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BLM-Präsident: Ausbau der Übertragungskapazitäten im Kabelfernsehen überfällig

10.02.2000 | 15 / 2000

Den Ausbau der Übertragungskapazitäten für Kabelfernsehen in Deutschland auf 862 MHz zur Überwindung der Engpass-Problematik hat BLM-Präsident Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring als überfällig bezeichnet. In seinen Ausführungen im Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien am 10. Februar 2000 erläuterte Ring die Pläne der Telekom-Tochter Kabel Deutschland GmbH (KDG) zum Ausbau der Kabelanlagen, der in Bayern vorrangig in den Großstädten München, Nürnberg und Augsburg beginnen soll.

Der Ausbau der Kabelfernseh-Übertragungskapazitäten sei von großer Bedeutung, so Ring, weil die Engpass-Problematik in den Kabelnetzen durch die Vielzahl neuer Programmangebote an Schärfe zunehme. Vor diesem Hintergrund sei auch erklärbar, dass BR alpha als einspeisepflichtiges Programm in Bayern zwar bereits von 1,7 Mio Kabelhaushalten empfangbar sei, aber im Breitband-Verteilnetz München noch nicht vorhanden sei.

Zwar hat die BLM mit Inkrafttreten der Kanalbelegungssatzung BR alpha bereits am 1. August 1998 als verpflichtend einzuspeisendes Programm eingestuft. Dennoch konnte die Einspeisung von BR alpha bis zum 1. Juli 1999 nicht erfolgen, da nach Mitteilung der Deutschen Telekom AG bis zu diesem Zeitpunkt der Bayerische Rundfunk den Einspeisevertrag mit dem Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland GmbH (KDG) nicht abgeschlossen hatte. Die Landeszentrale kann jedoch keine Kanalzuweisung anordnen und durchsetzen, wenn kein Vertrag zwischen dem Kabelnetzbetreiber und dem Veranstalter besteht.

Seit Vertragsabschluss wurde die Kanalbelegung des Programms BR alpha von der Landeszentrale durch Genehmigung entsprechender Genehmigungsvorschläge der Kabel Deutschland GmbH forciert. Der Belegungsvorschlag für das Breitbandverteilnetz München wurde von der BLM am 05.01.2000 genehmigt. Die Umsetzung erfolgte bisher nicht, da aufgrund des von der KDG gemachten Kanalbelegungsvorschlags NBC aus dem Kabelnetz München herausfallen muss. Hintergrund der zögerlichen Behandlung durch die KDG sind nach Erkenntnisstand der BLM weit reichende Zusagen des Kabelnetzbetreibers gegenüber dem Anbieter NBC auf Verbleib in den Kabelnetzen in Bayern.