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Bericht des Präsidenten

22.07.1999 | MR / 19

Unter dem Motto "MediaVisionen 2000 plus" werden die 13. MEDIENTAGE MÜNCHEN vom 18. bis 20. Oktober 1999 die zentrale Kommunikationsebene der Medien- und I+K-Branche sein. Erstmals in seiner Geschichte wird Deutschlands ältester und bedeutendster Medien-Kongreß seinen Besuchern aus dem In- und Ausland ein Branchen-Event der kurzen Wege präsentieren: Konzentriert unter dem Dach des Internationalen Congress Center München (ICM) der Neuen Messe München wird den Kongreßteilnehmern - erwartet werden über 5000 Teilnehmer - ein klar gegliedertes, vielfältiges Programm geboten.

Wie Sie dem ausgeteilten Programm-Flyer entnehmen können, wird folgenden Schwerpunkten jeweils eine eigene Themenschiene gewidmet: Film/Produktion, Multimedia/Internet, Werbung, Fernsehen, Hörfunk, Medienpolitik sowie Medienausbildung/Profession. Im Mittelpunkt der MEDIENTAGE MÜNCHEN steht - kurz vor Eintritt in das Media-Millennium - die Diskussion um die Konsequenzen aus dem Zusammenwachsen von Medien und Internet für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. 14 von 54 Veranstaltungen beschäftigen sich mit diesem Themenbereich. Am dritten Kongreßtag dreht sich alles um die Printmedien, außerdem wird über verschiedene Spezialthemen diskutiert. Die Veranstaltungen am dritten Kongreßtag finden an zentral gelegenen Orten in der Münchner City statt.

Zu den Höhepunkten des diesjährigen Kongreßprogrammes zählt der traditionelle Mediengipfel, zu dem sich als Gäste von Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber die Spitzen der deutschen Medienunternehmen in München versammeln. Zentrale Themen werden die Zukunft des öffentlichrechtlichen Rundfunks, die Fortentwicklung des Dualen Rundfunksystems im digitalen Zeitalter sowie die Globalisierung der Medienwirtschaft sein.
Der BLM-Rundfunkkongreß setzt sich insbesondere mit der programmlichen Entwicklung im deutschen Fernsehen auseinander. Außer der Qualitätsdebatte, an der auch Experten aus dem europäischen Ausland teilnehmen, steht auch die Fußballvermarktung auf dem Themenplan. Darüber hinaus können Hörfunkmacher etwas über die neuesten Entwicklungen im Bereich "Radio und Internet" erfahren. Der Werbegipfel München, der seit dem vergangenen Jahr unter dem Dach der MEDIENTAGE MÜNCHEN veranstaltet wird, greift das Thema "Werbung in der multimedialen Welt" auf und beschäftigt sich mit den Folgen der Globalisierung für Media-Einkauf und Vermarktung.
Unter Federführung des FilmFernsehFonds Bayern (FFF) erhält der Themenbereich Film/Produktion erstmals eine eigene Kongreßschiene, was die gestiegene Bedeutung dieser Branche dokumentiert. "Der Film im Börsenfieber" und "Strategien für das Produzieren von morgen" stehen hier im Mittelpunkt der Diskussionsrunden.
Die Printmedien präsentieren sich im Rahmen des "Zeitungsforums" des Bundesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger, einer Podiumsdiskussion der Süddeutschen Zeitung, eines Symposiums zur Zukunft der Zeitschriften sowie einer Gemeinschaftsveranstaltung des Verbandes der Bayerischen Verlage und Buchhandlungen und der Bertelsmann Buch AG. Somit wird in München eine komplette Übersicht über die Entwicklungen in der Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchbranche geboten. Eine Reihe von Specials, darunter ein arbeitsrechtliches Symposium von ARD und ZDF, runden das MEDIENTAGE-Programm ab.

Neu im MEDIENTAGE-Programm plaziert wurde der Aus- und Fortbildungskongreß, der erstmals eine Übersicht über die neuen Berufsbilder der Medien- und I+K-Branche gibt und vor allem Schulabgängern und Erstsemestern als wichtige Orientierungshilfe dienen wird. Eigens für diese Zielgruppe präsentieren eine Reihe von Aus- und Fortbildungsinstitutionen unter dem Dach des MedienCampus Bayern e.V. neue Berufsbilder. Parallel dazu wird im Rahmen der "digital signs" die Ausbildungsstraße eröffnet, auf der 30 Aus- und Fortbildungsinstitutionen aus dem Medienbereich detaillierte Informationen und intensive Beratung anbieten.

Die Fachausstellung "digital signs", die dieses Jahr zum sechsten Mal veranstaltet wird, findet parallel zu den Kongreßveranstaltungen im Foyer des ICM statt. Als Fach- und Publikumsmesse bietet die "digital signs" neben dem aktuellsten Stand der Technik im Bereich der Unterhaltungselektronik, der Informations- und Kommunikations-Hardware auch Einblicke in die Welt der Programm-Macher von Hörfunk, Fernsehen und Internet. Auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern präsentieren Aussteller aus dem In- und Ausland ihre Produkte und Projekte.

