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Funkanalyse Bayern 2002: Spitzenposition für Lokalradios und ANTENNE BAYERN Deutliche Reichweitenzuwächse für Lokalfernsehen Anhaltendes Wachstum der Internet-Nutzung

11.06.2002 | L2 / 02

Nach der Funkanalyse Bayern 2002 haben sowohl die bayerischen Lokaradios als auch ANTENNE BAYERN deutliche Hörergewinne erzielt. Die bayerischen Lokalradios haben wiederum die höchste Reichweite von allen in Bayern empfangbaren Radioprogrammen erzielt: 32,3 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren hören an einem durchschnittlichen Werktag (Montag - Freitag) mindestens ein Lokalradioprogramm. Das sind mehr als 3 Millionen Personen ab 14 Jahren. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr beträgt 3 Prozentpunkte bzw. 292.000 Hörer. Die Reichweite von ANTENNE BAYERN ist um 1,4 Prozentpunkte auf 27,0 Prozent gestiegen; das entspricht rund 2,5 Millionen Hörern pro Tag. Die Programme des Bayerischen Rundfunks erzielten folgende Werte: Bayern 1 erreichte wie im Vorjahr 26,1 Prozent, Bayern 3 19,1 Prozent (Vorjahr 18,7 Prozent). Von den Spartenprogrammen des Bayerischen Rundfunks erzielte B 5 aktuell mit einen Zuwachs von 0,5 Prozent auf nunmehr 5,9 Prozent wiederum das beste Reichweitenergebnis. Bayern 2 Radio und Bayern 4 Klassik erzielten eine Reichweite von 3,3 bzw. 1,9 Prozent.

Diese Ergebnisse gehören zu den wichtigsten Resultaten der heute veröffentlichten Funkanalyse Bayern 2002, die im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und unter finanzieller Beteiligung der bayerischen Anbieter von NFO Infratest MediaResearch durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden von Januar bis März 2002 repräsentative Daten zur Hörfunknutzung von insgesamt 26.465 Personen ab 14 Jahren erhoben und ausgewertet. Wie im Vorjahr wurden computergestützte Telefon-Interviews (CATI) zur Datenerhebung eingesetzt. Dadurch wird eine besonders differenzierte Erfassung des Radiohörens sowie eine besonders gute Ausschöpfung mobiler Zielgruppen ermöglicht. Die Reichweite für Radiohören insgesamt ist nach dem Rückgang in 2001 wieder um 1,3 Prozentpunkte auf 85,4 Prozent angestiegen. Die durchschnittliche Hördauer hat um sechs Minuten auf 227 Minuten pro Tag zugenommen. Von dieser Zeit entfällt auf die Lokalradios mit 57 Minuten wie im Vorjahr ein Marktanteil von 25 Prozent. Bayern 1 erreichte mit 58 Minuten ebenfalls wie im Vorjahr einen Marktanteil von 26 Prozent. Auf ANTENNE BAYERN entfällt mit 52 Minuten ein Marktanteil von 23 Prozent (plus 3 Prozentpunkte). Bayern 3 erreichte mit 31 Minuten einen Marktanteil von 14 Prozent (plus 1 Prozentpunkt). Zusammengenommen erreichten die bayerischen Privatprogramme einschließlich Radio Melodie und Klassik Radio mit jeweils einem Prozent Marktanteil einen Gesamtwert von 50 Prozent, der den Marktanteil der fünf Programme des Bayerischen Rundfunks mit insgesamt 44 Prozent deutlich übertrifft.

ANTENNE BAYERN wird im Hinblick auf Aktualität, Professionalität, Sympathie, Glaubwürdigkeit und Aktionen in der Öffentlichkeit von seinen Hörern besser als alle anderen Hörfunkangebote in Bayern beurteilt. Bei der Bewertung der Bürgernähe wurden die Lokalprogramme an Einfrequenzstandorten wie schon traditionell wieder am besten beurteilt.

