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Kooperation für mehr Jugendmedienschutz

08.03.2005 | 13 / 2005

Eltern- und Lehrerverbände wollen mit Unterstützung der BLM gemeinsame Veranstaltungen zum Jugendschutz organisieren    

Die Eltern- und Lehrerverbände in Bayern wollen künftig – unterstützt von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) – gemeinsame Veranstal­tungen zum Jugendmedienschutz organisieren, um nicht nur ihre jeweiligen Mitglieder, sondern auch eine breite Öffentlichkeit über das Thema Jugendschutz zu informieren. Dies ist das Ergebnis eines Treffens von Repräsentanten der bayerischen Eltern- und Lehrerverbände mit dem BLM-Präsidenten Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, das auf Anregung der BLM-Medienratsmitglieder Rainer Rupp und Helmut Wöckel zustande gekommen war.
 
Als Vorsitzender der 2003 gebildeten Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) erläuterte Ring den rechtlichen Rahmen und den Auftrag sowie die konkreten Einflussmöglichkeiten dieser bundesweit zuständigen Institution. Die Leiterin der KJM-Stabsstelle und Jugendschutzreferentin der BLM, Verena Weigand, zeigte anhand von  Beispielen aus der praktischen Kommissionsarbeit  vor allem deren Probleme auf und konfrontierte Eltern und Erzieher mit teilweise schockierenden Beispielen aus aktuellen Sendungen und Internetangeboten. Insbesondere die Ausschnitte aus Unterhaltungssendungen über Schönheitsoperationen lösten deutliche Kritik der Anwesenden aus. Hier werde Kindern und Jugendlichen vermittelt, es komme nur auf das Äußerlichkeiten an und der Körper sei beliebig veränderbar, war die einhellige Auffassung.
 
Die intensive Diskussion zeigte vor allem, dass nach Überzeugung der Gesprächs­teilnehmer weder Eltern noch Lehrer wirklich über das  Ausmaß des Medienkon­sums Jugendlicher und insbesondere auch nicht über das Gefährdungs­potenzial vieler Sendungen und Internetseiten informiert sind. Angesichts der Dynamik der Entwicklung des Medienmarkts und der unüberschaubaren Masse an Internetseiten sei dies auch gar nicht möglich. 
  
Gefordert wurden daher nicht nur mehr Verantwortungsbewusstsein seitens der Programmgestalter und Internetbetreiber, sondern vor allem verbes­serte rechtliche Schutzmechanismen auf internationaler und gesamteuropäischer Ebene.
 
Um in diesem Sinne eine bessere Wirkung zu erzielen, wurde vereinbart, in nächster Zukunft gemeinsame Veranstaltungen der Eltern- und Lehrerverbände an zentralen Orten zu organisieren, um die jeweiligen Verbandsmitglieder, aber auch eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen. Die BLM wird diese Initiativen durch Informationsmaterial und die Vermittlung von Referenten unterstützen.

 
Kontakt: Bettina Pregel, Tel. (089) 63 808-318, bettina.pregel@blm.de