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5. Sitzung des Medienkompetenz-Ausschusses

20.03.2018

Tagesordnung

1. Genehmigung der Niederschrift über die 4. Sitzung des Medienkompetenz-Ausschusses des Medienrats am 21.11.2017

2. Aktueller Bericht

3. Monetarisierung in Games aus Jugendschutzsicht und aus medienpädagogischer Sicht

4. Vorbereitung Forum Medienpädagogik

5. Vorstellung der Broschüre „Urheberrecht – Tipps, Tricks und Klicks“

6. Verschiedenes
 

Ergebnisse

  • Aktueller Bericht

Am 12. März 2018 hat eine Delegation der katalanischen Medienbehörde Conseil de L’Audiovisual de Catalunya (CAC) die BLM für einen Erfahrungsaustausch über aktuelle Themen der Medienaufsicht in Deutschland und Katalonien besucht. Im Ausschuss erfolgt ein Bericht über diesen Erfahrungsaustausch.

Die Ausschussmitglieder werden über ein Gespräch des Bereiches Medienkompetenz und Jugendschutz mit Discovery Deutschland am 5. Dezember 2017 informiert. Der Jugendschutzbeauftragte stellte die Entwicklung technischer Instrumente seitens der Discovery-Jugendschutzabteilung zur Bewältigung des hohen Prüfaufkommens vor.

Beim JFF-Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis ist eine wissenschaftliche Begleitforschung zu „Dein Flimmo“, der Kinderbeilage zum Programmratgeber FLIMMO, in Auftrag gegeben worden, um Anregungen zur Weiterentwicklung der Kinderbeilage zu bekommen.

  • Monetarisierung in Games aus Jugendschutzsicht und aus medienpädagogischer Sicht

Die Ausschussmitglieder werden über das Thema „Monetarisierung in Games“ aus Jugendschutzsicht und aus medienpädagogischer Sicht informiert. Dabei geht es um das Online-Geschäftsmodell der so genannten „Lootboxen“, das neben dem Kaufpreis für das jeweilige Spiel weitere finanzielle Einnahmen für die Spieleanbieter ermöglicht. Das Thema ist derzeit häufig Gegenstand der öffentlichen Diskussion.

Risikofaktoren bei Games aus Jugendschutzsicht sind Interaktionsmöglichkeiten, ökonomische Rahmenbedingungen und die Förderung exzessiven Spielverhaltens - Herausforderungen, die der gesetzliche Jugendmedienschutz noch nicht erfasst. Um die genannten Risikofaktoren in der Spruchpraxis anwenden zu können, müssten die gesetzlichen Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages geändert werden. Im Rahmen der medienpädagogischen Betrachtung werden Lootboxen als weiteres Geschäftsmodell der Anbieter betrachtet. Sie sprächen das „emotionale“ Belohnungs­system der Kinder an und könnten deshalb zu übermäßigen Ausgaben verleiten. Deshalb sei aus Sicht der BLM vor allem die Information der Eltern wichtig, da diese andere Erfahrungen in ihrer Kindheit gemacht hätten. Die Stiftung Medienpädagogik Bayern biete hier mit den kostenlosen, bayernweiten Elternabenden Unterstützung.

Die Ausschussmitglieder würdigten in der anschließenden Diskussion die Vorgehensweise der BLM zum Thema Lootboxen.

  • Vorbereitung Forum Medienpädagogik

Zur Vorbereitung der 62. Sitzung des Forums Medienpädagogik am 16. Juli 2018 einigen sich die Ausschussmitglieder auf die Themenvorschläge „Lernen mit digitalen Medien“ und „KIM- und JIM-Studie: Forschungsdesign und Methodik“.

  • Vorstellung der Broschüre „Urheberrecht – Tipps, Tricks und Klicks“

Die Ende 2017 veröffentlichte Broschüre „Urheberrecht – Tipps, Tricks und Klicks“ wird vorgestellt. Ziel sei es gewesen, einerseits das Bewusstsein für einen verantwortungs­vollen Umgang mit fremden Inhalten unter Berücksichtigung des Urheberrechts zu stärken und andererseits das komplexe Thema auf verständliche Weise zu erklären. Der Ausschuss schätzt die neue Broschüre genauso wie die BLM-Publikationen „Alles auf Empfang?“ und „Apps sicher nutzen“ als hilfreiche Materialien für Eltern, Lehrer und Erziehende ein.