Bei der Bewertung der lokalen und regionalen Berichterstattung sowie den örtlichen Veranstaltungshinweisen erzielten die Lokalprogramme an Einfreqenzstandorten überdurchschnittlich gute Ergebnisse. ANTENNE BAYERN zeichnet sich vor allem durch sein Musikangebot, die Moderation sowie den Servicebereich aus.

Radio Ramasuri und Radio Arabella Spitzenreiter bei den Lokalradios

Die Lokalprogramme an den Einfrequenzstandorten erreichen an einem durchschnittlichen Werktag 26,3 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Mit einer Tagesreichweite von 33,1 Prozent hat Radio Ramasuri in Weiden/Amberg den langjährigen Spitzenreiter Radio Plassenburg mit 32,9 Prozent auf Platz 2 unter den Lokalprogrammen an Einfrequenzstandorten verwiesen. Es folgen Radio AWN in Straubing mit 30,7 Prozent sowie Radio Untersberg im Berchtesgadener Land mit 28,4 Prozent. Gute Ergebnisse erreichten auch die Lokalsender Radio Mainwelle (Bayreuth) mit 25,9 Prozent, Radio PrimaTon (Schweinfurt) mit 25,5 Prozent, Radio Prima 1 (Memmingen) mit 22,6 Prozent sowie Radio RT.1 Nordschwaben (Donauwörth) mit 20,8 Prozent.

An den Standorten mit zwei Lokalprogrammen erzielten die lokalen Angebote zusammengenommen im Durchschnitt eine Reichweite von 33,0 Prozent. Aufgrund ihrer guten Ergebnisse sind insbesondere folgende Stationen hervorzuheben: Radio IN (Ingolstadt) mit einer Reichweite von 27,0 Prozent, Radio Euroherz (Hof) mit 26,3 Prozent, Radio Charivari Würzburg mit 25,2 Prozent, Radio Primavera (Aschaffenburg) mit 24,2 Prozent, Radio Charivari Regensburg mit 23,1 Prozent, Radio Gong (Würzburg) mit 23,1 Prozent, Radio Bamberg mit 20,9 Prozent sowie RSA Radio (Kempten) mit 20,1 Prozent.

Das Jugendprogramm Radio Galaxy erzielte am Sendestandort Bamberg auf Anhieb eine Reichweite von 15,8 Prozent in seinem Sendegebiet, obwohl auch der etablierte Anbieter Radio Bamberg deutliche Hörergewinne verzeichnen konnte. Mit 13,3 Prozent in Landshut, 8,7 Prozent in Aschaffenburg, 8,6 Prozent in Ingolstadt, 8,2 Prozent in Kempten und 6,5 Prozent in Rosenheim erzielten auch die übrigen Galaxy-Stationen in Bayern durchweg respektable Ergebnisse.

An den Mehrfrequenzstandorten erreichen die Lokalprogramme eine Tagesreichweite von durchschnittlich 42,8 Prozent.

In München hat Radio Arabella mit einer Reichweite von 18,5 Prozent in seinem etwas größeren Sendegebiet seine Spitzenposition noch einmal um 3,5 Prozent-punkte ausgebaut und erreicht nun 315.000 Hörer pro Tag, gefolgt von Radio Gong 96,3 mit 12,6 Prozent (191.000 Hörer im Stereoempfangsgebiet). Energy 93.3 erzielte eine Reichweite von 10,1 Prozent (153.000 Hörer) vor Radio Charivari 95.5 mit 8,8 Prozent (133.000 Hörer). Radio 2Day erreicht 1,7 Prozent der Bevölkerung im Stereoempfangsgebiet München (25.000 Hörer), während F.A.Z. 92.4 München mit 0,4 Prozent 6.000 Hörer pro Tag erreicht. Die Reichweite des Aus- und Fortbildungs-radios AFK M 94,5 ist mit 0,6 Prozent (9.000 Hörer) stabil geblieben.

