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Neue Initiative gegen strafbaren Hass im Sport - „Justiz und Sport – konsequent gegen Hass“: Justizminister Eisenreich und BLM-Präsident Schmiege starten Pilotprojekt für konsequentes Vorgehen bei digitalen Angriffen gegen Sportvereine

27.05.2026 | 27/2026

Mit dem Start der Initiative „Justiz und Sport – konsequent gegen Hass“ setzen die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz nun auch ein klares Zeichen gegen digitalen Hass im Sport. Mit dem Projekt werden gezielt bayerische Sportvereine und -verbände im Kampf gegen Hass im digitalen Raum unterstützt.

Am Welttag des Fair Play rückt damit ein wichtiges Thema in den Fokus, das auch den Sport zunehmend betrifft: Hasskommentare und persönliche Anfeindungen im digitalen Raum. Der von den Vereinten Nationen ausgerufene Welttag des Fair Plays erinnert jährlich an die zentralen Werte des Sports wie Respekt, Toleranz und Solidarität. Das sind Grundsätze, die auch im Internet gelten sollten. Jedoch berichten immer mehr Athletinnen und Athleten von extremen Fällen von Hate Speech, insbesondere nach Niederlagen.

Auch Sportvereine sehen sich zunehmend mit beleidigenden, diskriminierenden oder strafbaren Kommentaren auf ihren Social-Media-Kanälen und in Online-Foren konfrontiert. Vor diesem Hintergrund haben die Initiatoren der Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“ die Anregungen aus der Branche aufgegriffen und ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, das gemeinsam mit dem FC Bayern München, dem TSV 1860 München sowie dem Bayerischen Landes-Sportverband e. V. (BLSV) umgesetzt wird.

Georg Eisenreich, Bayerischer Staatsminister der Justiz: 


Dr. Thorsten Schmiege, Präsident der BLM: „Hass im Netz macht auch vor dem Sport nicht halt. Vor allem Vereine und Verbände mit großer öffentlicher Sichtbarkeit geraten immer wieder ins Visier von Anfeindungen. Nach dem Vorbild der Initiative „Justiz und Medien“ schaffen wir deshalb jetzt auch eine klare Anlaufstelle für den Sport und geben den Betroffenen ein konkretes Verfahren an die Hand, um strafbare Inhalte prüfen und verfolgen zu lassen. Das stärkt diejenigen, die sich für Respekt und Fairness einsetzen – auch im digitalen Raum.“


Vorbild für die Initiative im Sportbereich ist die Initiative „Justiz und Medien – konsequent gegen Hass“, mit der das Bayerische Staatsministerium der Justiz und die BLM bereits seit Oktober 2019 mit mehr als 1600 Prüfbitten“ und über 80 Prozent Aufklärungsquote erfolgreich gegen strafbare Inhalte im Netz vorgehen. Das neue Pilotprojekt überträgt diesen Ansatz auf den Sport. Teilnehmende Organisationen können sogenannte Prüfbitten an die Generalstaatsanwaltschaft München übermitteln. Dort werden die gemeldeten Inhalte rechtlich bewertet und gegebenenfalls strafrechtlich verfolgt.
 

Hintergrund:
Auf www.konsequent-gegen-hass.de finden Sie alle Informationen zur Initiative.

Links und Informationen zu allen Angeboten der Staatsregierung rund um das Thema Hate Speech stehen zur Verfügung unter www.bayern-gegen-hass.de.

Kontakt:
Stefanie Reger
Pressesprecherin
Tel. 089/63808-315
stefanie.reger@blm.de