Cookie Hinweis

Archiv / Suche:

Zurück zur vorherigen Seite

Lokalradios bauen Spitzenposition aus - Lokal-TV trotz Rückgang auf hohem Niveau erfolgreich - Anhaltendes Wachstum des digitalen Satellitenempfangs

29.06.2004 | L2 / 2004

Nach der Funkanalyse Bayern 2004 haben die bayerischen Lokalradios ihre Spitzenposition im landesweiten Vergleich weiter ausgebaut. Mit einer Reichweite von 34,8 Prozent (Vorjahr: 33,1 Prozent) hören an einem durchschnittlichen Werktag (Montag-Freitag) rund 3,3 Millionen Personen ab 14 Jahren mindestens ein Lokalradioprogramm. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr beträgt 187.000 Hörer. Die Reichweite von ANTENNE BAYERN ist mit 25,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (26,3 Prozent) weitgehend stabil geblieben. Die Programme des Bayerischen Rundfunks erzielten folgende Werte: Bayern 1 erreichte 28,7 Prozent und damit 0,6 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, Bayern 3 wie im Vorjahr 22,2 Prozent. Von den Spartenprogrammen des Bayerischen Rundfunks konnten B 5 aktuell und Bayern 4 Klassik mit einen Zuwachs von jeweils 0,1 Prozentpunkten auf nunmehr 7,1 Prozent bzw. 2,7 Prozent ihr Reichweitenergebnis leicht verbessern. Bayern 2 Radio erzielte wie im Vorjahr eine Reichweite von 3,9 Prozent.

Diese Ergebnisse gehören zu den wichtigsten Resultaten der heute veröffentlichten Funkanalyse Bayern 2004, die im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und unter finanzieller Beteiligung der bayerischen Anbieter von TNS Infratest MediaResearch durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden von Januar bis März 2004 repräsentative Daten zur Hörfunknutzung von insgesamt 23.636 Personen ab 14 Jahren erhoben und ausgewertet. Wie im Vorjahr wurden computergestützte Telefon-Interviews (CATI) zur Datenerhebung eingesetzt. Dadurch wird eine besonders differenzierte Erfassung des Radiohörens sowie eine besonders gute Ausschöpfung mobiler Zielgruppen ermöglicht.

Die Reichweite für Radiohören insgesamt ist um 0,6 Prozentpunkte auf 87,9 Prozent angestiegen, während die durchschnittliche Hördauer mit einem Rückgang um eine Minute auf 237 Minuten pro Tag praktisch konstant geblieben ist. Von dieser Zeit entfällt auf die Lokalradios mit 65 Minuten ein Marktanteil von 27 Prozent. Bayern 1 erreichte mit 60 Minuten einen Marktanteil von 25 Prozent. Auf ANTENNE BAYERN entfällt mit 47 Minuten ein Marktanteil von 20 Prozent. Bayern 3 erreichte mit 36 Minuten einen Marktanteil von 15 Prozent. Zusammengenommen erreichten die bayerischen Privatprogramme einschließlich Radio Melodie und Klassik Radio mit jeweils einem Prozent Marktanteil einen Gesamtwert von 48 Prozent, der den Marktanteil der fünf Programme des Bayerischen Rundfunks mit insgesamt 46 Prozent weiterhin übertrifft.

Radio Plassenburg, Hit Radio RT.1, Radio F und Radio Gong München Spitzenreiter bei den Lokalradios

Die Lokalprogramme erreichen an den Einfrequenzstandorten an einem durchschnittlichen Werktag 33,9 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren (einschließlich einstrahlender Lokalsender aus benachbarten Standorten). Mit einer Tagesreichweite von 34,4 Prozent hat Radio Plassenburg in Kulmbach seine Spitzenposition unter den Lokalprogrammen an Einfrequenzstandorten behauptet. Auf Platz 2 folgt Untersberg Live im Berchtesgadener Land mit 29,9 Prozent vor Radio Mainwelle in Bayreuth mit 28,9 Prozent und Radio Chiemgau (Traunstein) mit 28,1 Prozent. Gute Reichweitenergebnisse erreichten auch die Lokalsender Radio AWN in Straubing mit 27,9 Prozent, Radio Ramasuri (Weiden/Amberg) mit 27,4 Prozent, Radio Hitwelle Erding, das trotz der einstrahlenden Münchener Sender 24,7 Prozent erzielte, Radio Prima 1 in Memmingen mit 24,6 Prozent, Radio PrimaTon in Schweinfurt mit 24,1 Prozent, Radio Eins in Coburg mit 20,3 sowie Radio Inn-Salzach-Welle (Burgkirchen/Mühldorf) mit 20,1 Prozent.

