhalt von QR-Codes besteht im Grunde aus Zahlen, Zeichen und Buchstaben, mit denen umfangreiche Informationen auf kleinstem Raum dargestellt werden können. Häufig werden QR-Codes etwa von der Werbung und von Zeitungen eingesetzt, um Nutzer automatisch zu komplizierten oder langen Internetadressen zu leiten. Möglich sind aber auch etwa Begleitinformationen zu Kunstwerken in Museen oder zu Produkten im Supermarkt.

R

Roaming

Wer sein Handy auch im Ausland außerhalb seines Heimat-Mobilfunkanbieters nutzen möchte, muss dafür auf fremde Netze zurückgreifen. Gleiches gilt für Mobilfunkgespräche ins Ausland. In solchen Fällen werden automatisch Netzkapazitäten ausländischer Anbieter in Anspruch genommen. Diese Dienstleistung, bei der Daten oder Gespräche an ein Funknetz geleitet werden, das nicht dem eigenen Netzbetreiber gehört, wird als Roaming bezeichnet. Der englische Begriff bedeutet übersetzt etwa „herumwandern“.

Die damit einhergehenden Roaminggebühren wurden jedoch zum 15. Juni 2017 innerhalb der EU abgeschafft. Nun gilt: „roam like at home“. Das bedeutet, dass innerhalb der EU für Telefonate, SMS und Surfen die gleichen Preise gelten, wie zu Hause. Auch Inklusivvolumen nimmt jeder automatisch mit ins Ausland. Diese Regelung gilt für die 28 EU-Länder und darüber hinaus auch in Island, Liechtenstein und Norwegen. Welche Vereinbarung nach dem Brexit mit Großbritannien getroffen wird, ist bislang noch unklar.

In Ländern, die nicht zur EU gehören, werden nach wie vor Roaminggebühren fällig. Dies gilt beispiels-
weise für die Türkei, die Schweiz, Andorra, San Marino und Monaco. In den Nicht-EU-Ländern ist es daher empfehlenswert sich vor Ort eine Prepaid Karte zu kaufen, um hohe Roaminggebühren zu vermeiden.

Gesonderte Bestimmungen gelten jedoch meist für Mobilfunkgebühren auf Schiffen und Flugzeugen. Vorsicht ist auch bei sogenannten „Community-Flatrates“ geboten, diese gelten meist nur im Heimatland. Bei unbeschränkten Highspeed-Flatrates kann der Anbieter eine Höchstgrenze für das Ausland vertraglich festlegen.

Die dauerhafte Nutzung einer billigen ausländischen SIM-Karte ist jedoch nicht möglich. Um Missbrauch entgegenzuwirken, wurde die sogenannte Fair-Use-Policy eingeführt. Die Handynutzung im Ausland ist auf vier Monate im Jahr begrenzt. Wird die SIM-Karte ohne plausible Erklärung, wie z.B. ein Auslandssemester, vorwiegend in einem anderen europäischem Land genutzt, darf der Anbieter Roamingaufschläge geltend machen.

Befinden sich Wohnort und Arbeitsstelle in unterschiedlichen europäischen Ländern, kann der Verbraucher wählen, in welchem der beiden Länder er einen Mobilfunkvertrag abschließen möchte. Die einzige Voraussetzung für die dauerhafte Roamingnnutzung ist in diesem Fall, dass man sich mindestens einmal täglich in das „Heimatnetz“ einwählt.  

S

Selfie

Als Selfie wird ein meist mit dem eigenen Smartphone fotografiertes Selbstportrait bezeichnet (englisch self: selbst). Vor allem bei Jugendlichen sind Selfies sehr beliebt. Üblicherweise werden Selfies aufgenommen, indem der Fotografierende sein Smartphone etwa eine Armlänge von sich weg hält und so aus geringer Entfernung mit Hilfe der Frontkamera ein Bild von sich selbst macht. Diese Schnappschüsse werden anschließend zum Beispiel über Instant-Messaging-Dienste an Freunde versandt oder in einem sozialen Online-Netzwerk gepostet. Dabei ist auch hier der Grundsatz zu beachten, dass das Internet nichts vergisst: Bevor ein Bild online gestellt wird, sollte genau überlegt werden, wer das Foto sehen darf, was der Einzelne von sich preis geben möchte und ob sich die Online-Veröffentlichung des Bildes nicht negativ auf zukünftige Lebenssituationen auswirken könnte.