In Nürnberg hat Radio Energy 106,9 mit einem Plus von 7,5 Prozentpunkten auf 9,7 Prozent den größten Zuwachs erzielt. Hitradio N1 liegt mit einer Reichweite von 12,9 Prozent an erster Stelle vor Radio F mit 12,7 Prozent, Radio Charivari mit 11,3 Prozent und Radio Gong mit 10,5 Prozent. In Augsburg erreicht Radio Fantasy 19,3 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahre gefolgt von Hit Radio RT.1 mit 18,8 Prozent.

Kabel- und Satellitenempfang stagniert

Die Nutzung der in Bayern verbreiteten Fernsehprogramme wurde in der Funkanalyse Bayern 2002 wiederum in einer eigenständigen Stichprobe mit ebenfalls telefonischen Interviews erhoben. Zusätzlich zur Hörfunkerhebung wurden von Januar bis März 2002 weitere 15.957 Befragungen zum Zuschauerverhalten und zur Empfangbarkeit der Fernsehprogramme in Bayern durchgeführt. Durch die Stagnation des Kabel- und Satellitenempfangs hat sich die technische Empfangbarkeit der bundesweiten Vollprogramme RTL und SAT.1 mit Werten von jeweils 94 Prozent praktisch nicht mehr verändert. ProSieben und RTL II können ebenfalls von mehr als 90 Prozent der bayerischen Bevölkerung empfangen werden. N24 konnte noch einen deutlichen Zuwachs von 44 Prozent auf 62 Prozent Empfangbarkeit verbuchen.

Bezogen auf die einzelnen Empfangsebenen haben sich gegenüber 2001 keine relevanten Veränderungen ergeben: Der Empfang über Breitbandkabel stagnierte bei 45 Prozent, der Satellitendirektempfang bei 44 Prozent. Ausschließlich über terrestrische Frequenzen werden die Fernsehprogramme wie im Vorjahr noch von 8 Prozent der bayerischen Bevölkerung ab 14 Jahren empfangen. Weitere 3 Prozent haben kein TV Gerät zur Verfügung bzw. machen keine Angaben zum TV-Empfang. 7,8 Prozent der Bevölkerung verfügen bereits über eine digitale Empfangsmöglichkeit via Kabel (4,6 Prozent) oder Satellit (3,2 Prozent).

30 Prozent Reichweitenzuwachs für lokales Fernsehen

In Bayern erreichen die Lokalen Fernsehprogramme an einem durchschnittlichen Werktag Montag bis Freitag 9,5 Prozent der Bevölkerung (+2,2 Prozentpunkte). Das entspricht 884.000 Personen ab 14 Jahren und einem Zuwachs von 208.000 Zuschauer gegenüber 2001. Die lokalen Fernsehanbieter haben damit ihre Reichweite um 30,8 Prozent gesteigert. Im Hinblick auf die Vermarktung ist besonders erfreulich, dass die Reichweitenzunahme überproportional in der werberelevanten Zielgruppe der 14 bis 49jährigen erfolgt ist (+ 138.000).

In bayerischen Kabelhaushalten kommen die Lokalen TV Stationen zusammen auf 15,4 Prozent Seher gestern (Mo-Fr) und stehen damit auf einem sehr erfolgreichen 7. Rangplatz hinter dem Ersten Programm der ARD, RTL, dem ZDF, Sat.1, ProSieben und dem Bayerischen Fernsehen.

Das bayerische Lokalfernsehen hat bei seinen Zuschauern (Weitester Seherkreis) zudem ein hervorragendes Image: Jeweils zwischen 80 und knapp 90 Prozent Zustimmung in Bezug auf Eigenschaften wie Glaubwürdigkeit, Sympathie, Aktualität, Bürgernähe und Zuverlässigkeit und über 70 Prozent Zustimmung zu Aussagen über das Lokalfernsehen wie "hat gute Sprecher und Moderatoren" und hat "kompetente Reporter" zeichnen ein eindeutig positives Bild.

Die positive Reichweitenentwicklung und dazu die hervorragende Imagewerte zeigen an, dass das Lokalfernsehen seine gute Position bei den Zuschauern in Bayern nicht nur erfolgreich verteidigt sondern sogar ausgebaut hat.

