Cookie Hinweis

Archiv / Suche:

Zurück zur vorherigen Seite

Ausschreibung der drahtlosen lokalen UKW-Hörfunkfrequenz 88,2 MHz für das Versorgungsgebiet Landkreis Berchtesgadener Land

19.12.2001 | A

Bekanntmachung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien

A.
Grundlagen der Bekanntmachung

Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (Landeszentrale) schreibt die Nutzung der UKW-Hörfunkfrequenz 88,2 MHz am Sendestandort Bad Reichenhall und der zugeordneten Füllsenderfrequenz 89,0 MHz am Standort Högl sowie 98,1 MHz am Standort Berchtesgaden nach folgenden Maßgaben aus:

1. Das bisher über die genannten Frequenzen verbreitete lokale Hörfunkprogramm Radio Untersberg kann wegen Insolvenz der Radio Untersberg Programmanbieter GmbH & Co. KG nicht plangemäß fortgeführt werden. Für das Gebiet des Landkreises Berchtesgadener Land (Versorgungsgebiet) soll weiterhin ein lokales Hörfunkprogramm verbreitet werden. Das Programm und insbesondere Informationen müssen in angemessener Weise auf das von der Landeszentrale festgesetzte
Versorgungsgebiet bezogen sein. Das Gesamtprogramm soll auch kulturelle und unterhaltende Elemente mit lokalem Charakter enthalten.

2. Im Interesse der geringstmöglichen Schädigung der wirtschaftlichen Grundlagen des künftigen Sendebetriebs beabsichtigt die Landeszentrale, eine übergangsweise Aufrechterhaltung des Sendebetriebs zu genehmigen, soweit dies mit bisher am lokalen Hörfunk beteiligten Kräften möglich ist. Eine Bewerbung für die Mitwirkung am lokalen Hörfunk Berchtesgadener Land setzt die Bereitschaft voraus, sich an den zur Aufrechterhaltung
des Übergangsprogramms erforderlichen Kosten angemessen zu beteiligen. Auf die Auswahlkriterien gemäß § 7 der Hörfunksatzung vom 9. Oktober 1998 (StAnz. Nr.
42), geändert durch Satzung vom 1. März 1999 (StAnz. Nr. 9) wird ergänzend hingewiesen. Die Hörfunksatzung ist im Internetangebot der Landeszentrale unter www.blm.de abrufbar.

3. Die Landeszentrale behält sich vor, zur Stärkung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit für das Versorgungsgebiet Berchtesgadener Land eine Zusammenarbeit mit benachbarten Sendestandorten bzw. eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit ausländischen
Radiostationen zu organisieren.

B
Organisationsverfahren

1. Interessierte Bewerber werden aufgefordert, bis spätestens 18. Januar 2002 (Ausschlussfrist) ein verbindliches Angebot schriftlich bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Heinrich-Lübke-Straße 27, 81737 München oder Postfach 830 151, 81701
München, einschließlich aller Anlagen in 2facher Ausfertigung einzureichen, das mindestens folgende Angaben enthält:
a) Firmierung des Bewerbers mit allen handelsrechtlich relevanten Angaben (Sitz, Geschäftsführung etc.) und Name und Anschrift eines örtlich verfügbaren Bevollmächtigten, ferner Offenlegung der Inhaber- und Beteiligungsverhältnisse (Kapital- und Stimmrechtsanteile)
des Bewerbers,
b) ein Programmschema und eine ausführliche Beschreibung der eigenen Programmvorstellungen (Musik und Wort) mit der Angabe des angestrebten Anteils eigengestalteter Beiträge und inländischer Produktionen sowie der Art der Informationsbeschaffung; die
Beschreibung muss insbesondere umfassen die programminhaltlichen Vorstellungen des Bewerbers zum Bezug des Programmangebots auf das Versorgungsgebiet, zur Darbietung von Unterricht, Bildung, Kultur und Unterhaltung, zu Umfang und Platzierung der gewünschten Sendezeit und zur Sendedauer; geplante Zulieferungen sind anzugeben,
c) Darlegung der geplanten oder vorhandenen personellen, organisatorischen und technischen Möglichkeiten zur Abwicklung des Programmangebots,
d) Darstellung der finanziellen Planung für eine Gewährleistung des Programmangebots,
e) Erklärung der Bereitschaft zur Kostenbeteiligung gemäß Buchstabe A Nr. 2 und zur Zusammenarbeit mit anderen Anbietern,
f) Zusicherung des Besitzes und rechtzeitigen Erwerbs aller notwendigen Rechte für die Programmbeiträge und deren Verbreitung, insbesondere Verwertungs- und Leistungsschutzrechte und
g) Zusicherung der Einhaltung der Programmgrundsätze des Art. 5 BayMG und der vom Medienrat erlassenen Programmrichtlinien.

2. Der Bewerber hat verbindlich zu erklären, dass er Auskunftsersuchen bzw. Nachweisverlangen der Landeszentrale entsprechen wird, die im Zuge des Organisationsverfahrens zur Klärung weiterer Fragen an ihn gerichtet werden.

3. Eine frühere Bewerbung auf eine frühere Ausschreibung oder eine bisher bestehende Stellung als – auch sendender – Programmanbieter, Spartenanbieter oder Zulieferer oder
sonst Beteiligter ersetzten nicht die Bewerbung und die strikte Einhaltung aller vorstehenden beschriebenen Förmlichkeiten der Bewerbung im Rahmen dieser Ausschreibung.

4. Angebote, die nach Ablauf der Ausschlussfrist eingehen oder die in Nr. 1 Buchstabe a, e bis g geforderten Angaben nicht vollständig enthalten, können nicht berücksichtigt werden.

5. Für die Bearbeitung des Angebots wird ein Kostenvorschuss in Höhe von 500,- € (i.W. fünfhundert Euro) erhoben. Dieser ist durch Verrechnungsscheck, welcher der Bewerbung beizufügen ist, zu bezahlen. Die Bearbeitung des Angebots unterbleibt, solange der Kostenvorschuss nicht gutgeschrieben werden kann. Wird der Kostenvorschuss nicht innerhalb einer von der Landeszentrale gesetzten Frist geleistet, gilt der Antrag als zurückgenommen.

München, den 19.12.2001

Bayerische Landeszentrale für neue Medien

Martin Gebrande
Geschäftsführer