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Positives Signal für Neuordnung des lokalen Fernsehens in München: 22 Bewerbungen zur Ausschreibung eines Regionalprogramms in München/Oberland eingegangen

28.02.2005 | 12 / 2005

Als „positives Signal“ für die Neuordnung des lokalen Fernsehens in München wertet BLM-Präsident Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring die mehr als 20 Bewerbungen, die auf die Ausschreibung für ein regionales Gesamtprogramm in München und Oberland eingegangen sind.
 
Nachdem die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) am 24. Januar 2005 die Genehmigung für tv.münchen mit Frist zum 30. Juni 2005 widerrufen hatte, weil keine auf Dauer genehmigungsfähige neue Gesellschafterstruktur vorgelegt worden war, erfolgte eine Neuausschreibung für ein via Kabel und ggf. terrestrisch verbreitetes lokales/regionales Vollprogramm sowie das RTL-Fernsehfenster in den Regionen München und Oberland. Außerdem soll das künftige regionale Gesamtprogramm gemeinsam mit den Fernsehangeboten in Südostoberbayern im Rahmen des DVB-S-Pilotprojektes digital über Satellit verbreitet werden. Die Verbreitungs­gebiete München und Oberland umfassen die Kabelnetze in München und Umland (Ebersberg, Erding, Fürstenfeldbruck, Dachau, Starnberg, Freising, Wolfratshausen) sowie im Oberland (Landkreise Weilheim/Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Lands­berg und Miesbach. Das entspricht insgesamt rund 700.000 angeschlossenen Kabelhaushalten.
 
In der Ausschreibung sind auf Beschluss des BLM-Medienrats folgende Auswahlkriterien genannt: Die bisher verbreiteten Programmangebote „Freising im Bild“, „Normal“ (von der ABM) und „AFK-TV“ müssen in die Programmorganisation integriert werden. Bisher sendende Anbieter im lokalen/regionalen Fernsehen München sollen im Fall einer Bewerbung angemessen berücksichtigt werden.
 
Ziel der Neuorganisation ist ein gemeinsam gestaltetes regionales Fernsehangebot, wie es das Bayerische Mediengesetz vorschreibt und wie es in anderen Regionen Bayerns auch bereits umgesetzt ist. Das bedeutet, das lokale Vollprogramm und das RTL-Fernsehfenster für München und das Oberland sollen in einer Anbietergesellschaft oder -gemeinschaft zusammenarbeiten. Dieses Ziel konnte aus verschiedenen Gründen bisher nicht umgesetzt werden.
 
Wesentlich dazu beigetragen haben die während des Jahres 2004 offenbar gewonnenen Erkenntnisse zu den Inhaber- und Beteiligungsverhältnissen bei tv.münchen und die problematischen programmlichen Entwicklungen bei diesem Sender.
Die BLM hat der Entwick­lung der Situation bei tv.münchen nicht tatenlos zugesehen, widerspricht BLM-Präsident Ring dem Eindruck, der in Presseberichten erweckt wurde. „Die Erkenntnisse der KEK über die in Bayern nicht angezeigten neuen Gesellschafterverhältnisse haben den letzten Anstoß dazu gegeben, den Weg in Richtung einer Neuordnung des lokalen Fernsehens in München zu gehen“, betont Ring.
 
Folgende Bewerbungen sind bis zur heute auslaufenden Frist für die Ausschreibung eines lokalen/regionalen Fernsehangebots in München und Oberland eingegangen:
 
ADOK Aktion Dokumentarfilm (als Spartenanbieter), AZ Media AG, Bayern Tele GmbH Fernsehproduktion Bayerischer Zeitschriftenverlage, C.A.M.P. TV, Christ­liches Fernsehen München (als Spartenanbieter), Evangelischer Fernsehverband für Bayern (als Spartenanbieter), Focus TV Produktions GmbH, Goldstar TV, HV Lokalfernsehen, Kanal 1 Fernsehbetriebsgesellschaft, Hansgeorg Lichte, M2 Media Werbegesell­schaft, Medienpool TV, Metropolen Fernsehen München, Münchner Zeitungs-Verlag, Neue Welle - Antenne München Rundfunk-Programmanbieter-Gesellschaft, Outpro TV (als Spartenanbieter), RT.1 GmbH, Sankt Michaelsbund (als Spartenanbieter), Hanno Soravia und Beatrix Schartl als Gesellschafter der „Das Stadtfernsehen Programmgesellschaft“, Studio Gong, SV Teleradio Produktions- und Beteiligungsgesellschaft für elektronische Medien.
 
Bis zum 1. Juli 2005 soll die Neuorganisation abgeschlossen sein. Die Bewerbungen werden jetzt für die notwendigen Organisationsverfahren ausgewertet. Das Ergebnis wird dann zunächst in den Ausschüssen des Medienrates beraten. Angehört werden muss außerdem der Medienverein München. 
 
  
>> Kontakt: Bettina Pregel, Tel. (089) 63 808-318, bettina.pregel@blm.de