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Pressemitteilung des Verbandes Bayerischer Lokalrundfunk und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien / Ministerpräsident Dr. Stoiber erhält ersten Bayerischen Lokalrundfunkpreis

17.11.1999 | 86 / 1999

Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber ist mit dem Bayerischen Lokalrundfunkpreis ausgezeichnet worden. Der bayerische Regierungschef erhielt die vom Verband Bayerischer Lokalrundfunk (VBL) erstmals vergebene Auszeichnung am Dienstag, den 16. November 1999, für seine Verdienste um den bayerischen Lokalrundfunk im Rahmen der Feierlichkeiten zum 15jährigen Jubiläum des Verbandes. Das 15jährige Bestehen von Deutschlands größter und ältester Interessenvertretung lokaler und regionaler Rundfunkanbieter feierten in der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) mehr als 200 Vertreter aus Medienpolitik und Medienwirtschaft.

In seiner Dankesrede lobte der Ministerpräsident den VBL als „treibende Kraft der lokalen Radio- und Fernsehmacher". Das Engagement und der Sachverstand der dort organisierten Sender hätten wesentlich zum Entstehen der „vielfältigen Rundfunkstruktur, die wir in Bayern erreicht haben", beigetragen. Stoiber dankte in diesem Zusammenhang auch den Vertretern der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). Die Landeszentrale habe „sich von Anfang an für eine flächendeckende Versorgung mit lokalen Rundfunkangeboten eingesetzt" und „die Chancen des Bayerischen Mediengesetzes konsequent genutzt."

Stoiber versprach den Vertretern der bayerischen Lokalsender weiterhin die Unterstützung der Staatsregierung. Von den „Chancen der Digitalisierung" dürften nicht allein die „global players" sondern auch kleine und mittelständige Medienunternehmen profitieren. Der Ministerpräsident begrüßte überdies die Anstrengungen der lokalen TV-Anbieter und der BLM zur Schaffung eines gemeinsamen Werbeverbundes. Die Entscheidung der Mehrheit der Lokalsender für einen überregionalen Vermarktungsverbund halte er „für einen vielversprechenden Anfang". „Gebot der Stunde" sei nun, eine zusätzliche gemeinsame Vermarktung auf bayerischer Ebene zu schaffen, „um die Abhängigkeit der lokalen Fernsehstationen vom Teilnehmerentgelt weiter zu reduzieren".

Der VBL-Vorsitzende Willi Schreiner sprach sich in diesem Zusammenhang für eine Weiterführung des Teilnehmerentgeltes aus. Diese „Anschub-Finanzierung" sei „in den nächsten Jahren noch zwingend erforderlich, oder es wird kein lokales Fernsehen in den Regionen mehr geben", warnte Schreiner. Insgesamt appellierte Schreiner in seiner Rede an die Politik, weiterhin die bayerischen Lokalsender zu unterstützen. „Ohne diesen Schutz können wir nicht die Heimatsender bleiben, die wir heute sind", stellte Schreiner fest.

BLM-Präsident Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring würdigte in seiner Laudatio die Verdienste Stoibers um den Medienstandort Bayern. Ohne die „tatkräftige Entwicklung und Durchsetzung des bayerischen Medienkonzeptes" durch den früheren Staatskanzlei-Chef wäre die „Entstehung der vielfältigen und pluralistischen Rundfunklandschaft in Bayern nicht möglich gewesen", hob Ring hervor. Dies gelte vor allem für den Aufbau der lokalen Rundfunklandschaft in Bayern. Während in manchen Bundesländern bis heute noch darüber diskutiert werde, ob lokaler Rundfunk sinnvoll und rentabel sei, habe die bayerische Politik schon vor zwölf Jahren den Lokalfunk als „die eigentliche Innovation und Marktlücke im Bereich des privaten Rundfunks gesehen, die von den öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht besetzt werden konnte", sagte Ring.

Fotos: Tel. 0 94 21 / 83 05 94