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BLM und koreanisches Ministerium für Information und Kommunikation vereinbaren enge Zusammenarbeit beim digitalen Rundfunk - Memorandum of Understanding in München unterzeichnet

14.04.2005 | 22

Das Ministerium für Information und Kommunikation der Republik Korea (MIC) und die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) haben für die kommenden Jahre eine enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet des digitalen Rundfunks, im Besonderen bei der Weiterentwicklung von Digital Multimedia Broadcasting (DMB) vereinbart. Dazu haben der Minister für Information und Kommunikation der Republik Korea, Ph D. Dae-Je Chin, und der Präsident der Bayerischen Landes­zentrale für neue Medien, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, in München ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Darin verpflichten sich beide Parteien bei Pilotprojekten und Betriebsversuchen eng zu kooperieren. Neben einem intensiven Informationsaustausch ist die gemeinsame Förderung von DMB-Angeboten geplant, u.a. in Regensburg, der DMB-Testversuche anlässlich der Fußballwelt­meisterschaft 2006 in München und weitere Projekte. In diesem Zusammenhang wurde gleichzeitig eine Vereinbarung über eine technisch-wissenschaftliche Zusammenarbeit bei DMB zwischen dem Institut für Rundfunk­technik (IRT) und dem koreanischen Electronics and Telecommunications Research Institute (ETRI) unterzeichnet.
 
Die BLM pflegt bereits seit einigen Monaten einen intensiven Kontakt im Zusam­menhang mit Digital Multimedia Broadcasting sowohl mit dem koreanischen Ministerium für Information und Kommunikation als auch mit dem Forschungsinstitut ETRI. DMB ist eine in Korea bereits erprobte Technologie, die auf dem digitalen Hörfunk-Standard DAB aufsetzt, und Radio-, Fernseh- bzw. Videoangebote und Datendienste auf mobilen Endgeräten ermöglicht.
 
Für das in Regensburg geplante Pilotprojekt sind bei der BLM mittlerweile über 70 Bewerbungen von Medienunternehmen, aus Wirtschaft, Forschung und Entwicklung aus neun verschiedenen Ländern eingegangen. Auf Grund des großen europäischen Interesses soll das Pilotprojekt in Regensburg im Verbund mit weiteren geplanten DMB-Projekten organisiert werden. Geplant sind derzeit ein Projekt während der Fußballweltmeisterschaft 2006 in München sowie ein Drei­länderprojekt am Bodensee unter Einbeziehung Österreichs und der Schweiz und ein weiteres Projekt in Südtirol. Alle Projekte sollen für das europäische CELTIC-Programm im Rahmen des Förder­programms EUREKA angemeldet werden. Die auf 24 Monate angelegte Projekte zielen auf eine schnelle und verbraucher­freundliche Markteinführung von DMB in Deutschland und Europa. Die Projekte werden von der bayerischen Politik, vor allem vom Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und Medienminister Erwin Huber, nachhaltig unterstützt.
 
BLM-Präsident Ring hob in seiner Stellungnahme die Bedeutung einer internatio­nalen Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung hervor. " Wir wünschen uns, dass die Vereinbarung zwischen dem koreanischen Ministerium für Information und Kommunikation und der BLM zu weiteren Kooperationen und Joint Ventures zwischen bayerischen, deutschen und koreanischen Unternehmen führt. Davon werden die Unternehmen ebenso profitieren wie die zukünftigen Nutzer dieser neuen Technologie."
 
Minister Dae-Je Chin betonte ausdrücklich, die DMB-Technologie, die auf europäischer DAB EUREKA-Technologie basiert, solle allen Herstellern von Endgeräten in Deutschland und Europa zur Verfügung stehen. Sein großer Wunsch sei es, dass DMB - ausgehend von den Pilotprojekten in Bayern – in ganz Europa Fuß fassen solle. Neben den großen infrastruktur­ökonomischen Vorteilen sieht er für DMB ein weites Feld für neue Anwendungs­möglichkeiten.
Dae-Je Chin könne sich neben dem bereits erprobten Einsatz für TV und Radio, DMB auch für Bildung und Sicherheit wie z.B. Katastrophenschutz sehr gut vorstellen.


>> Kontakt: Dr. Wolfgang Flieger, Tel. (089) 63 808-313, wolfgang.flieger@blm.de