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Zeitenwende: Vom Video zum Bewegtbild
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Zeitenwende: Vom Video zum Bewegtbild

Noch nie seit dem Start des dualen Rundfunksystems Mitte der 1980er-Jahre wurden Geschäftsmodelle der TV-Branche so radikal hinterfragt wie zurzeit. Das alles wird vom 23. bis 25. Oktober 2019 während der Medientage München diskutiert. Deren Motto lautet in diesem Jahr: „Next Digital Level. Let‘s build the Media we want!“

Text: Petra Schwegler

Die Veränderungen im deutschen TV-Markt haben 2019 deutlich an Geschwindigkeit gewonnen. Immer mehr Zuschauer wenden sich Netflix zu, die Reichweiten der TV-Programme gehen zurück, die Werbeumsätze stagnieren. Die Programmanbieter reagieren, passen Geschäftsmodelle, Strukturen und Management an den Wechsel vom linearen zum nicht-linearen TV und Streaming an. Auch der neue Medienstaatsvertrag soll einen neuen Rahmen schaffen, um Zulassung und Aufsicht von TV-Programmen sowie YouTube-Angeboten zu regeln. Aus Fernsehen wird Bewegtbild – und die Branche steht Kopf. Dieser Phase der großen Einschnitte tragen die 33. Medientage München (#mtm19) vom 23. bis 25. Oktober im ICM München Rechnung.

TV-Gipfel: Markt im Umbruch

Der zweite Kongress-Tag wird vom TV-Gipfel unter der Überschrift „Neu-Ordnung – Der deutsche TV-Markt im Umbruch“ eröffnet. Speaker aus dem In- und Ausland werden die aktuelle, sich verschärfende Konkurrenzsituation im Markt widerspiegeln: Für den Streaming-Anbieter Amazon begleiten die Manager Georgia Brown und James Farrell die Diskussion, für die Pay-TV-Plattform Sky Deutschland wird Elke Walthelm argumentieren, und fürs klassische Fernsehen sprechen unter anderem Vox-Geschäftsführer Sascha Schwingel und Radio-Bremen-Intendantin Yvette Gerner. Auf der Agenda steht die Veränderung durch Online-Trends ebenso wie die Reaktion der etablierten Fernsehmacher auf die neuen Marktpartner.

Wie es um den deutschen Bewegtbildkosmos sowohl bei Anbietern als auch bei Empfängern steht, wird deutlich, wenn am 24. Oktober erstmals im Rahmen der Medientage München der Digitalisierungsbericht Video 2019 der Medienanstalten vorgestellt wird. Die Studie liefert seit 15 Jahren zentrale Kennzahlen und Analysen zur Entwicklung der Fernseh- und Bewegtbildnutzung in Deutschland. Beim VoD Special ziehen unter anderem Katja Hofem (Joyn), Jan Wachtel (TV Now) und Nicolas Paalzow (Pantaflix) eine Zwischenbilanz der deutschen Netflix-Herausforderer. Neben dem Blick auf Video on Demand „made in Germany“ werden die wichtigsten Streaming-Finanzierungsmodelle vorgestellt. Darüber hinaus skizzieren Berater der Fincons Group aktuelle Entwicklungen im globalen Bewegtbildmarkt.

Grafik: rosepistola.de 
unter Verwendung von: Lia Li/Shutterstock.com
iStock.com / Eugene Valter
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