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BLM-Präsident mahnt erneut freiwillige Verhaltensgrundsätze der privaten Fernsehanbieter für die Psycho-Formate an

21.02.2001 | 12 / 2001

Der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und Vorsitzende der Gemeinsamen Stelle Jugendschutz und Programm der Landesmedienanstalten (GSJP), Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, begrüßte die Äußerungen des Vorsitzenden der CSU- Medienkommission, Markus Söder, zur Problematik der Reality-Soaps und Psycho-Formate für Kinder und Jugendliche.
Ring wörtlich:" Diese Formate stellen aus wirtschaftlichen Erwägungen Werte und Verhaltensgrundsätze unserer Gesellschaft in Frage und haben damit negative Auswirkungen vor allem auf Kinder und Jugendliche. Zudem bringt diese Entwicklung einen deutlichen Image- und Niveauverlust des privaten Fernsehens mit sich, das seiner gesellschaftlichen Verantwortung immer weniger gerecht wird". Ring hat in seiner Funktion als Vorsitzender der GSJP in den vergangenen Wochen mehrmals die Entwicklung freiwilliger Verhaltensgrundsätze für die Reality-Soaps und Psycho-Formate beim Verband der privaten Fernsehanbieter VPRT angemahnt.

Der von Söder geforderte Ethikrat für das Fernsehen sei in Bayern aber mit dem Medienrat der Landeszentrale bereits verwirklicht, so Ring:" Im plural besetzten Medienrat sind alle wichtigen gesellschaftlichen Kräfte vertreten. Der Medienrat setzt sich seit Jahren kritisch mit der Entwicklung des Fernsehens auseinander und trägt diese Wertediskussion in die verschiedenen Gruppierungen unserer Gesellschaft. Hinsichtlich der aktuellen Entwicklung wird der Medienrat in seiner nächsten Sitzung eine an die privaten Veranstalter gerichtete Resolution zu den Psycho-Formaten verabschieden".

Wie Söder warnte Ring die öffentlich-rechtlichen Anstalten ebenfalls Psycho-Formate auszustrahlen. Der Programm-Direktor der ARD, Günter Struve, hatte vor kurzem erklärt, er könne sich eine Sendung wie Big Brother auch in der ARD vorstellen.