An den Standorten mit zwei Lokalprogrammen erzielten die lokalen Angebote zusammengenommen im Durchschnitt eine Reichweite von 35,3 Prozent. Mit einem Zuwachs um 11,8 Prozentpunkte auf 33,9 Prozent konnte Hit Radio RT.1 in Augsburg erstmals den Spitzenplatz einnehmen. Es folgen Radio IN in Ingolstadt mit 26,4 Prozent vor Radio Bamberg mit 26,0 Prozent und Radio Gong Würzburg mit 25,6 Prozent. Aufgrund ihrer guten Ergebnisse sind außerdem die folgenden Stationen hervorzuheben: Radio Charivari Regensburg mit 23,8 Prozent, Radio Fantasy (Augsburg) mit 23,6 Prozent, Radio Euroherz (Hof) mit 23,5 Prozent, Radio Trausnitz (Landshut) mit 23,3 Prozent, Radio Charivari Würzburg mit 23,2 Prozent, RSA Radio (Kempten) mit 22,9 Prozent und gong fm (Regensburg) mit 20,0 Prozent.

Das Jugendprogramm Radio Galaxy erzielte im Sendegebiet Bamberg mit 17,2 Prozent die höchste Reichweite der Galaxy-Stationen. In Landshut erreichte Radio Galaxy 14,3 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. In Ingolstadt waren es 12,5 Prozent, in Ansbach 12,3 Prozent, in Kempten 12,0 Prozent, in Aschaffenburg 10,2 Prozent, in Hof 10,1 Prozent, in Passau 8,9 Prozent und in Rosenheim 6,6 Prozent. Im Durchschnitt wird Radio Galaxy in seinen UKW-Verbreitungsgebieten werktags von 11,7 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren gehört, in der Zielgruppe des Senders - den 14 bis 29-jährigen - sind es sogar 33,8 Prozent. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung in ganz Bayern erzielte Radio Galaxy eine Reichweite von 2,0 Prozent (gegenüber 1,7 Prozent im Vorjahr) und 5,9 Prozent in der Zielgruppe der 14 bis 29-jährigen. ROCK ANTENNE wird in seinem UKW-Verbreitungsgebiet im Raum Augsburg von durchschnittlich 8,5 Prozent der Bevölkerung gehört (Vorjahr: 7,2 Prozent).

An den Mehrfrequenzstandorten München und Nürnberg erreichten die Lokalprogramme eine Tagesreichweite von durchschnittlich 48,7 Prozent.

In München liegt Radio Gong 96,3 mit einer Reichweite von 17,8 Prozent vor dem langjährigen Spitzenreiter Radio Arabella, das 16,3 Prozent der Bevölkerung erreicht. Radio Arabella bleibt jedoch mit durchschnittlich 92.000 Hörern pro Stunde (06:00 bis 18:00 Uhr) der Lokalsender mit den meisten Hörern in Bayern. Energy 93.3 erzielte eine Reichweite von 14,8 Prozent vor Radio Charivari 95.5 mit 6,8 Prozent. Radio 2Day konnte seine Reichweite gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln und erreicht nun 2,3 Prozent der Bevölkerung im Stereoempfangsgebiet München. Das Aus- und Fortbildungsradio afk M 94,5 erzielte eine Reichweite von 0,6 Prozent.

In Nürnberg haben Hitradio N1 und Radio F die Plätze getauscht. Mit einer Reichweite von 19,5 Prozent liegt Radio F/Radio Franken an erster Stelle vor Hitradio N1 mit 18,2 Prozent, CHARIVARI 98,6 mit 14,9 Prozent, Radio Gong 97,1 mit 14,3 Prozent und Radio Energy 106,9 mit 11,7 Prozent.

Wie im Vorjahr wurde in 2004 die Bewertung der Angebote der bayerischen Radioprogramme nicht nur bei den jeweiligen Hörern, sondern auch die Kompetenz bei den derzeitigen Nichthörern erhoben, um Stereotype und eventuelle Vorurteile in der Gesamtbevölkerung und den wichtigsten Zielgruppen aufzudecken.

