Soziale Netzwerke sind für junge Menschen heute zentrale Räume der Kommunikation, Information und Orientierung. Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube und teilweise auch Games prägen, welche Themen sichtbar werden, wie Meinungen entstehen und wie sich Jugendliche miteinander austauschen. Gleichzeitig nutzen auch extremistische Akteure diese digitalen Räume gezielt, um junge Menschen anzusprechen – oft mit Memes, Codes oder scheinbar harmlosen Botschaften, die Aufmerksamkeit erzeugen und Gemeinschaft versprechen. Hinter dieser niedrigschwelligen Ansprache können jedoch ideologische Narrative stehen, die Jugendliche Schritt für Schritt in radikale Denkweisen hineinziehen.
Sicherheitsbehörden beobachten seit einigen Jahren mit wachsender Sorge, dass Radikalisierungsprozesse zunehmend online stattfinden und immer häufiger auch Minderjährige betreffen. Doch wie funktionieren diese Strategien im Netz? Warum sind Jugendliche besonders anfällig für solche Angebote? Welche Rolle spielen Games, Plattformlogiken, Influencer-Strategien oder digitale Subkulturen? Und welche Verantwortung tragen Plattformen, Politik, Bildungseinrichtungen und Medien im Umgang mit digitaler Radikalisierung?
Die Podiumsdiskussion bringt Perspektiven aus Wissenschaft, Medien, Sicherheitsbehörden und Politik zusammen, um über Ursachen, Dynamiken und mögliche Gegenstrategien zu sprechen.
