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DOK.digital-Preis 2026 geht an „Unhome VR – Überleben auf der Straße“ - BLM würdigt neue dokumentarische Erzählformate

11.05.2026 | 16/2026

Digitale Geschichten sind stark, wenn sie Themen greifbar machen: Das ist Henning Westerwelle mit seinem Projekt „Unhome VR – Überleben auf der Straße“ hervorragend gelungen. Die Produktion setze Virtual Reality wirkungsvoll und zugleich reflektiert ein, begründet die Jury die Auszeichnung von „Unhome“ mit dem Dok.digital-Preis 2026 in der Hochschule für Fernsehen und Film. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) verleiht den mit 2.500 Euro dotierten Preis im Rahmen des DOK.forum bereits zum siebten Mal.

BLM-Geschäftsführerin Dr. Annette Schumacher sieht den Preis als Beitrag zur Stärkung von Vielfalt und Qualität in der digitalen Welt: „Zeitgemäßes dokumentarisches und journalistisches Erzählen muss heute neue Wege finden, um Menschen zu erreichen. Die Formate sollten überraschen und gleichzeitig berühren. Dafür braucht es starke Themen wie im Gewinner-Projekt „Unhome“. Es zeigt, wieviel Kraft in Erzählformaten steckt, wenn Technik nicht Selbstzweck ist.“

Die Jury lobt „Unhome“ als „eines der am weitesten entwickelten“ Projekte im Wettbewerb: „Das Projekt zeichnet sich durch ein sinnvolles Interaktionsdesign, durch den verantwortungsbewussten Einbezug von betroffenen Personen und eine starke Erzählweise aus. Es lenkt so den Blick auf ein Thema, das häufig übersehen, ignoriert oder unsichtbar gemacht wird.

Fünf nominierte Projekte standen zur Auswahl: „Cityflow“ (Graffity-Pionier Loomit nimmt das Publikum auf eine immersive Reise durch München mit); „Library of Dreams“, in dem es um das Träumen unter repressiven Regimen geht; „Oh Europa! Dangerous Dreams“ (Fluchterfahrungen an Europas Außengrenzen); „Scratching the surface“ (Zusammenspiel von traditioneller Illustration, digitalem Raum und künstlicher Intelligenz) und „Unhome VR – Überleben auf der Straße“.

Mehr Informationen zum DOK.digital-Preis finden Sie hier.