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Lokalradios behaupten Spitzenposition - Zuschauergewinne für Lokal-TV - ANTENNE BAYERN mit deutlichem Hörerzuwachs

21.06.2005 | L2

Die bayerischen Lokalradios haben nach den Ergebnissen der Funkanalyse Bayern 2005 trotz rückläufiger Hörerzahlen wiederum die höchste Reichweite von allen in Bayern empfangbaren Radioprogrammen erzielt: 32,8 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren hören an einem durchschnittlichen Werktag (Montag-Freitag) mindestens ein Lokalradioprogramm. Das sind rund 3,12 Millionen Personen ab 14 Jahren. Mit einer Reichweite von 29,0 Prozent hat ANTENNE BAYERN einen Zugewinn von mehr als 300.000 Hörern erzielt und erreicht nun an einem durchschnittlichen Werktag 2,75 Millionen Personen ab 14 Jahren in Bayern. Die Programme des Bayerischen Rundfunks erzielten folgende Werte: Bayern 1 erreichte 26,8 Prozent und damit 1,9 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr, Bayern 3 erzielte ein Reich­weitenergebnis von 21,4 Prozent (-0,8 Prozentpunkte). Auch die Spartenpro­gramme des Bayerischen Rundfunks mussten Hörerverluste hinnehmen: B 5 aktuell verzeichnete einem Rückgang um 0,5 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent Hörer gestern. Bayern 2 Radio und Bayern 4 Klassik verloren jeweils 0,2 Prozentpunkte und erzielten im Jahr 2005 ein Reichweitenergebnis von 3,7 bzw. 2,5 Prozent.
 
Diese Ergebnisse gehören zu den wichtigsten Resultaten der heute veröffentlichten Funkanalyse Bayern 2005, die im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der bayerischen Anbieter von TNS Infratest MediaResearch durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden von Januar bis März 2005 repräsentative Daten zur Hörfunknutzung von insgesamt 23.479 Personen ab 14 Jahren erhoben und ausgewertet. Wie im Vorjahr wurden computergestützte Telefon-Interviews (CATI) zur Datenerhebung eingesetzt. Dadurch wird eine besonders differenzierte Erfassung des Radiohörens sowie eine besonders gute Ausschöpfung mobiler Zielgruppen ermöglicht.
 
 
Die Reichweite für Radiohören insgesamt ist um 0,4 Prozentpunkte auf 87,5 Prozent zurückgegangen, während die durchschnittliche Hördauer um sechs Minuten auf 243 Minuten pro Werktag angestiegen ist. Von dieser Zeit entfällt auf die Lokalradios mit 64 Minuten ein Marktanteil von 26,6 Prozent gefolgt von ANTENNE BAYERN mit 61 Minuten und einem Marktanteil von 25,3 Prozent. Bayern 1 erreichte mit 60 Minuten einen Marktanteil von 24,9 Prozent. Auf Bayern 3 entfällt mit 38 Minuten ein Marktanteil von 15,7 Prozent. Zusammengenommen erreichten die bayerischen Privatprogramme einschließlich Radio Melodie und Klassik Radio mit einem Marktanteil von 0,4 bzw. 0,8 Prozent einen Gesamtwert von 52,2 Prozent, der den Marktanteil der fünf Programme des Bayerischen Rundfunks mit insgesamt 43,6 Prozent deutlich übertrifft.
 
Radio Plassenburg, Radio Mainwelle, Radio F und Radio Arabella Spitzenreiter bei den Lokalradios
 
Unter den Lokalprogrammen an Einfrequenzstandorten hat Radio Plassenburg in Kulmbach seine Spitzenposition mit einer Tagesreichweite von 37,7 Prozent noch einmal ausgebaut. Auf Platz 2 folgt Untersberg Live im Berchtesgadener Land mit 28,1 Prozent vor Radio RT.1 Nordschwaben in Donauwörth mit 22,9 Prozent und Radio Inn-Salzach-Welle (Burgkirchen/Mühldorf) sowie Radio PrimaTon in Schweinfurt mit jeweils 21,4 Prozent. Gute Reichweitenergebnisse erreichten auch Radio Hitwelle Erding, das trotz der einstrahlenden Münchener Sender 21,2 Prozent erzielte, sowie die Lokalsender Radio Prima 1 in Memmingen mit 19,9 Prozent, Radio AWN in Straubing mit 19,3 Prozent und RADIO CHIEMGAU (Traunstein) mit 17,8 Prozent.
 