Am Kongreßprogramm - mit mehr als 50 Veranstaltungen und circa 400 Referenten - sind über 40 Unternehmen und Institutionen als Mitveranstalter beteiligt. Mehrere brancheninterne Tagungen, Pressekonferenzen und -gespräche ergänzen das Rahmenprogramm des Kongresses. Der Bayerische Rundfunk wird während der MEDIENTAGE MÜNCHEN seine Tore wieder für alle öffnen und Einblicke in die Welt der Programmproduktion bieten. Den Reigen der festlichen Abendveranstaltungen eröffnet die Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises bereits am Sonntag, dem 17. Oktober 1999, im Münchner Prinzregententheater, gefolgt von Deutschlands größter Medien-Insider-Party, dem traditionellen Get-Together, das am Montag, 18. Oktober, stattfindet. Zu den vielen Neuerungen der diesjährigen MEDIENTAGE MÜNCHEN zählt auch der Wechsel in der Organisation: Die DVB Multimedia Bayern GmbH veranstaltet diesen bedeutenden Fachkongreß mit Unterstützung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, des FilmFernsehFonds Bayern und der Bayerischen Staatsregierung.

Informationen zur Juli-Sitzung des Forums Medienpädagogik

Erstmals als neue Mitglieder nahmen Vertreter und Vertreterinnen aus dem Rundfunkrat teil. Insgesamt haben bisher 10 Vertreter des Rundfunkrats ihr Interesse an der Arbeit des Forums Medienpädagogik angemeldet:

Dies wird ohne Zweifel den Dialog zwischen den privaten und den öffentlichrechtlichen Anbietern fördern.
Jugendschutz und Medienpädagogik sind ja nicht nur Themen der Privaten, sie müssen übergreifend diskutiert werden. Hier kann zukünftig auch das Forum Medienpädagogik eine Plattform bieten.
Jugendschutz ist nur dann glaubwürdig, wenn beide Systeme einbezogen sind: Private und Öffentlich-Rechtliche müssen hier an einem Strang ziehen. Im Vordergrund der Diskussionen im Forum Medienpädagogik stand schon immer die Vernetzung medienpädagogischer Aktivitäten. Auch hier ist der Austausch öffentlichrechtlicher und privater Interessen sicherlich fruchtbar.

Die neuen Mitglieder erhielten in der Sitzung zunächst eine Einführung über die bisherige Arbeit des Forums Medienpädagogik. Hier wurde betont, daß die BLM seit ihrem Bestehen auf dem Gebiet der Medienpädagogik schon immer Projekte unterstützt, initiiert oder durchgeführt hat. Mit der aktuellen Novellierung des Bayerischen Mediengesetzes wurden diese Aktivitäten bestätigt: Daß die medienpädagogischen Projekte der BLM so erfolgreich sind, ist mit ein Verdienst der Arbeit des Forums Medienpädagogik.

In der Sitzung wurden verschiedene Projekte vorgestellt. Die neuen Mitglieder aus dem Rundfunkrat waren dabei sichtlich beeindruckt von der Vielfalt der medienpädagogischen Aktivitäten der BLM.

Die 5. Fachtagung des Forums Medienpädagogik findet im Rahmen der Medientage am 20. Oktober 1999 in der Zeit von 14.00 Uhr bis ca. 17.30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Film- bzw. Stadtmuseum in München.

Am Vormittag läuft dort die Veranstaltung des Bayerischen Landesjugendamtes, unter dem Titel "Harte Kerle - Schöne Frauen, Entwicklung der Geschlechterrollen in Film und Fernsehen".
Unser Ziel war es, beide Veranstaltungen miteinander zu verknüpfen.

In Anbindung an die Veranstaltung des Bayerischen Landesjugendamtes wollen wir in diesem Jahr die Beschäftigung mit Fernsehhelden in den Mittelpunkt der Fachtagung stellen. Fernsehhelden gehören zum Alltag vieler Kinder und Jugendlicher. Abhängig von Geschlecht, Alter und persönlichen Vorlieben gehen sie auf verschiedene Fernsehfiguren zu. Fernsehhelden verleihen ihren Wünschen, Ängsten und Hoffnungen Ausdruck.

Unter dem Titel "Fernsehhelden - Vorbilder, Abbilder, Zerrbilder" wird sich die Fachtagung in diesem Jahr damit beschäftigen, wie Medien Vorbilder schaffen, welche Rollenbilder hier vorgegeben werden, und was Kinder und Jugendliche damit machen. Wir wollen auch diskutieren, wie Eltern, Lehrer und Erzieher mit den Fernsehhelden der Kindergartenkinder und Schüler umgehen können.

Wir planen am Nachmittag ein zweiteiliges Podiumsgespräch mit Vertretern aus der Forschung, Lehrern, Erziehern, Elternvertretern, einem "Fernsehhelden" und einem Vertreter eines Fanclubs. Die Diskussion verspricht, sehr lebendig zu werden. Als Fernsehhelden konnten wir einen Soapstar aus dem "Marienhof" gewinnen. Entsprechend wird auch ein Mitglied eines Marienhof-Fanclubs eingeladen.