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9. Sitzung des Digital-Ausschusses

19.03.2019

Tagesordnung

  1. Wahl des Vorsitzenden
  2. Genehmigung der Niederschrift über die 8. Sitzung des Digital-Ausschusses des Medienrats am 27.11.2018

  3. New TV: Überblick über aktuelle Entwicklungen

  4. Förderung Lokal-TV nach Art. 23 BayMG: Projekte 2019

  5. MediaLab Bayern: aktueller Bericht

  6. Verschiedenes

Ergebnisse

  • TOP 1:  Wahl des Vorsitzenden

Mit Ende der 17. Legislaturperiode des Landtages sind die für diesen Zeitraum bestellten Mitglieder aus dem Medienrat ausgeschieden. Im Digitalausschuss betraf das auch den Vorsitzenden Berthold Rüth. Der Landtag hat mit Wirkung ab 1. Januar 2019 seine Vertreter für die 18. Legislaturperiode für den Medienrat bestimmt. Auch der Digital-Ausschuss ist nun wieder vollständig besetzt.

Da mit Ausscheiden von Berthold Rüth das Amt des Vorsitzenden verwaist ist, muss es nun wieder besetzt werden. Rüth wird – ohne Gegenvorschläge - einstimmig in geheimer Wahl zum neuen Vorsitzenden gewählt.

  • TOP 3:  New TV: Überblick über aktuelle Entwicklungen

Den Ausschussmitgliedern werden aktuelle Entwicklungen im Bereich der Bewegtbildnutzung vorgestellt, verbunden mit den Hinweis, dass die Medientage München zu einer thematisch entsprechenden Veranstaltung am 11. April ins Haus der Bayerischen Wirtschaft einladen.

Nach aktuellen Nutzungszahlen des Beratungsunternehmens Goldmedia ändert sich das Nutzungsverhalten insbesondere für lineare Inhalte im Verhältnis zu Video on Demand. In der Gruppe der unter 30-Jährigen überwiegt die Nutzung von VOD gegenüber dem klassischen Fernsehen. Die klassische Fernsehnutzung verliert langfristig.

In aktuellen TV-Geräten sind inzwischen meist VOD-Möglichkeiten integriert. Dabei werden auch durch den Gerätehersteller eigene VOD-Portale generiert. Goldmedia geht bis 2023 von einer Verdopplung der VOD-Umsätze aus.

Relevante VOD-Marktteilnehmer in Deutschland sind vorrangig Netflix und Amazon. Mit vergleichsweise geringeren Nutzerzahlen folgen Eurosport Player, DAZN, Maxdome und Sky Ticket. Was die Hardware betrifft, haben Geräte wie Amazon Fire TV und Google Chromecast, mittlels derer TV-Geräte streamingfähig werden, eine starke Verbreitung.

Eine Sonderrolle nimmt waipu.tV ein, indem zusätzlich zu linearen Programmen aus VOD-Inhalten für den Nutzer ein scheinbar lineares Programm generiert wird. Durch die Internetanbindung ist es mittels HbbTV möglich, Zusatzinhalte zum linearen Programm bereitzustellen. Dies wird auch für eine individuelle Werbeansprache und Tracking genutzt.

In der Diskussion werden Regulierungsfragen angesprochen, insbesondere, wie damit umzugehen ist, dass einige Werbeansätze im klassischen Fernsehen verboten, online aber erlaubt sind.

In der Debatte über die Zukunft des klassischen Fernsehens wird verdeutlicht, dass die Entwicklung nicht übermäßig rasant aber stetig erfolgt. Die Nutzungszeit von linearen Angeboten liegt noch deutlich über der der VOD-Nutzung. Wie sich das Nutzungsver­halten der jüngeren Zielgruppen künftig entwickeln wird, ist jedoch die große Frage.

Außerdem wird über die Bedeutung der Entwicklungen für die lokalen Rundfunkanbieter und Fragen der Refinanzierung gesprochen.

  • TOP 4: Förderung Lokal-TV nach Art. 23 BayMG: Projekte 2019

Die Ausschussmitglieder werden über die gemäß Art. 23 BayMG geförderten Verbreitungs-Infrastrukturen von Fernsehprogrammen und damit einhergehende Neuerungen informiert.

Die Hauptempfangswege für TV in Deutschland sind Kabel und Satellit. Nur ein geringer Anteil entfällt auf Terrestrik oder IPTV. Der Anteil der TV-Nutzung über das offene Internet liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Die Verteilung der lokalen Programme in Bayern auf die unterschiedlichen Infrastrukturen erfolgt durch die Bayerische Medientechnik.

Erläutert werden die Kosten für die Verbreitung des lokalen Fernsehens in Bayern sowie die für 2019 geplanten neuen Projekte. So wird beispielsweise künftig auch die Internet­verbreitung aus Art. 23-Mitteln gefördert.

  • TOP 5:  MediaLab Bayern: aktueller Bericht

Die Ausschussmitglieder werden über den Status Quo und aktuelle Entwicklungen des MediaLab Bayern informiert.

Der Präsident betont, dass sich das MediaLab Bayern, ein Projekt der BLM zur Förderung von Startups im Bereich des Journalismus, in den letzten zwei bis drei Jahren sehr erfolgreich entwickelt habe.

Der Freistaat wolle nun die Förderung ausbauen. Ein Ableger in Ansbach wird am 18. April 2019 eröffnet. Inzwischen gibt es eine Kooperation mit New York; Gespräche über eine Kooperation mit Tel Aviv werden gegenwärtig geführt.

Es sei Teil der BLM-Strategie, so Schneider, sich mit den Medienentwicklungen der Zukunft zu beschäftigen. Dies gehe Hand in Hand mit den neuen Entwicklungen beim MedienNetzwerk Bayern und den Medientagen München.