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- Gewinner Medienpreis TV 2026
Gewinnerinnen und Gewinner BLM-Medienpreis 2026 TV
In folgenden Kategorien wurde ausgezeichnet:
Beste Sonder- oder Spartensendung
TVA Ostbayern, Regensburg
"Die Kruckenbergerin", Irmgard Riedl und ihr bewegtes Leben
Nina Vilsmeier (Redaktion & Schnitt), Thomas Bergemann (Kamera)
Die Kruckenbergerin
Sie betreibt eine der letzten Weinstuben in der Region. In ihrer Heimat Wiesent kennt sie sicherlich fast jeder. Doch langsam denkt Irmgard Riedl, bekannt als „die Kruckenbergerin“, ans Aufhören. Das finden nicht nur ihre Gäste traurig, sondern auch wir. Denn bei unserem Portrait haben wir eine aufgeweckte, schlagfertige Frau erlebt, ein echtes Original. Und wo sonst gibt es Wein, frisch gezapft, aus einem Hahn in der Wand? Nina Vilsmeier und Thomas Bergemann haben eine Frau portraitiert, die pure Lebenslust ausstrahlt. Es gab vor und hinter der Kamera viel zu lachen. Dieses Gefühl springt auch beim Zuschauen über. Wenn man hört, was Irmgard Riedl in ihrem Leben mitgemacht hat, bleibt wirklich kein Auge trocken.
Neugierig auf Menschen. Verrückt nach Geschichten. Das beschreibt Nina Vilsmeier ziemlich gut. Schon als Kind hat sie gewusst: Irgendwas mit Medien muss es mal sein. Ob Fernsehen, Radio oder Zeitung… – Hauptsache Menschen und ihre Geschichten sichtbar machen. Nach ihrem Studium und mehreren Praktika ist sie dann 2016 bei TVA gelandet. Erst als Praktikantin, dann Volontärin. Heute ist sie Redakteurin, Moderatorin und Chefin vom Dienst. Neben dem „TVA Journal“ und dem „TVA Wochenrückblick“ verantwortet sie eigene Formate wie „Mein Landkreis Regensburg“ und moderiert auch schon seit vielen Jahren „TVA Horizonte“. Was sie besonders liebt? Echte Begegnungen. Neue Menschen kennenlernen, alte Bekannte wiedersehen und die schönsten Momente einfangen. Ganz ohne großes Tamtam. Unaufgeregt und ehrlich. Echt und nahbar. Mit viel Herz und immer auf Augenhöhe. Denn: Genau so entstehen die schönsten (Fernseh-)Geschichten.
1975 erblickte Thomas Bergemann, das Licht der Welt (ohne damals natürlich zu wissen, dass das Licht beruflich sehr von Bedeutung werden würde). Es folgte das Übliche. Grundschule, Gymnasium (mit LK Kunst) und nach der Schule der Wehrdienst. Ganze drei Tage war er Student, als ihm 1997 TVA Ostbayern einen Praktikumsplatz zusicherte und er sich daraufhin exmatrikulierte. Da er bereits seit seiner Kindheit zeichnet und ein sehr visueller Mensch ist, ist es sein Ziel, zunächst verstärkt Bildsprache und Erzählung durch Bilder zu lernen. Nach dem Praktikum beschließt er, mit dem Volontariat als Kameramann weiter zu machen und ist seitdem bei TVA und kurz nach dem Volo als Leitender Kameramann bis heute tätig.
Beste aktuelle Berichterstattung
regio TV Schwaben
Rudi, eine positive Geschichte aus dem Bereich Integration
Felix Achberger (Redakteur)
Rudi
In der Videopodcast-Reihe „Klappe auf“ wird die Geschichte von Rudi erzählt. Sie ist ein Beispiel für die erfolgreiche Integration eines Flüchtlingskindes in Deutschland. Rudi, ein achtjähriger Junge aus Syrien, wurde 2015 von seiner leiblichen Familie getrennt und kam in ein Kinderheim. Durch die Hilfe des Jugendamts und einer Pflegefamilie konnte Rudi schließlich eine neue Familie finden, die ihn aufnahm und liebte. Die Familie Wanner aus Tiefenbach, insbesondere Kurt und seine Frau, nahmen Rudi auf und adoptierten ihn später. Rudi konnte schnell Deutsch lernen und sich in seine neue Familie einfügen. Er freundete sich mit seinen Mitschülern an und fand Freude in der Schauspielerei. Rudi ist ein Beispiel für die Möglichkeiten der Integration und die Bedeutung von Liebe und Unterstützung für Flüchtlingskinder.
