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Jugendmedien-Förderprogramm "In eigener Regie" feierte 10. Geburtstag - Zukünftig werden auch Multimedia-Projekte unterstützt

20.03.2001 | 16 / 2001

"Der Altersdurchschnitt in diesen Räumen ist selten so niedrig..." erklärte Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), als er am vergangenen Wochenende die Abschlussveranstaltung "In eigener Regie" eröffnete.

Aus ganz Bayern waren rund zweihundert - zumeist jugendliche - Besucher in die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) gekommen, um den 10. Geburtstag des in Deutschland einzigartigen Jugendmedien-Förderprogramms "In eigener Regie" zu feiern, das vom Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF) und der BLM seit 1991 gemeinsam veranstaltet wird. Präsentiert wurden 14 Film- und 12 Audiobeiträge, die von Jugendgruppen mit Hilfe der Fördermittel und fachlicher Beratung im vergangenen Jahr produziert wurden. Dabei nutzten die Jugendlichen das gesamte Spektrum formaler Gestaltung, um sich mit Themen aus ihrer Lebenswirklichkeit auseinander zu setzen. So gingen beispielsweise Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b der Volksschule Ursensollen in ihrer Dokumentation den Spuren der ehemaligen Lokalbahn Amberg-Lauterhofen nach. Die Gruppe N.I. Pictures aus Bayreuth stellte mit ihrer zynischen Mediensatire "Single Show" den ausufernden Reality-Show-Wahnsinn an den Pranger. Im Audiobereich wurden u.a. Umwelt- oder Schulthemen in verschiedenen Hörspielen und Features zu Gehör gebracht.

Höhepunkt des abendlichen Festprogramms war der Auftritt des Münchener Improvisationstheaters "Fastfood". Anschließend nutzten die jungen Medienmacherinnen und -macher die Gelegenheit, ihre Projekte bei entspannter Partystimmung mit den anwesenden Medienfachleuten zu diskutieren. Die Veranstalter zeigten sich rundum zufrieden mit der Resonanz, die die Veranstaltung bei Besuchern und Teilnehmern gefunden hat. Die engagierten Medienproduktionen der Jugendlichen zeigen deutlich, dass mit "In eigener Regie" Medienkompetenz, aber auch Spaß und Einsatzbereitschaft vermittelt werden.

Interessierte Jugendliche können sich für den Förderzeitraum 2001 noch bis zum 30. März bewerben. Jugendgruppen aus Bayern, deren Mitglieder nicht älter als 26 Jahre sind, können im Rahmen des Förderprogramms Sachmittelzuschüsse bis zu einer Höhe von DM 8.000 für Film-, Video- und Multimediaprojekte beantragen. Für Audioprojekte ist der Förderhöchstbetrag DM 3.000. Daneben gibt es Betreuung und Beratung durch medienpädagogische Fachkräfte, Bereitstellung von Geräten und Workshops mit Radio-, Film- und Fernsehprofis. Weitere Informationen gibt es beim JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, "In eigener Regie", Pfälzer-Wald-Straße 64, 81539 München oder unter www.jff.de/ier.