Bei der Bewertung der einzelnen Programmelemente zeigt sich, dass den bayerischen Privatprogrammen eine führende Kompetenz in zahlreichen wichtigen Bereichen zuerkannt wird: 44 Prozent der bayerischen Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren geben an, dass Lokalprogramme Musik nach ihrem Geschmack bringen (Vorjahr: 41 Prozent); in der Zielgruppe der 14-49-jährigen sind es sogar 54 Prozent (Vorjahr: 51 Prozent). Über ANTENNE BAYERN vertreten bei diesem wichtigen Programmelement 31 Prozent der bayerischen Bevölkerung diese Meinung (14 bis 49-jährige: 47 Prozent). Bayern 3 wird dies von 29 Prozent zugebilligt, Bayern 1 erreicht 28 Prozent. Eine herausragende Kompetenz wird dem bayerischen Lokalfunk im Vergleich zur Einstufung der anderen Sender auch im Hinblick auf die lokalen und regionalen Nachrichten (56 Prozent der Bevölkerung), nützliche Veranstaltungshinweise (37 Prozent), lokalen Sport (27 Prozent) sowie bei der Bewertung der Morgensendungen (27 Prozent) zugeschrieben. Die Lokalprogramme gelten als besonders präsent in der Öffentlichkeit (39 Prozent der Bevölkerung), sympathisch (36 Prozent), aktuell (34 Prozent), hörernah (33 Prozent) und werden gerne beim Autofahren gehört (29 Prozent). ANTENNE BAYERN gilt in der Gesamtbevölkerung als führendes Radioprogramm in Bezug auf Professionalität (30 Prozent) und Comedy (23 Prozent). Ein noch positiveres Image hat ANTENNE BAYERN bei der werberelevanten Zielgruppe der 14 bis 49-jährigen. Bayern 1 ist in der Wahrnehmung der bayerischen Bevölkerung der kompetenteste Sender für überregionale Nachrichten (26 Prozent), Tipps / Ratschläge (20 Prozent) und Berichte zu Kunst, Kultur und Brauchtum (18 Prozent). Bayern 3 hat eine führende Kompetenz bei den Verkehrsmeldungen (35 Prozent).

Anhaltendes Wachstum des digitalen Satellitenempfangs

Die Nutzung der in Bayern verbreiteten Fernsehprogramme wurde in der Funkanalyse Bayern 2004 wiederum in einer eigenständigen Stichprobe mit ebenfalls telefonischen Interviews erhoben. Zusätzlich zur Hörfunkerhebung wurden von Januar bis März 2004 weitere 13.440 Befragungen zum Zuschauerverhalten und zur Empfangbarkeit der Fernsehprogramme in Bayern durchgeführt. Bezogen auf die Fernsehhaushalte in Bayern haben sich bei den einzelnen Empfangsebenen gegenüber 2002 nur noch geringfügige Veränderungen ergeben: Während der Empfang über Breitbandkabel um einen halben Prozentpunkt auf 46,4 Prozent zurückging, konnte der Satellitendirektempfang mit einem Zuwachs um 1,5 Prozentpunkte auf ebenfalls 46,4 Prozent zulegen. Ausschließlich über terrestrische Frequenzen werden die Fernsehprogramme noch von 7,2 Prozent der bayerischen Bevölkerung ab 14 Jahren in Fernsehhaushalten empfangen. 12,9 Prozent der Bevölkerung in Fernsehhaushalten verfügen bereits über eine digitale Empfangsmöglichkeit via Kabel (4,6 Prozent) oder Satellit (8,3 Prozent). Von den 2,015 Mio. Satellitenhaushalten in Bayern verfügen bereits 371.000 (18,4 Prozent) über eine digitale Empfangsmöglichkeit. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr beträgt bayernweit 46 Prozent, in Franken, wo im Jahr 2003 das digitale Satellitenprojekt Franken Sat gestartet wurde, sogar 87 Prozent.

Lokal-TV trotz Rückgang auf hohem Niveau erfolgreich

In Bayern erreichen die lokalen Fernsehprogramme an einem durchschnittlichen Werktag Montag bis Freitag 8,9 Prozent der Bevölkerung (Vorjahr: 11,0 Prozent), das entspricht 842.000 Personen ab 14 Jahren.
In bayerischen Kabelhaushalten kommen die lokalen TV Stationen zusammen auf 15,2 Prozent Seher gestern (738.000 Zuschauer Mo-Fr) und stehen damit noch vor MTV, VIVA, VOX, DSF, Kabel 1 und vielen anderen auf einem erfolgreichen 8. Rangplatz hinter ARD, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben, dem Bayerischen Fernsehen und RTL2.