An den Standorten mit zwei Lokalprogrammen ist besonders bemerkenswert, dass an den ehemaligen Einfrequenzstandorten Bayreuth und Weiden/Amberg trotz der Inbetriebnahme der Galaxy-Zweitfrequenzen auch die Erstfrequenzen Radio Mainwelle und Radio Ramasuri Hörer hinzugewinnen und sich mit Reichweiten von 29,9 bzw. 29,5 Prozent an der Spitze der Zweifrequenzstandorte platzieren konnten. Es folgen Hit Radio RT.1 in Augsburg mit 26,8 Prozent vor Radio Bamberg mit 25,1 Prozent und RSA Radio (Kempten) mit 24,7 Prozent. Aufgrund ihrer guten Ergebnisse sind außerdem die folgenden Stationen hervorzuheben: Radio Charivari Regens­burg mit 23,4 Prozent, Radio Euroherz (Hof) mit 22,7 Prozent, Radio IN in Ingolstadt mit 22,6 Prozent, RADIO EINS in Coburg mit 21,9 Prozent, Radio Charivari Würzburg mit 21,3 Prozent und Radio Trausnitz (Landshut) mit 20,4 Prozent.
 
Das Jugendprogramm Radio Galaxy erzielte im Sendegebiet Bamberg mit 16,2 Prozent die höchste Reichweite der Galaxy-Stationen. In Hof erreichte Radio Galaxy 15,1 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. In Landshut waren es 14,0 Prozent, in Ingolstadt 12,5 Prozent, in Bayreuth und Kempten jeweils 10,3 Prozent, in Ansbach 9,6 Prozent, in Aschaffenburg 9,4 Prozent, in Passau 9,1 Prozent, in Rosenheim 7,7 Prozent, in Amberg/Weiden 7,1 Prozent und in Coburg 5,6 Prozent. Im Durchschnitt wird Radio Galaxy in seinen UKW-Verbreitungsgebieten werktags von 11,1 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren gehört, in der Zielgruppe des Senders – den 14 bis 29-jährigen – sind es sogar 28,9 Prozent. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung in ganz Bayern erzielte Radio Galaxy eine Reichweite von 2,4 Prozent (gegenüber 2,0 Prozent im Vorjahr) und 6,0 Prozent in der Zielgruppe der 14 bis 29-jährigen. ROCK ANTENNE wird in seinem UKW-Verbreitungsgebiet im Raum Augsburg von durchschnittlich 8,4 Prozent der Bevölkerung gehört (Vorjahr: 8,5 Prozent).
 
An den Mehrfrequenzstandorten München und Nürnberg erreichten die Lokal­programme eine Tagesreichweite von durchschnittlich 45,7 Prozent.
 
In München hat Radio Arabella mit einer Reichweite von 17,8 Prozent seine lang­jährige Spitzenposition zurück gewonnen und erreicht nun in seinem im Vergleich zu den übrigen Münchener Sendern größeren Sendegebiet 315.000 Hörer pro Tag. Im kleineren Verbreitungsgebiet der anderen Münchener Lokalstationen erzielte Radio Gong 96,3 ebenfalls eine Reichweite von 17,8 Prozent (274.000 Hörer im Stereoempfangsgebiet) und liegt damit vor ENERGY 93.3 mit 10,8 Prozent (167.000 Hörer) und 95,5 CHARIVARI mit 10,3 Prozent (159.000 Hörer). Damit hat 95,5 CHARIVARI von allen Lokalradios den größten absoluten Hörerzuwachs im jeweiligen Stereoempfangsgebiet erzielt. Radio 2Day erzielte eine Reichweite von 0,7 Prozent der Bevölkerung im Stereoempfangsgebiet München. Das Aus- und Fortbildungsradio afk M 94,5 erreichte 0,6 Prozent.
 