Weitere Folgen der Video-Podcast-Reihe sind hier veröffentlicht:
https://www.regio-tv.de/klappe-auf-der-vodcast/
Felix Achberger ist im Allgäu (bayerische Seite) aufgewachsen. 1991 Umzug nach Ulm. 2002 Studienzeit in Tübingen. Seine Karriere begann 2003 bei DONAU 3 FM, kurz nach dem Sendestart des Radiosenders. Er startete als Praktikant, wurde aber schnell vom damaligen Morningshow-Moderator Stefan Mitrenga entdeckt. Achberger entwickelte sich zur festen Konstante in der Frühsendung des Senders.
Über 20 Jahre lang moderierte er die Morningshow von DONAU 3 FM. Während dieser zwei Dekaden war er bekannt als "Kultmoderator". Im Laufe der Jahre arbeitete er mit mehreren Co-Moderatoren zusammen, darunter Matthias Matuschik, Hakan Turan und Jürgen Ortlieb (10 Jahre gemeinsam) und zuletzt Andi Scheiter (fast 6 Jahre).
Im Dezember 2023 endete seine Zeit bei DONAU 3 FM. Nach tausenden Stunden On-Air wechselte Achberger zu Regio TV Schwaben, um dort für den Fernsehsender tätig zu sein. Mit diesem Schritt verließ er die Radiolandschaft, um neue berufliche Wege einzuschlagen.
Beste Promotionaktion oder Kampagne
rfo-Regional Fernsehen Oberbayern
Johann Auer erzählt - Eine Reise durch Zeit und Brautradition
Lucas Guth (Redakteur)
Johann Auer erzählt
Der KI-Film „Johann Auer erzählt - Eine Reise durch Zeit und Brautradition“ ist wie ein persönliches Erinnerungsalbum, das plötzlich lebendig wird: Aus alten Fotografien der Auerbräu-Brauerei entsteht eine atmosphärische Zeitreise, in der Johann Auer selbst als Erzähler durch die Geschichte „seiner“ Brauerei führt - so, als würde er direkt aus den Bildern heraus zu uns sprechen. Der Film beginnt mit historischen Aufnahmen: ein altes Brauereigelände, Fassreihen, Arbeiter in Arbeitskleidung, der Geruch von Malz scheint fast spürbar. Dann setzt die Erzählstimme ein. Das ist keine trockene Chronik, sondern eine persönliche Geschichte. Die Fotos wirken zunächst wie Dokumente - und werden durch KI-Animationen zu Momenten, die „atmen“.
Lucas Guth ist Redakteur, Moderator und technischer Videojournalist. Er recherchiert, produziert und präsentiert Beiträge für Fernsehen, Radio und Online-Medien. Seit 2024 arbeitet er für das Regional Fernsehen Oberbayern in Rosenheim, seit 2026 zudem als Redakteur und Moderator bei Alpin FM. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er im Rahmen eines Volontariats beim rfo und ergänzte diese durch Weiterbildungen an der RTL Journalistenschule sowie der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Neben seiner journalistischen Tätigkeit engagiert er sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Jugendarbeit, Kommunalgeschichte und verschiedenen kirchlichen Gremien.
Bester Nachwuchsbeitrag
Regio TV Schwaben
Stillstand - Auroras Leben mit ME/CFS
Leonie Erdmann (Volontärin)
Aurora
In der Reportage geht es um eine Erkrankung, die zwar seit Jahrzehnten in der Medizin bekannt ist, aber immer noch kaum erforscht: ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis & Chronisches Fatigue Syndrom). Vor allem seit der Corona-Pandemie erkranken immer mehr Menschen daran, darunter auch Kinder und Jugendliche. Betroffene leiden nicht nur unter den Symptomen von ME/CFS; herausfordernd sind auch die mangelnde Aufklärung innerhalb der Ärzteschaft, die fehlende Unterstützung der Krankenkassen und der Politik und auch die Stigmatisierung der Gesellschaft. Mir persönlich war es unfassbar wichtig, ein Stück Aufklärungsarbeit zu leisten und denen eine Stimme zu geben, die so selten gehört werden. Herausfordernd waren auch: die Komplexität des Themas, die Interviewführung mit der betroffenen Aurora, der erforderliche empathische Umgang und mehrere Seiten (Betroffene, Angehörige, Ärzte, Gesundheitsminis-ter) zu beleuchten. Die Reportage soll zeigen: Es muss sich einiges ändern, damit ME/CFS-Betroffene mit mehr Würde und Lebensqualität leben können.