Das bayerische Lokalfernsehen hat bei seinen Zuschauern (Weitester Seherkreis) nach wie vor ein hervorragendes Image: 92 Prozent der Lokalfernsehzuschauer halten ihr Lokalfernsehprogramm für glaubwürdig. Jeweils zwischen 85 und 90 Prozent schreiben dem Lokalfernsehen die Eigenschaften sympathisch, aktuell, zuverlässig und bürgernah zu. Drei Viertel der befragten Lokalfernsehzuschauer bescheinigen den Programmen "gute Sprecher und Moderatoren" sowie "kompetente Reporter". Leicht nachgegeben hat hingegen die Bewertung der Programmqualität.

Marktanteilszuwachs für Sat.1 17:30

Bayernweit ist der Marktanteil der lokalen RTL-Fenster in der Fensterzeit Montag bis Freitag 18:00 bis 18:30 Uhr im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt von 19 Prozent auf 13,3 Prozent zurückgegangen (Bevölkerung ab 14 Jahren in Empfangshaushalten). Nach wie vor geht von den lokalen Fensterprogrammen auf RTL ein positiver audience-flow für das RTL- Gesamtprogramm aus, d.h. die Reichweite steigt gegenüber der vorausgehenden RTL-Viertelstunde um 2,2 Prozentpunkte, der Marktanteil sogar um 4,6 Prozentpunkte. Hier ist auch darauf hinzuweisen, dass der Marktanteilsanstieg relativ so groß ist wie im Vorjahr, dass das RTL-Programm vor 18:00 Uhr den Lokalfenstern aber erheblich weniger Zuschauer "anliefert" als im Vorjahr.

Bezogen auf die Bevölkerung ab 14 Jahren in den Sat.1-Fensterhaushalten erreicht das landesweite Fensterprogramm "Sat.1 17.30 Live für Bayern" in seiner Sendezeit Montag bis Freitag von 17:30 bis 18:00 Uhr mit einem Marktanteil von 13,3 Prozent einen leichten Zuwachs (Vorjahr: 12,7 Prozent).

Der Ballungsraum-Fernsehsender tv.münchen erreicht mit 191.000 Personen ab 14 Jahren in Bayern im Lokalsendervergleich nach wie vor die meisten Zuschauer pro Tag (Montag bis Freitag) gefolgt von TV Oberfranken in Hof mit 98.000 Zuschauern und Franken TV/RTL Franken Life TV in Nürnberg mit 77.000 Zuschauern. TV Augsburg und RegionalFernsehen Oberbayern in Rosenheim erreichen mit 64.000 bzw. 59.000 Personen ebenfalls beachtliche Zuschauerzahlen.

Oberpfalz TV Spitzenreiter bei der prozentualen Reichweite

Mit 24,7 Prozent Sehern gestern führt Oberpfalz TV die Rangreihe der überdurchschnittlich erfolgreichen Lokal TV Sender in Bezug auf die relative Reichweite in Prozent an. Überdurchschnittliche Reichweiten erzielen hier auch TV Oberfranken mit 23,1 Prozent, TVA Regionalfernsehen in Regensburg und TV touring Schweinfurt mit jeweils 20,8 Prozent, Tele Regional Passau mit 17,5 Prozent, TV Augsburg mit 17,4 Prozent, Donau TV mit 17,0 Prozent und intv - der infokanal mit 16,9 Prozent (Mo-Fr, Personen ab 14 Jahren in Kabelhaushalten in den jeweiligen Kabelverbreitungsgebieten).

Spitzenreiter unter den lokalen RTL-Fensterprogrammen in der Sendezeit von Montag bis Freitag, 18:00 bis 18:30 Uhr ist ebenfalls Oberpfalz TV (Amberg / Weiden) mit einem hervorragenden Marktanteilswert von 32,5 Prozent (Bevölkerung ab 14 Jahren in Empfangshaushalten) vor TV touring Schweinfurt mit 22,5 Prozent und TV touring Würzburg mit 21,5 Prozent Marktanteil. Überdurchschnittliche Marktanteile erzielten hier auch RegionalFernsehen Oberbayern mit 21,1 Prozent, TV Allgäu Nachrichten mit 20,0 Prozent, RegionalFernsehen Landshut mit 19,5 Prozent, TV Augsburg mit 18,5 Prozent, TV Oberfranken mit 17,6 Prozent, Donau TV mit 16,0 Prozent und RTL Franken Life TV mit 13,5 Prozent Marktanteil.