RTL-Lokalfenster verbessern Marktanteil

Bayernweit ist der Marktanteil der lokalen RTL-Fenster in der Fensterzeit Montag bis Freitag 18.00 bis 18.30 Uhr im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um 0,5 Prozentpunkte auf 16,5 Prozent gestiegen (Bevölkerung ab 14 Jahre in Empfangshaushalten). Von den lokalen Fensterprogrammen auf RTL geht nach wie vor auch ein sehr positiver audience-flow für das RTL- Gesamt-programm aus, d.h. die Reichweite steigt gegenüber der vorausgehenden RTL-Viertelstunde um 2,1 Prozentpunkte, der Marktanteil um 1,8 Prozentpunkte.

Sat.1 17:30 mit positivem Effekt für Sat.1-Programm

Das landesweite Fensterprogramm "Sat.1 17.30 Live für Bayern" erleidet in seiner Sendezeit Montag bis Freitag von 17.30 Uhr bis 18.00 Uhr zwar einen Marktanteilsrückgang um 2,9 Prozentpunkte, kommt aber immer noch auf sehr respektable 12,7 Prozent (Bevölkerung ab 14 Jahre in Empfangshaushalten). Zudem ist der audience-flow für das SAT.1- Gesamtprogramm mit einem Reichweitenzuwachs von 0,8 und einem Marktanteilszuwachs von sogar 3,5 Prozentpunkten gegenüber der vorausgehenden Viertelstunde in SAT.1 überaus positiv.

tv.münchen mit großem Zuschauergewinn

Mit 172.000 Sehern gestern (Montag bis Freitag) erzielte tv.münchen das beste absolute Reichweitenergebnis aller Lokalprogramme und hat damit seine Zuschauerzahl um rund 80 Prozent erhöht.

In der Kategorie absolute Reichweite (Seher gestern Montag bis Freitag) folgen auf Platz 2 FRANKEN FERNSEHEN in Nürnberg mit 105.000, auf Rang 3 Oberfranken TV, Hof mit 95.000, auf Rang 4 TV Augsburg mit 85.000 und RTL Franken Live TV, Nürnberg, liegt mit 59.000 Zuschauern auf Platz 5.

TVA Regionalfernsehen in Regensburg Spitzenreiter bei der prozentualen Reichweite

Mit 24,7 Prozent Sehern gestern führt TVA Regionalfernsehen in Regensburg die Rangreihe der überdurchschnittlich erfolgreichen Lokal TV Sender in Bezug auf die relative Reichweite in Prozent an. Überdurchschnittlich Reichweiten erzielen hier auch TV Allgäu Nachrichten mit 23,6 Prozent, Oberfranken TV mit 22,5 Prozent, Regional Fernsehen Rosenheim mit 19,9 Prozent, TV Augsburg mit 19,6 Prozent, TV touring Aschaffenburg mit 19,5 Prozent, Oberpfalz TV mit 19,0 Prozent und TV touring Würzburg mit 17,8 Prozent (Mo-Fr, Personen ab 14 Jahren in Kabelhaushalten in den jeweiligen Kabelverbreitungsgebieten).

TV Allgäu Nachrichten mit größtem Tages-Marktanteil

Die Top Five Lokalsender in Bezug auf die Ganztages-Marktanteile und damit in Bezug auf die durchschnittliche Sehdauer warten - auch im Vergleich mit etablierten Sendern der 2. und 3. Generation - mit sehr respektablen Werten auf: Bei Personen ab 14 Jahren in Kabelhaushalten im jeweiligen Verbreitungsgebiet erzielt TV Allgäu Nachrichten einen Marktanteil von 3,4 Prozent, gefolgt von Regional Fernsehen Rosenheim mit 3,1 Prozent, TV touring Würzburg mit 2,9 Prozent und TV Augsburg mit 2,8 Prozent. Den 5. Rangplatz teilen sich Oberfranken TV und Oberpfalz TV mit jeweils 2,7 Prozent Marktanteil.

