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Vielfalt vor Ort: Der private Rundfunk als „auditives Gedächtnis“ im Freistaat - Studie zur Entwicklung des lokalen Rundfunks in Bayern / erste Ergebnisse präsentiert

17.10.2019 | 56 / 2019

„Vielfalt vor Ort. Die Entwicklung des lokalen und regionalen Rundfunks in Bayern unter dem Dach der BLM.“ Unter diesem Motto läuft an der Universität Bamberg unter der Leitung von Professor Dr. Markus Behmer und Vera Katzenberger seit zwei Jahren ein vom Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) initiiertes Forschungsprojekt. Einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen die Ergebnisse 2020, erste Zwischenergebnisse skizzierte Prof. Behmer bereits in der heutigen Sitzung des Gremiums.

„Eine Herausforderung ist, dass gerade in den Anfangsjahren des privaten Rundfunks wenig archiviert wurde und auch Unternehmens­unterlagen kaum zugänglich sind. Wir betreiben hier quasi Grundlagen­forschung“, sagte Prof. Behmer.

Erste Befunde präsentierte Prof. Behmer beispielsweise zum Aufbau der Redaktionen, deren Strukturen Projektpartner von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in den Blick genommen haben. Das Fazit der Langzeitanalyse: „Die Entwicklung der Redaktionsorganisation lokaler Radio- und Fernsehsender in den 35 Jahren kann mit den Schlagworten Technisierung, Professionalisierung und Formatierung umschrieben werden.“ Aufgrund neuer digitaler Audio-Angebote sei ganz aktuell zu beobachten: „Erfolgreiche Moderatoren werden zur Persönlichkeit mit Gesicht und Haltung auf allen Kanälen. Sie zu finden, auszubilden und langfristig bei der eigenen Marke zu halten ist neben der zunehmenden Konkurrenz durch Video- und Audio-Streaming die wohl größte Herausforderung für den lokalen Rundfunk der Zukunft.“

Walter Keilbart, der Vorsitzende des BLM-Medienrates: „Mehr als 30 Jahre lokaler Rundfunk im Freistaat sind Anlass genug, die gesell­schaftliche und kulturelle Bedeutung des lokalen Rundfunks in Bayern auch wissenschaftlich aufzuarbeiten. Es gilt, dieses auditive Gedächtnis der unterschiedlichen Kulturlandschaften im Freistaat zu erhalten und greifbar zu machen. Die Zwischenergebnisse der Studie versprechen, dass unser Konzept aufgeht.“

Siegfried Schneider, der Präsident der BLM: „Den privaten Rundfunk im Freistaat als wesentlichen Kulturträger im lokalen Bereich zu würdigen, war und ist Antrieb der Landeszentrale bei diesem Forschungsprojekt. Gerade in unserer globalen Medienwelt sind die lokale Berichterstattung und die Personality der Moderatorinnen und Moderatoren das ausschlaggebende Alleinstellungsmerkmal des Lokalfunks. Umso mehr freut es mich, dass bereits die Zwischenergebnisse der Studie bestätigen: Heimat gewinnt – das war, ist und bleibt auch in der digitalen Welt der unverwechselbare USP und das Erfolgsgeheimnis des lokalen und regionalen Privatfunks in Bayern.“

Informationen zu allen Ergebnissen aus der Medienrats-Sitzung vom 17.10.2019 finden Sie hier.

Kontakt:
Stefanie Reger
Tel.: (089) 638 08-315
stefanie.reger@blm.de