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Gemeinsam gegen Hass und Hetze im Netz Online-Reihe in drei Teilen
© Mellon Design, Adobe Stock/New Africa

Gemeinsam gegen Hass und Hetze im Netz

Online Reihe in drei Teilen

24.02.2021 15:00 Uhr - 18.03.2021 16:30 Uhr | online | kostenlos


Fotos der Auftaktveranstaltung

​​​​​​​​​​​​​​Hass und Hetze gibt es nicht nur im Netz. Doch das Internet und vor allem die Social Media-Plattformen können Hassrede, Fake News und verwandte Phänomene in besonderem Ausmaß befeuern. Welche Auswirkungen etwa die digitale Verbreitung von Verschwörungsmythen haben kann, zeigt das Beispiel des Mythos vom Wahlbetrug, den Ex-US-Präsident Trump so lange u.a. über Twitter verbreitete, bis seine Anhänger, teils gewaltbereit, das Kapitol stürmten. Attentäter, wie im Fall der rechtsextremen Anschläge von Christchurch, Halle oder Hanau, präsentieren ihre Hassbotschaften online oder filmen ihre Taten - zur Veröffentlichung im Internet. Was die Konfrontation mit Mobbing und Hass im Internet bei Kindern und Jugendlichen betrifft, so geben aktuell 29 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland an, dass über die eigene Person falsche oder beleidigende Dinge verbreitet wurden - so die JIM-Studie 2020 (Jugend, Information, Medien – Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger).

Grund genug also, sich mit Formen von Hass und Hetze im Netz in einer dreiteiligen Online-Reihe auseinanderzusetzen und Gegenstrategien vorzustellen. Dazu lädt das Bayerische Bündnis für Toleranz gemeinsam mit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) herzlich ein.

Damit Medien­unter­nehmen leichter Anzeige wegen strafbarer Hasskommentare im Netz stellen können, haben die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) und das Bayerische Justizministerium vor über einem Jahr die Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“ ins Leben gerufen. Hierauf geht Siegfried Schneider, Präsident der BLM, in seinem Vortrag zum Auftakt der Veranstaltungsreihe ein. Am Folgetermin wird Oberstaatsanwalt Klaus-Dieter Hartleb dies in seinem Praxisvortrag ergänzen.

Die zivilgesellschaftliche Organisation HateAid unterstützte Renate Künast 2019 in ihrem Kampf gegen Online-Beschimpfungen ihrer Person in Facebook-Posts. Deren Geschäftsführerin Anna-Lena von Hodenberg berichtet über ihre Erfahrungen in der Beratung von Betroffenen von digitaler Gewalt und wie sich Betroffene rechtlich und politisch zur Wehr setzen können.

Maria Monninger gibt Einblick in die Jugendschutzarbeit der BLM beim Thema „Hass und Hetze im Netz“. Thomas Zwingel, der erste Bürgermeister von Zirndorf, berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen als Kommunalpolitiker mit Hass und Hetze im Netz.


Agenda

Mittwoch, 24. Februar 2021 15.00 – 16.30 Uhr

„Justiz und Medien konsequent gegen Hass – keine rechtsfreien Räume im Internet“

  • Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien

„Demokratie und Menschenwürde im Netz verteidigen – der Beitrag der Zivilgesellschaft“ 

  • Anna-Lena von Hodenberg, Geschäftsführerin von HateAid

Moderation: Bettina Nickel, stellvertretende Sprecherin des Bayerischen Bündnisses für Toleranz


Mittwoch, 3. März 2021 15.00 – 16.30 Uhr

 „Maßnahmenpaket der bayerischen Justiz zur Bekämpfung von Hate-Speech“

  • Klaus-Dieter Hartleb, Oberstaatsanwalt und Hate-Speech-Beauftragter der bayerischen Justiz

„Jugendschutz im Netz: Aufsicht und Prävention“

  • Maria Monninger, Referentin der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien im Bereich Medienkompetenz und Jugendschutz

Moderation: Martin Becher, Geschäftsführer des Bayerischen Bündnisses für Toleranz


Donnerstag, 18. März 2021 15.00 – 16.30 Uhr

„Bedrohungen gegen Kommunalpolitiker/innen im Netz: Handlungsmöglichkeiten und Vernetzungsansätze“

  • Thomas Zwingel, 1. Bürgermeister der Stadt Zirndorf

Moderation: Martin Becher, Geschäftsführer des Bayerischen Bündnisses für Toleranz


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