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Autokino-Events: Übertragung von Filmton via UKW-Frequenz ist medienrechtlich nur anzeigepflichtig

Autokinos erleben während der Corona-Krise eine Renaissance. Bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien sind verschiedene Anfragen auf Durchführung von Autokino-Events eingegangen, bei denen der Filmton via UKW-Frequenz in die PKWs der Besucherinnen und Besucher übertragen werden soll.

Vorgehen 

Grundsätzlich gilt: Die Übertragung eines Filmtons per UKW-Frequenz im Rahmen von Autokino-Veranstaltungen muss der BLM nur angezeigt werden, bevor der Veranstalter bei der Bundesnetzagentur eine UKW-Frequenz beantragen kann. Diese Anzeige muss folgende Angaben enthalten: den Verantwortlichen für die UKW-Aussendung sowie den Ort und die Dauer der Veranstaltung.

Die Anzeige sollte der BLM möglichst frühzeitig per Mail übermittelt werden an: rundfunkversorgung@blm.de.

Die Zuweisung einer geeigneten UKW-Frequenz für die Ton-Übertragung erfolgt durch die Bundesnetzagentur. In Bayern ist für die Zuweisung von UKW-Frequenzen die Außenstelle der Bundesnetzagentur in Nürnberg: (Nuer5.Postfach@bnetza.de) zuständig.

Veranstaltungsrundfunk

Wichtig ist die Unterscheidung zum Veranstaltungsrundfunk: Wenn es sich z.B. um ein Konzert oder ein Kirchenfest auf dem Autokino-Gelände handelt, das moderiert, live übertragen oder mit einem eigenen Radio-programm begleitet werden soll, muss dafür bei der Landeszentrale eine medien­rechtliche Genehmigung beantragt werden. Sie gilt nur für die Dauer der Veranstaltung und die Besucher des Veranstaltungsgeländes.

Mehr Informationen zu den Kriterien für Veranstaltungsrundfunk gibt es im Blog blmplus.

Hinweis im Rahmen der Corona-Epidemie

Bitte beachten Sie die nach wie vor gültigen Einschränkungen in Bayern gemäß der Änderung der Fünften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 12. Juni 2020:

§ 20 Kulturstätten

(2) 1 Kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Konzerthäusern, auf sonstigen Bühnen und im Freien sowie die dafür notwendigen Proben und anderen Vorbereitungsarbeiten sind nur unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

  1. Der Veranstalter hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass grundsätzlich zwischen allen Teilnehmern, also Besuchern und Mitwirkenden, die im Verhältnis zueinander nicht zu dem in § 2 Abs. 1 bezeichneten Personenkreis gehören, ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann; bei Einsatz von Blasinstrumenten und bei Gesang ist ein Mindestabstand von 2 m einzuhalten; Chorgesang im Bereich der Laienmusik ist unzulässig.
  2. Unter Beachtung der Anforderungen nach Nr. 1 sind in geschlossenen Räumen höchstens 50 und unter freiem Himmel höchstens 100 Besucher zugelassen.
  3. Für die Besucher gilt in geschlossenen Räumen Maskenpflicht.
  4. Für die Mitwirkenden gilt in geschlossenen Räumen, in denen sich auch Besucher aufhalten oder der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, Maskenpflicht; dies gilt nicht, soweit dies zu einer Beeinträchtigung der künstlerischen Darbietung führt oder wenn der Mitwirkende einen festen Platz eingenommen hat und den Mindestabstand einhält.
  5. Der Veranstalter hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen; soweit ein von den Staatsministerien für Wissenschaft und Kunst und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachtes Rahmenkonzept besteht, ist dieses zugrunde zu legen.
  6. Für gastronomische Angebote gilt § 13.

2 Für Veranstaltungen unter freiem Himmel gilt § 5 Satz 2 entsprechend.

(3) Für Kinos gilt Abs. 2 entsprechend mit der Maßgabe, dass dem Schutz- und Hygienekonzept das von den Staatsministerien für Gesundheit und Pflege und für Digitales bekannt gemachte Rahmenkonzept zugrunde zu legen ist.

Quelle: https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-334/