RegionalFernsehen Oberbayern mit größtem Marktanteil

In Bezug auf die Marktanteile in der gesamten erfassten Sendezeit von 05:00 bis 01:00 Uhr und damit auch in Bezug auf die durchschnittliche Sehdauer können die führenden Lokal-TV-Stationen - auch im Vergleich mit bundesweiten Sendern der 2. und 3. Generation - mit respektablen Werten aufwarten: Bei Personen ab 14 Jahren in Kabelhaushalten im jeweiligen Verbreitungsgebiet erzielt RegionalFernsehen Oberbayern einen Marktanteil von 2,9 Prozent vor intv - der infokanal mit 2,6 Prozent. Es folgten Oberpfalz TV mit 2,4 Prozent, Donau TV mit 2,3 Prozent sowie TV Oberfranken und TV touring Schweinfurt mit jeweils 2,2 Prozent.

Wachstum der Internet- Nutzung abgeschwächt

Gegenüber der Funkanalyse Bayern 2003 hat sich die Marktdurchdringung des Internet weiter erhöht, allerdings mit geringeren Zuwächsen als in den Vorjahren: 55 Prozent der bayerischen Bevölkerung ab 14 Jahren haben innerhalb der letzten 12 Monate das Internet genutzt (Vorjahr: 51 Prozent).

48 Prozent gegenüber 43 Prozent im Vorjahr nutzen das Internet mindestens einmal pro Woche. In der Altersgruppe der 14 bis 19-jährigen sind es 79 Prozent, bei den 20 bis 29-jährigen 71 Prozent. 27 Prozent der gesamten bayerischen Bevölkerung nutzen das Internet inzwischen regelmäßig, d. h. 4-7 mal pro Woche (Vorjahr: 25 Prozent).

BLM-Präsident: Wachstum auf hohem Niveau bestätigt Zweitfrequenzkonzept der BLM

Nach Auffassung des Präsidenten der BLM, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, ist es besonders erfreulich, dass sich die privaten Hörfunkangebote in Bayern, bestehend aus den Lokalradios und Antenne Bayern, im Hinblick auf Reichweite und Hördauer noch deutlicher vor den Programmen des Bayerischen Rundfunks positionieren konnten. Zum Erfolg der Lokalradios habe die Umsetzung des Zweitfrequenzkonzepts der BLM mit Etablierung der Galaxy-Stationen an Einfrequenzstandorten einen wesentlichen Beitrag geleistet. Mit dem heute stattfindenden Sendestart von Radio Galaxy Coburg und der geplanten Inbetriebnahme weiterer Stationen werde von der Landeszentrale die Voraussetzung für einen weiteren Ausbau der Reichweiten des lokalen Hörfunks geschaffen. Für die lokalen Anbieter komme es aber in Zukunft auch darauf an, die neu gewonnenen Hörer dauerhaft als Stammhörer an die privaten Hörfunkangebote zu binden. Aus der Sicht der BLM bedarf es hierzu kontinuierlicher Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Programmqualität, die für die Hörer vor allem durch kompetente lokale und regionale Berichterstattung als spezifische und exklusive Leistung der lokalen Radioangebote vermittelt wird.

Im Fernsehbereich seien die Rückgänge der Lokalsstationen, so Prof. Dr. Ring, auf mehrere Faktoren zurück zu führen. Ursächlich dafür seien vor allem die Reichweitenverluste der lokalen RTL-Fensterprogramme, die wiederum zu einem erheblichen Teil aus den Zuschauerverlusten des RTL-Rahmenprogramms im Zeitraum vor den Lokalsendungen resultieren. Zum Anderen könnten auch die Auswirkungen der notwendigen Sparmaßnahmen der Lokalsender auf die Programme zum Teil für die Zuschauer-Einbußen verantwortlich sein. Insgesamt seien die Zuschauer-Reichweiten der lokalen TV-Sender aber nach wie vor sehr respektabel und stellten auch im langjährigen Vergleich eines der besten Reichweitenergebnisse der Lokalstationen dar.

Die Präsentation der Funkanalyse Bayern 2004 und die Funkplanungsdaten der einzelnen Sender finden Sie auch im Internet unter: http://www.blm.de
Rückfragen: 29. bis 30. Juni 2004 Telefon: 0911 / 8606-4638