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BLM strebt integrative Lösung beim Lokalfernsehen in München an

21.03.2002 | 09 / 02

Der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien hat in seinem Bericht in der heutigen Sitzung des Medienrats folgende Stellungnahme zum Lokalfernsehen in München abgegeben:

"Wir haben gestern hier im großen Sitzungssaal eine Anhörung mit den Bewerbern zum regionalen Fernsehen München und Oberland durchgeführt. Die Ausschreibungsfrist ist am 8. Februar abgelaufen. Grundlage waren die entsprechenden Beschlüsse des Medienrats. Es haben sich insgesamt 21 Bewerber gemeldet, und es sind wichtige Unternehmen dabei, die auch die notwendige wirtschaftliche Kraft aufbringen könnten, das Regionalfernsehen zum Erfolg zu bringen. Eine überzeugende, auch wirtschaftlich tragfähig erscheinende Lösung ist vor allem deshalb angebracht, um die Kontinuität der lokalen Fernsehangebote in München zu gewährleisten. Im Hinblick auf die heutige Medienratssitzung und den gestrigen Anhörungstermin habe ich mit Schreiben vom 11.3.2002 unter Bezugnahme auf die Berichterstattung in der Presse die KirchGruppe gebeten, mir eine Information hinsichtlich der weiteren Entwicklung bei tv.münchen zu geben. Mit Schreiben vom 20.3.2002 hat mir Dr. Klaus Piette folgendes mitgeteilt. Ich zitiere: "Im Zuge der gegenwärtigen Überlegungen über eine Restrukturierung einzelner Teile der KirchGruppe haben wir entschieden, unser Engagement im Ballungsraumfernsehen auf der Gesellschafterebene nicht weiter fortzusetzen. Die unterschiedlichen Optionen für die konkrete Umsetzung dieser Beschlusslage werden derzeit geprüft. Dabei liegt die Präferenz der KirchGruppe - insoweit sicherlich im Einklang mit der Interessenlage der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien - auf einer Fortführung des Senders tv.münchen mit einer allerdings veränderten Gesellschafterstruktur". Soweit die wesentlichen Sätze aus dem Schreiben vom 20. März 2002.

Aufgrund von Meldungen nach der gestrigen Sitzung hat mich heute Vormittag Herr Dr. Piette nochmals angerufen und seine Aussagen im Schreiben vom 20. März 2002 präzisiert und ergänzt. Die KirchGruppe möchte, so Dr. Piette, ihr Engagement beim Ballungsraumfernsehen dann aufrechterhalten, wenn sie einen Investor findet, der das wirtschaftliche Risiko übernimmt.

Wenn es der KirchGruppe gelingt, und das betrifft ja nicht alleine nur München, sondern auch Hamburg und Berlin, den Zusammenbruch des Ballungsraumfernsehens doch noch zu vermeiden, so könnte aus der gegenwärtigen Situation eine programmlich und wirtschaftlich erfolgversprechende Gesamtlösung werden. Für eine solche Lösung könnte von Nutzen sein, dass sich tv.münchen auch für das regionale Fernsehen München und Oberland beworben hat. Hieraus könnte sich eine Fortführungsperspektive ergeben. Eines möchte ich am Schluss noch besonders betonen: Alle Lösungen, die wir anstreben, müssen auch Zukunftschancen von Mitarbeitern bei tv.münchen im Focus haben, die über viele Jahre mit großem Engagement ein gutes Programm gemacht haben.

Entscheidend ist, dass wir eine Zukunftslösung definieren, die eine realistische Chance auf programmlichen und wirtschaftlichen Erfolg aufweist. In der Bewältigung dieser schwierigen Situation in München liegt auch die Möglichkeit für neue Modelle, die dieses Ziel besser erreichen, als die bisherige Struktur."