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Von der Jugendmedien-Förderung zur Oscar-Nominierung / Jugendmediengruppen präsentieren ihre Beiträge im Rahmen des medienpädagogischen Projekts "In eigener Regie" am 6. und 7. März in Ingolstadt

05.03.2004 | 11 / 2004

 Die Förderung eines Jugendmedien-Projekts kann zur Initialzündung für die eigene berufliche Laufbahn werden. Das sieht man an der Drehbuchautorin Elke Schuch. Von ihr stammt das Drehbuch zu dem Kurzfilm "Die rote Jacke" von Florian Baxmeyer, der aktuell für den Oscar in der Kategorie Kurzfilm nominiert war und 2003 den Studenten-Oscar gewann. Frau Schuch schreibt inzwischen Drehbücher für Film und Fernsehen, u.a. für einen "Tatort" und für die Serie "Großstadtrevier". 1998 war ihr Film-Projekt "Funken und Asche" mit DM 8.000 von der Initiative "In eigener Regie" gefördert worden. Frau Schuch sieht in der ihr damals eröffneten Möglichkeit, sich ausprobieren zu können, einen entscheidenden Schritt hin zu ihrer Professionalisierung. Das Vertrauen, das ihr mit der Förderung und in der Betreuung entgegengebracht wurde, sei wegweisend für ihre berufliche Laufbahn gewesen, so Frau Schuch.

Am Samstag und Sonntag, 6./7. März, präsentieren Jugendliche aus ganz Bayern in der Volkshochschule Ingolstadt ihre Audio-, Video-, und Multimedia-projekte, die im Rahmen der medienpädagogischen Initiative "In eigener Regie" gefördert wurden. Die Veranstaltung wird um 13.30 Uhr durch den Ingolstädter Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann eröffnet. Für die Veranstalter begrüßen danach der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring und Dr. Fred Schell, Direktor des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF). Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einem Pressegespräch. Die Abschlussveranstaltung in Ingolstadt wird unterstützt und gefördert von der Stadt Ingolstadt, dem Kulturreferat, der Volkshochschule, dem Christoph-Scheiner-Gymnasium und seinem Direktor OstD Rainer Rupp sowie den lokalen Medien Donaukurier, radio in, intv und Radio Galaxy.

"In eigener Regie" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, das in diesem Jahr zum 13. Mal durchgeführt wird. Ziel des Projekts ist es, Jugendliche in Bayern zur aktiven Auseinandersetzung mit Medien zu ermuntern und bereits aktive Jugendgruppen mit fachkundiger Beratung, Sachkosten und der Bereitstellung von technischen Equipment bei der Umsetzung ihrer Projekte zu unterstützen. "In eigener Regie" ist in dieser Form einzigartig in Deutschland und eines der wenigen flächendeckenden medienpädagogischen Projekte, das Impulse für die Medienarbeit in ganz Bayern gibt. Jugendmediengruppen aus Bayern, deren Mitglieder nicht älter als 26 Jahre sind, können im Rahmen des Förderprojekts "In eigener Regie" Sachmittelzuschüsse bis zu einer Höhe von EUR 4.000,- für Film- im Videoprojekte beantragen. Für Audio- und Multimediaprojekte ist der Förderhöchstbetrag EUR 1.800,-. Gefördert werden selbstbestimmte Projekte junger Leute, die aufgrund eigener Erfahrungen entstanden sind. Von der Förderung ausgeschlossen sind professionell oder kommerziell arbeitende Gruppen. Für den kommenden Förderzeitraum können noch bis 31. März 2004 ProjektIdeen eingereicht werden. Das Anmeldeformular und weitere Informationen, u.a. das Programm der Präsentation in Ingolstadt, sind unter www.ineigenerregie.de abrufbar.

Für den zurückliegenden Förderzeitraum haben sich insgesamt 70 Jugendmediengruppen um Förderung beworben. Das Vergabegremium hat schließlich 14 Video-, neun Audio- und sechs Multimediaprojekte in die Förderung aufgenommen, deren Ergebnisse nun in Ingolstadt von Samstagmittag bis Sonntagmittag vorgestellt werden. Bei der Vergabe der Förderungen wurden Gruppen aus allen Teilen Bayerns berücksichtigt. Auch das Altersspektrum der geförderten jungen Leute ist bewusst heterogen. Die jüngsten Teilnehmer sind acht Jahre alt, die ältesten 26.