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BLM-Präsident Ring fordert konzertierte Vermarktungsaktion für Digital Radio und spricht über die Weiterentwicklung der bayerischen Hörfunk- und Lokalfernsehkonzepte - Siebte BLM-Lokalrundfunktage in Nürnberg eröffnet

08.06.1999 | L1 / 1999

Vor rund 700 Teilnehmern hat der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring am 8. Juni 1999 die siebten BLM-Lokalrundfunktage in Nürnberg eröffnet. Die zweitägige Veranstaltung steht unter dem Themenschwerpunkt Werbung und Marketing. Mit zahlreichen Workshops, internationalen Keynotes, einem Screening mit europäischen und US-amerikanischen Lokalfernsehformaten, einer Aussstellung der lokalen bayerischen Rundfunkanbieter und einer Fotoausstellung zum Thema "Radio" bieten die Lokalrundfunktage ein praxisorientiertes Forum für den Informationsaustausch zwischen Lokalfunkern, Fernsehmachern, Marketing-Verantwortlichen, Agenturen und der Forschung. Für Unterhaltung ist zudem gesorgt durch die Verleihung der BLM-Hörfunk- und Fernseh-Preise und dem Mediensommerfest auf der Kaiserburg.

Prof. Ring ging in seiner Eröffnung vor allem auf die Themen Digital Radio, Fortentwicklung der bayerischen Lokalradio- und Lokalfernsehkonzepte und Hörfunk-Marketing ein. Bezüglich Digital Radio betonte er, daß es nach dem Start des Regelbetriebs in Bayern und dem bevorstehenden Start in anderen Bundesländern nun dringend eine gemeinsam konzertierte Aktion der Gerätehersteller, Programmanbieter, Sendenetzbetreiber und der Automobilindustrie zur Vermarktung von Digtial Radio geben müsse. Als realistisches Ziel nannte er den Absatz von 10.000 Endgeräten im Jahr 1999. Von der Regulierungsbehörde Telekommunikation und Post (RegTP) mahnte Ring eine maßvolle Gebührenpolitik und mehr Flexibilität bei der Vergabe von DAB-Frequenzen an. "Es kann nicht sein, daß die Einführung einer neuen Technologie durch kleinliche, bürokratische Maßnahmen erschwert wird und wir damit auch industriepolitisch eine Chance verschenken", so Ring.

Im folgenden äußerte er sich erleichtert darüber, daß der Bayerische Rundfunk nach nunmehr 15 Monaten die Planungsfreigabe für die von der Landeszentrale beantragten UKW-Frequenzen erteilt habe. Damit werde es für die BLM endlich möglich mit der Umsetzung des im Herbst 1997 verabschiedeten erweiterten Hörfunkkonzepts zu beginnen. Dabei geht es um die Verbesserung der Frequenzsituation des Lokalfunks und von ANTENNE BAYERN, um terrestrische Stützfrequenzen für Radio Melodie und um die Inbetriebnahme von Zweitfrequenzen an bisherigen Einfrequenzstandorten.

Als wichtigstes Ergebnis der bisherigen Diskussionen um das bayerische Lokalfernsehkonzept nannte Ring die Gründung der Arbeitsgemeinschaft bayerische Fernsehprogramm-Anbieter (ABF), die neue Programmelemente für die lokalen Fernsehanbieter produziere und dem Programmaustausch untereinander fördere. Hinsichtlich der Gespräche mit dem Bayerischen Rundfunk und privaten Interessenten für eine Zulieferung und Vermarktung, mahnte Ring rasche Ergebnisse an: Seine Zielvorstellung bleibe es, nach der Sommerpause mit einem umgesetzten Lokalfernsehkonzept zu starten.
 

Rückfragen (nur vom 8. bis 9. Juni):
Dr. Wolfgang Flieger
Tel: 0911/8606-643; -644
Fax: 0911/8606-647; -642