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BLM-Präsident Ring feiert seinen 60. Geburtstag - Ministerpräsident Stoiber dankt Ring für seine großartige Arbeit

27.03.2001 | 25 / 2001

Der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, feiert am 27. März 2001 seinen 60. Geburtstag. Als Leiter des Referats Medienpolitik der Bayerischen Staatskanzlei hat Ring Anfang der 80er Jahre maßgeblich an der Entstehung des Bayerischen Medienerprobungs- und -entwicklungsgesetzes mitgewirkt und damit an der Etablierung des dualen Rundfunksystems in Bayern und Deutschland. Zunächst als Beauftragter, dann als Geschäftsführer und seit 1990 als Präsident der BLM, hat er entscheidenden Anteil am Aufbau und der Entwicklung der privaten Hörfunk- und Fernsehangebote in Bayern. Der bayerische Ministerpräsident, Dr. Edmund Stoiber, gratulierte Ring zu seinem 60. Geburtstag persönlich und dankte ihm für seine großartige Arbeit. "Ohne Sie wäre Bayern heute nicht der Medienstandort in Deutschland. Wir brauchen Sie weiterhin noch eine lange Zeit, um den Medienstandort Bayern als Nr. 1 zu verteidigen", so Stoiber wörtlich. Ring, dessen Amtszeit im Juli dieses Jahres abläuft, hat bereits bekannt gegeben, dass er für eine vierte Amtsperiode kandidieren wird.

Wolf-Dieter Ring wurde 1941 in Wien geboren. Nach seinem Jura-Studium an der Universität München und ersten beruflichen Stationen beim Verein der Bayerischen Chemischen Industrie und im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, war er von 1975 bis 1978 persönlicher Referent des Intendanten des Bayerischen Rundfunks, Reinhold Vöth. 1978 wechselte er als Leiter des Referats Medienpolitik in die Bayerische Staatskanzlei. In dieser Funktion war er u.a. Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Rundfunkbegriff" der Rundfunkreferenten der Länder. Von 1980 bis 1985 war er zudem als Geschäftsführer der Projektkommission zum Kabelpilotprojekt München mit der Entwicklung und dem Aufbau der neuen Medien in Bayern beschäftigt. In seinen Jahren in der Staatskanzlei hat Ring eng mit dem damaligen Leiter der Staatskanzlei und heutigen Ministerpräsidenten, Dr. Edmund Stoiber, zusammengearbeitet.

Als Beauftragter der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien baute er von April bis Dezember 1985 die BLM auf, bevor er von 1986 bis 1989 die Geschäftsführung der Landeszentrale übernahm. Von Mai 1987 bis November 1989 war Ring zudem Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM). Ebenfalls von Mai 1987 bis Februar 1993 stand er dem Arbeitskreis "Rechts- und Grundsatzangelegenheiten" der DLM vor. Zwischen März 1993 und Dezember 1998 war er Vorsitzender der Technischen Kommission der Landesmedienanstalten. Seit Januar 1999 ist er Vorsitzender der Gemeinsamen Stelle Jugendschutz und Programm der Landesmedienanstalten.

Neben den Feldern Jugendschutz und Medienpädagogik gehört Rings besondere Aufmerksamkeit seit Jahren dem Bereich Aus- und Fortbildung. So war er 1990 Mitbegründer und Mitinitiator des Fachstudiengangs Medienmarketing an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing (BAW), dem er seitdem auch als Leiter vorsteht. Zudem gehörte er 1992 zu den Mitbegründern der Bayerischen Akademie für Fernsehen (BAF), deren Vizepräsident er ist. Im September 1993 wurde der erfahrene Medienjurist zum Honorarprofessor für Rundfunkpolitik und neue Medien der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität ernannt.

Im Weiteren hat der BLM-Präsident u.a. folgende Funktionen inne:

- Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Bayerischen Medien Technik (BMT)
- Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und des Aufsichtsrats der Bayern Digital Radio (BDR)
- Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DVB-Multimedia Bayern GmbH
- Stv. Aufsichtsratsvorsitzender und Mitglied des Vergabeausschusses des FilmFernsehFonds Bayern (FFF)
- Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Aus- und Fortbildungskanals Bayern
- Vorsitzender des Kuratoriums des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF)
- Mitglied des Vorstands des MedienCampus Bayern e.V.

Ring hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Schriften, Aufsätze und Gutachten zu rundfunkpolitischen Themen veröffentlicht. U.a. ist er Herausgeber der Loseblattsammlung Medienrecht - Rundfunk, Neue Medien, Presse - Bundesrepublik Deutschland, Österreich, Schweiz und Mitverfasser des seit 1989 erscheinenden Kommentars zum Rundfunkstaatsvertrag mit Hartstein, Kreile, Dörr und Stettner. Anfang 2001 hat Ring im Auftrag des Verbandes Österreichischer Zeitungen ein viel beachtetes Gutachten zur "Entwicklung eines dualen Fernsehsystems in Österreich" erstellt.

1996 wurde Ring mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet, 1999 wurde ihm das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.