Leonie Erdmanns Kindheitstraum war es, später mal als Karla Kolumna oder Tagesschausprecherin unterwegs zu sein. Diesen Traum hat sie aber nach dem Abitur erstmal gar nicht weiterverfolgt: sie ging für ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Peru. Dort unterrichtete sie in einer Schule Englisch. Ihrer Leidenschaft für Sprachen ging sie dann wieder in Deutschland nach. Sie studierte an der Universität Augsburg Englisch, Italienisch und Schwedisch. Nach dem Bachelor kam natürlich die große Frage, wie's jetzt weiter geht. Arbeiten als Übersetzerin oder Dolmetscherin? Journalismus und Fernsehen hatte sie zu dem Zeitpunkt gar nicht auf dem Schirm und nur über eine Freundin ist sie auf die offene Volontariatsstelle bei Regio TV Schwaben aufmerksam geworden. So hat alles seinen Lauf genommen. An ihrem Job liebt sie, dass jeder Tag anders ist, sie mit so vielen unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten darf und vor allem, dass sie deren Geschichten erzählen darf. Ihr nächstes Ziel: Moderatorin werden.
Spezialpreis "Kultur, Medien und Kirchen"
Oberpfalz TV, Amberg
Ein Gipfelkreuz für den Monte Kaolino
Bastian Gottswinter (Redaktion), Maria Krös, Corina Gebhardt (beide Kamera und Schnitt)
Monte Kaolino
Der Monte Kaolino in Hirschau ist seit Jahrzehnten ein markantes Wahrzeichen der Oberpfalz. Durch die jahrzehntelange Ablagerung von Quarzsand beim Kaolinabbau ist der rund 120 Meter hohe künstliche Berg entstanden, der heute vor allem touristisch genutzt wird. Nun ist er um ein symbolträchtiges Detail reicher: ein Gipfelkreuz.
Dieses wurde in einer gemeinschaftlich organisierten Aktion auf den höchsten Punkt des Sandbergs getragen. Zwölf verschiedene Gruppen - von lokalen Vereinen über kirchliche Vertreter bis hin zu OTV - übernahmen etappenweise den Transport des rund 50 Kilogramm schweren Kreuzes. Die Idee, das Kreuz auf diese Weise auf den Berg zu transportieren, entstand durch ein Gespräch zwischen Pfarrer Stefan Fischer und OTV-Chefredakteur Bastian Gottswinter.
Corina Gebhardt arbeitet als stellvertretende technische Leiterin bei Oberpfalz TV. Als Kamerafrau und Cutterin begleitet sie Geschichten von der ersten Aufnahme bis zum fertigen Beitrag und verbindet dabei technisches Know-how mit einem Blick für starke Bilder.
Sie begeistert sich besonders für die Möglichkeit, ihre Oberpfälzer Heimat aus immer neuen Perspektiven zu zeigen und die Vielfalt der Region sichtbar zu machen. Dabei ist sie nicht nur hinter der Kamera zu Hause, sondern auch stets auf der Suche nach spannenden Menschen, außergewöhnlichen Geschichten und besonderen Momenten, die den Alltag in der Oberpfalz prägen. Die Verbindung von Technik, Kreativität und lokalem Journalismus ist für sie der Reiz ihrer Arbeit.
Geboren in Würzburg, Studium in Regensburg, heute in Amberg zuhause: Bastian Gottswinter ist der Oberpfalz seit vielen Jahren beruflich wie privat verbunden. An der Universität Regensburg studierte er Germanistik, Politikwissenschaft und Informationswissenschaften, bevor er sein Volontariat bei Oberpfalz TV begann.
Dem Sender ist er bis heute treu geblieben. Aus dem Volontär wurde zunächst Redakteur, später Studioleiter und Chefredakteur. In dieser Funktion verantwortet er nicht nur die redaktionellen Inhalte des Senders, sondern führt auch das Team von OTV. Er schätzt besonders die Verbindung aus Organisation, Programmentwicklung und dem kreativen Austausch mit seinen Kolleginnen und Kollegen. Inhaltlich beschäftigen ihn vor allem politische Themen und die Frage, wie Journalismus Orientierung bieten kann. Dabei hat der Lokaljournalismus für ihn eine besondere Bedeutung: Er macht Entwicklungen vor Ort sichtbar, schafft Nähe zu den Menschen und stärkt das Verständnis für die Themen, die eine Region bewegen.
Maria Krös hat bei Oberpfalz TV mit einem Volontariat im Bereich Schnitt begonnen und hat anschließend eine Ausbildung zur Mediengestalterin Bild und Ton absolviert. Seither ist sie in verschiedenen Bereichen der Fernsehproduktion tätig und arbeitet sowohl als Cutterin als auch als Kamerafrau. Besonders schätzt sie an ihrer Arbeit die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen und die Möglichkeit, die vielen Facetten der Oberpfalz kennenzulernen. Immer wieder ist sie auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten, spannenden Drehorten und besonderen Perspektiven. Besonders wohl fühlt sich Maria bei actionreichen Produktionen. Ob Sportveranstaltungen, spektakuläre Events oder Drehs unter besonderen Bedingungen – genau dort ist sie in ihrem Element und fängt mit ihrer Kamera die Momente ein, die in Erinnerung bleiben.