TV Augsburg führt erneut im RTL-Fenster

Spitzenreiter unter den lokalen RTL-Fensterprogrammen in der Fenster-Sendezeit von Montag bis Freitag, 18.00 Uhr bis 18.30 Uhr, ist wie im Vorjahr TV Augsburg mit einem Marktanteil von 28,1 Prozent (Bevölkerung ab 14 Jahren in Empfangshaushalten) vor TV Allgäu Nachrichten in Kempten mit 27,2 Prozent und Oberpfalz TV (Amberg / Weiden) mit 24,3 Prozent Marktanteil. Überdurchschnittliche Marktanteile erzielten hier auch Oberfranken TV mit 23,0 Prozent, TV touring Schweinfurt mit 22,9 Prozent, TV touring Würzburg mit 19,9 Prozent, Regional Fernsehen Landshut mit 19,3 Prozent, Donau TV, Deggendorf, mit 18,3 Prozent sowie intv - der infokanal, Ingolstadt, mit 18,2 Prozent Marktanteil.

Anhaltendes Wachstum der Internet-Nutzung

Gegenüber der Funkanalyse Bayern 2001 hat sich die Marktdurchdringung des Internet weiter deutlich erhöht: 44 Prozent der bayerischen Bevölkerung ab 14 Jahren haben innerhalb der letzten 12 Monate das Internet genutzt, (Vorjahr 34 Prozent).

37 Prozent gegenüber 27 Prozent im Vorjahr nutzen das Internet mindestens einmal pro Woche. In der Altersgruppe der 14 bis 19-jährigen sind es 69 Prozent, bei den 20 bis 29 -jährigen 62 Prozent. 20 Prozent der bayerischen Bevölkerung nutzen das Internet inzwischen regelmäßig, d. h. 4-7 mal pro Woche.

BLM-Präsident: Zweitfrequenzen zur Erschließung von Hörerpotenzialen nutzen

Im Bereich des Hörfunks ist es nach Auffassung des Präsidenten der BLM, Prof. Dr. Ring besonders erfreulich, dass gemessen an der Reichweite sowohl die Lokalradios als auch ANTENNE BAYERN sich wieder vor den Programmen des Bayerischen Rundfunks positioniert haben. Zum Erfolg der Lokalradios haben Ring zufolge auch die lokalen Zweitfrequenzen in Aschaffenburg, Bamberg, Ingolstadt, Landhut, Rosenheim und Kempten mit der Programmzulieferung von Radio Galaxy einen wesentlichen Beitrag geleistet und die Landeszentrale darin bestärkt, weitere Zweitfrequenzen für eine Kooperation lokaler Kräfte mit Radio Galaxy verfügbar zu machen. Die möglichen Hörergewinne vor allem im Jugendsegment seien geeignet, auch der überregionalen Vermarktung des Lokalfunks neue Impulse zu geben und damit die Wirtschaftlichkeit des Lokalfunks nach den Einbußen in der jüngeren Vergangenheit wieder zu stabilisieren.

Im Fernsehbereich, so Prof. Dr. Ring, behindere trotz der bemerkenswerten Reichweitengewinne des lokalen Fernsehens die Stagnation bei der Verbreitung über Breitbandkabel weiterhin die Möglichkeiten der Sender zu einer besseren Abdeckung ihrer Sendegebiete und damit auch ihre Vermarktungschancen. Das morgen, am 12.Juni 2002, startende DVB-S-Projekt ermögliche für die Lokalfernsehanbieter in Niederbayern und der Oberpfalz zum ersten Mal eine Programmausstrahlung über einen digitalen Satellitenkanal und damit eine europaweite Empfangbarkeit unabhängig von Kabel und Terrestrik. Bei einer weiter zunehmenden Marktdurchdringung mit digitalen Empfangseinrichtungen könne die digitale Satellitenverbreitung für das Lokalfernsehen einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit leisten.

Für Rückfragen: 11./12. Juni 2002 Telefon: 0911 / 86 06 - 46 37