Selfies werden in den unterschiedlichsten Situationen angefertigt: beispielsweise um Freunden das neue Outfit zu präsentieren, anderen eigene Gefühle mitzuteilen oder zu zeigen, an welchem Ort man sich gerade befindet. Mittlerweile haben sich die unterschiedlichsten Arten von Selfies entwickelt. So wurde etwa für Selbstporträts von Pärchen der Begriff Relfie geprägt – ein Wort, das aus dem englischen Begriff für Beziehung (relationship) und dem Wort Selfie zusammengesetzt wurde. Vorsicht gilt bei Aufnahmen mit mehreren Personen: Bei Veröffentlichungen ist das Recht am eigenen Bild zu beachten, d.h. alle abgebildeten Personen müssen mit der Veröffentlichung einverstanden sein.

Link zum Thema

www.handysektor.de (Alles über Selfies)

SIM-Karte

Eine SIM-Karte ist eine kleine Chipkarte, die in ein Handy eingesteckt wird, um die Identifikation des Nutzers (Mobilfunknummer und -tarif) zu ermöglichen. Die SIM-Karte stellt den Kontakt eines Mobilfunkgerätes zum jeweils gebuchten Netz sicher. Ohne SIM-Karte ist kein Mobilfunkkontakt möglich.

Die drei Buchstaben SIM stehen für den englischen Fachbegriff Subscriber Identity Module, was so viel wie Teilnehmer-Identitätsmodul bedeutet. Die SIM-Karte, deren Nutzung über eine veränderbare persönliche Identifikationsnummer (PIN) gesichert werden kann, besteht aus einem kleinen Prozessor mit Speicher.

Da für viele Nutzungsmöglichkeiten eines Smart-phones keine SIM-Karte notwendig ist – eine Internetanbindung ist z.B. auch über WLAN möglich – empfiehlt sich die Einrichtung einer Gerätesperre für den Fall eines Verlustes oder Diebstahls.

Smartphone / Tablet

Ein Smartphone ist ein Handy, das auch Internetinhalte abbilden kann und Funktionen aufweist, wie sie vom Computer her bekannt sind. Über einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touch Screen) lassen sich direkt auf dem Display Online-Inhalte anwählen. Dabei können sowohl Standard-Internetseiten abgebildet werden als auch speziell für Handys optimierte Inhalte aus dem World Wide Web (WAP-Dienste).

Die Internetanbindung von Smartphones erfolgt entweder über WLAN oder über breitbandige Mobilfunkverbindungen. Spezielle Internet-Downloadportale bieten Smartphone-Besitzern an, Zusatzprogramme in Form von Apps herunterzuladen. Darüber hinaus verfügen die meisten Smartphones auch über eine eingebaute Kamera sowie spezielle Sensoren, mit denen die räumliche Position bestimmt werden kann. Außerdem lassen sich Smartphones auch zur Steuerung anderer digitaler Geräte (Fernsehen, Kameras, Hauselektronik etc.) einsetzen.

Ebenfalls auf einen berührungsempfindlichen Bildschirm setzen Tabletcomputer. Die sogenannten Tablets sind besonders flache Computer ohne mechanische Tatstatur. Bedienung und Design erinnern an Smartphones, ebenso die integrierte Kamera. Allerdings haben Tablets ein größeres Display (Bildschirm). Während es sich mit Handys leichter telefonieren lässt, sind Tablets aufgrund des größeren Displays besser für das Surfen im Internet geeignet. Inzwischen werden auch sehr große Smartphones angeboten, die als sogenannte Phablets (auch Smartlets oder Padfones genannt) eine Mischung aus Multimedia-Handy und Tablet darstellen.

U

UMTS / LTE

Die Systeme UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) und LTE (Long Term Evolution) sind Mobilfunkstandards, mit denen sich Daten über das mobile Internet in relativ hoher Geschwindigkeit übertragen lassen. Die monatlichen UMTS-Preispauschalen für Mobilfunk-Flatrates sind abhängig vom Limit der übertragenen Datenmenge pro Monat.

Mit dem Funkstandard LTE wird das mobile Internet noch leistungsstärker. Technisch ermöglicht LTE eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 300 Megabit pro Sekunde, realisiert werden in der Regel etwa 100 Megabit pro Sekunde. Die große Transportkapazität hat den Vorteil, dass der Nutzer mit dem Smartphone oder Tablet problemlos große Dateien herunterladen und sich so zum Beispiel Filme ansehen kann.

