"Rote Karte für Hass im Sport" / Experten-Panel bei den MEDIENTAGEN MÜNCHEN mit Bayerns Justizminister Schmid und BLM-Präsident Dr. Schmiege / Erfolgreiche Kooperation verlängert und um Pilotprojekt "Justiz und Sport – konsequent gegen Hass" erweitert
"Rote Karte für Hass im Sport" / Experten-Panel bei den MEDIENTAGEN MÜNCHEN mit Bayerns Justizminister Schmid und BLM-Präsident Dr. Schmiege / Erfolgreiche Kooperation verlängert und um Pilotprojekt "Justiz und Sport – konsequent gegen Hass" erweitert
Immer mehr Sportlerinnen und Sportler erleben strafbaren Hass im Internet, vor allem nach Niederlagen. Der Hass trifft aber nicht nur Spitzensportler, auch der Breitensport, Vereine, Verbände und Ehrenamtliche sind zunehmend Opfer von strafbarer Hate Speech. Unter dem Motto "Rote Karte für Hass im Sport: Verantwortung, Grenzen und Konsequenzen" diskutieren heute (21. Oktober) auf den MEDIENTAGEN MÜNCHEN Expertinnen und Experten über die Grenzen der Meinungsfreiheit und konkrete Strategien im Umgang mit strafbarem Hass im Sport. Zu dem Panel haben Bayerns neuer Justizminister Josef Schmid und der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Dr. Thorsten Schmiege, eingeladen. Das Justizministerium kooperiert bereits seit sieben Jahren erfolgreich mit der BLM im Rahmen der Initiative "Justiz und Medien – konsequent gegen Hass". Im Juni dieses Jahres wurde die Kooperation um das Pilotprojekt "Justiz und Sport – konsequent gegen Hass" erweitert, an dem sich u.a. der TSV 1860 München und der FC Bayern München beteiligen und das vom Bayerischen Landes-Sportverband unterstützt wird.
Minister Schmid: "Wer grob Foul spielt, muss mit Konsequenzen rechnen! Das gilt auf dem Sportplatz und im digitalen Raum. Mit unserem neuen Pilotprojekt werben wir gemeinsam für Fairplay im Sport und helfen Bayerns Vereinen und Verbänden dabei, strafbare Hasskommentare über ein bewährtes Meldeverfahren prüfen zu lassen. Keine Sportlerin und kein Sportler muss Beleidigungen, Verleumdungen und Bedrohungen aushalten. Mir ist wichtig, dass sich in Bayerns Sportvereinen alle sicher fühlen können. Dazu leistet das neue Pilotprojekt einen wichtigen Beitrag."
Dr. Thorsten Schmiege: "Sport lebt von Emotionen, von Rivalität und manchmal auch von hitzigen Debatten. Das gehört dazu. Aber wer Spieler, Schiedsrichter oder Ehrenamtliche im Netz beleidigt und bedroht, überschreitet eine klare Grenze. Hass ist keine Fankultur. Mit unserer Initiative wollen wir dafür sorgen, dass Betroffene nicht alleinstehen und strafbare Angriffe auch Konsequenzen haben. Fairplay muss auch im Netz gelten."
Justizminister Schmid und BLM-Präsident Dr. Schmiege diskutieren mit
- Dr. Thaya Vester M.A., Gewaltforscherin, Institut für Kriminologie der Universität Tübingen,
- Julia Scharf, Sportmoderatorin beim BR und
- Peter Schaefer, Vize-Präsident des TSV München von 1860.
Moderiert wird die Podiumsdiskussion von BLM-Sprecherin Stefanie Reger.
Seit Oktober 2019 können sich von strafbarer Hate Speech betroffene Medienschaffende in einem einfachen Online-Verfahren mit einer Prüfbitte an die Staatsanwaltschaft wenden. 121 Medienunternehmen unterstützen die Initiative "Justiz und Medien – konsequent gegen Hass" aktuell mit ihrem Logo, 88 nehmen aktiv daran teil. Vom Projektstart bis heute sind im Rahmen der Initiative bereits 1784 Prüfbitten eingegangen. Die erfolgreiche Initiative wird im Rahmen der Medientage um ein weiteres Jahr verlängert.
Justizminister Schmid: "Ich möchte alle Betroffenen ermutigen, strafbare Hate Speech zu melden. Die bayerische Justiz verfolgt antisemitische, rassistische oder sonst menschenfeindliche Straftaten auch im Internet konsequent. Die Aufklärungsquote unserer Kooperation mit der BLM liegt bei etwa 90 Prozent."
Hintergrund:
Pressefotos erhalten Sie heute ab 17 Uhr unter: BLM - events Konsequent gegen Hass. Auf dieser Website finden Sie auch alle Informationen zur Initiative.
Links und Informationen zu allen Angeboten der Staatsregierung rund um das Thema Hate Speech stehen zur Verfügung unter www.bayern-gegen-hass.de.
Als pdf-Anhang finden Sie eine Pressemitteilung zur Initiative "Justiz und Medien – konsequent gegen Hass".
Kontakt:
Bayerisches Staatsministerium der Justiz
Dr. Carmen Remke
Pressesprecherin
Telefon: 089 5597-3111
presse@stmj.bayern.de
Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM)
Stefanie Reger
Pressesprecherin
Telefon: 089 63808-315
stefanie.reger@blm.de