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BLM-Präsident Ring zu Meldungen über eine bevorstehende Übernahme der KirchGruppe

26.03.2002 | 15 / 02

Zu Meldungen über eine kurz bevorstehende mehrheitliche Übernahme der KirchGruppe durch die Medienunternehmer Rupert Murdoch und Silvio Berlusconi erklärt der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring:

"Schon heute sind die Medienunternehmen von Rupert Murdoch und Silvio Berlusconi mit geringen Anteilen an der KirchGruppe beteiligt. Wenn sich jetzt mit diesen Unternehmern Investoren gefunden haben, die bereit sind, die Aktivitäten der Kirch-Gruppe bei den verschiedenen privaten Rundfunksendern mit Blick in die Zukunft weiterzuführen, ist dies vor allem auch im Interesse der Arbeitsplätze und der großen programmlichen Kompetenz und Substanz, die hier über viele Jahre aufgebaut wurde, zunächst einmal zu begrüßen. Allerdings werden sich die international tätigen Unternehmer auch an unsere deutschen Spielregeln halten müssen. Rundfunkfreiheit, Einhaltung journalistischer Grundsätze, Jugendschutz und Qualitätssicherung haben in unserem ausgeprägten dualen Rundfunksystem mit zahlreichen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern einen besonderen Stellenwert, der mit der Situation in den USA, Australien und Italien nicht unmittelbar vergleichbar ist.

Wenn uns die entsprechenden Anträge für die geplante Übernahme vorliegen, werden wir die medienrechtlichen Fragen im Kreis der Landesmedienanstalten und mit der für die Sicherung der Meinungsvielfalt im privaten Rundfunk zuständigen Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) konstruktiv abarbeiten."