LTE hat sich in ländlichen Regionen, in denen für das Internet breitbandige Festnetzverbindungen (DSL) fehlen, inzwischen auch als Alternative zum Festnetzanschluss entwickelt. Mittlerweile deckt das LTE-Mobilfunknetz in Deutschland eine so große Fläche ab, dass mehr als achtzig Prozent aller Haushalte erreicht werden. Allerdings sinkt – ähnlich wie auch bei UMTS – mit der Zahl der LTE-Nutzer in einer Funkzelle auch die Übertragungskapazität für jeden einzelnen Kunden. Je mehr Nutzer also zur gleichen Zeit innerhalb einer LTE-Funkzelle surfen, desto langsamer wird die Internetverbindung für den Einzelnen.

Bevor ein Vertrag über einen LTE-Tarif abgeschlossen wird, muss sichergestellt sein, dass das entsprechende Endgerät über einen LTE-Chip verfügt. Ohne diesen Chip ist die Technik nicht nutzbar. Bei neuen Smartphones ist ein solcher Chip in der Regel serienmäßig eingebaut. Bei der stationären Nutzung von UMTS oder LTE sollte vorab geprüft werden, ob am gewünschten Ort eine entsprechende Netzabdeckung gegeben ist. Dies kann über die Internetseiten der jeweiligen Mobilfunkanbieter überprüft werden.

Links zum Thema

www.umts-report.de (UMTS)

www.lte-anbieter.info  (LTE)

http://emf3.bundesnetzagentur.de (LTE)

W

WAP-Dienste und Abonnements

Um komplexe Internetinhalte auch für kleine Handy-Displays trotz der geringeren Datenübertragungsraten im mobilen Internet nutzbar zu machen, wurde mit dem sogenannten Wireless Application Protocol (WAP) ein spezieller technischer Standard entwickelt. Über die WAP-Technologie lassen sich leicht Inhalte als Abonnement auf Smartphones übertragen und über mobile Payment abrechnen.

Problematisch an WAP-Abonnements, wie sie etwa für Klingeltöne oder Handy-Spiele existieren, ist, dass sie von Nutzern häufig unbewusst abgeschlossen werden. Entsprechende Funktionen verstecken sich zum Beispiel häufig in kostenfreien Apps, die hauptsächlich über Werbung finanziert werden. Innerhalb solcher Apps werden immer wieder Werbebanner eingeblendet. Wird zufällig mit dem Finger auf eine solche Werbung getippt, können Nutzer in eine sogenannte Abo-Falle tappen: Sie werden auf eine WAP-Seite weitergeleitet und von dort automatisch Nutzerdaten (Mobile Subscriber Integrated Services Digital Network Number, MSISDN) an den Anbieter der Seite geschickt. Durch die MSISDN-Daten, die auf der SIM-Karte des Smartphones gespeichert sind, lässt sich eine Mobilfunknummer einem bestimmten Teilnehmer zuordnen. Auf diese Weise können die Abo-Fallen-Anbieter den Mobilfunkanbieter ermitteln und dieser wiederum den einzelnen Kunden. In Folge erscheinen die Kosten für das Abo auf der Mobilfunkrechnung. All dies funktioniert nur, wenn eine Mobilfunkverbindung zum Smartphone besteht. Über eine Verbindung per WLAN ist eine MSISDN-Übertragung nicht möglich.

Versehentlich abgeschlossene WAP-Abonnements sind in der Regel nicht rechtsgültig. Auch bei Online-Kaufverträgen muss nämlich der Nutzer über das Widerrufsrecht belehrt werden. Außerdem muss eine Bestellfunktion über einen Button mit der Aufschrift „zahlungspflichtig bestellen" bzw. einer entsprechend eindeutigen Formulierung vorhanden sein. Meist fehlen diese Informationen bei Abo-Fallen – und damit die Voraussetzungen für einen wirksamen Vertragsabschluss. Betroffene sollten sich nach Erhalt der Rechnung schriftlich und beweisbar gegen den strittigen Rechnungsbetrag wehren. Hilfe dabei bieten zum Beispiel die Verbraucherzentralen.

Um sich vor Abo-Fallen zu schützen, besteht die Möglichkeit, beim jeweiligen Mobilfunkanbieter kostenfrei eine Drittanbietersperre einrichten zu lassen. Dies hat jedoch zur Folge, dass nicht nur die Anbieter von Abo-Fallen nicht mehr über die Mobilfunkrechnung abrechnen können, sondern auch vertrauenswürdige Drittanbieter. Manche Mobilfunkanbieter bieten ihren Kunden Teilsperrungen an. So lassen sich zum Beispiel Sperren nur für Abonnements oder bestimmte Drittanbieter einrichten.

Links zum Thema

www.vis.bayern.de (WAP-Abo)

www.verbraucherzentrale-bayern.de (Drittanbietersperre)