In Nürnberg liegt Radio F mit einer Reichweite von 21,2 Prozent an erster Stelle vor Hitradio N1 mit 13,4 Prozent, Radio Gong 97,1 mit 12,4 Prozent, CHARIVARI 98,6 mit 9,4 Prozent, und ENERGY Nürnberg mit 9,1 Prozent.
 
Wie im Vorjahr wurde in 2005 die Bewertung der Angebote der bayerischen Radio­programme nicht nur bei den jeweiligen Hörern, sondern auch die Kompetenz bei den derzeitigen Nichthörern erhoben, um Stereotype und eventuelle Vorurteile in der Gesamtbevölkerung und den wichtigsten Zielgruppen aufzudecken.
 
Bei der Bewertung der einzelnen Programmelemente zeigt sich, dass den baye­rischen Privatprogrammen eine führende Kompetenz in zahlreichen wichtigen Bereichen zuerkannt wird: 46,1 Prozent der bayerischen Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren geben an, dass Lokalprogramme Musik nach ihrem Geschmack bringen (Vorjahr: 44,0 Prozent); in der Zielgruppe der 14–49-jährigen sind es sogar 54,4 Prozent (Vorjahr 53,7 Prozent). Zu ANTENNE BAYERN vertreten bei diesem wichtigen Programmelement 34,9 Prozent der bayerischen Bevölkerung diese Meinung (Vorjahr: 31,2 Prozent, 14 bis 49-jährige: 51,1 Prozent). Bayern 3 wird dies von 27,9 Prozent zugebilligt, Bayern 1 erreicht 26,8 Prozent.
 
Eine herausragende Kompetenz vor den anderen Sendern wird dem bayerischen Lokalfunk im Vergleich zur Einstufung der anderen Sender auch im Hinblick auf die lokalen und regionalen Nachrichten (54,7 Prozent der Bevölkerung), nützliche Veranstaltungshinweise (35,2 Prozent), lokalen Sport (26,8 Prozent) sowie bei der Beliebtheit der Morgensendungen (26,8 Prozent) zugeschrieben. Die Lokalpro­gramme gelten als besonders präsent in der Öffentlichkeit (37,1 Prozent der Bevölkerung), sympathisch (38,0 Prozent), aktuell (33,6 Prozent), hörernah (33,3 Prozent) und glaubwürdig (27,5 Prozent).
 
ANTENNE BAYERN gilt in der Gesamtbevölkerung als führendes Radioprogramm in Bezug auf Professionalität (31,8 Prozent) und Comedy (25,8 Prozent) und wird besonders gerne beim Autofahren gehört (30,4 Prozent). Ein insgesamt noch positiveres Image hat ANTENNE BAYERN bei der werberelevanten Zielgruppe der 14 bis 49-jährigen.
 
Bei der Bewertung der überregionalen Nachrichten liegen Bayern 1 (26,2 Prozent) und ANTENNE BAYERN (26,0 Prozent) praktisch gleichauf. Daneben ist Bayern 1 in der Wahrnehmung der bayerischen Bevölkerung der kompetenteste Sender für Tipps und nützliche Ratschläge (21,4 Prozent) sowie Berichte zu Kunst, Kultur und Brauchtum (18,6 Prozent). Bayern 3 hat bei den Verkehrsmeldungen (34,4 Prozent) noch einen leichten Vorsprung vor ANTENNE BAYERN (33,9 Prozent).
 
Anhaltendes Wachstum des digitalen Satellitenempfangs
 
Die Nutzung der in Bayern verbreiteten Fernsehprogramme wurde in der Funk­analyse Bayern 2005 wiederum in einer eigenständigen Stichprobe mit ebenfalls telefonischen Interviews erhoben. Zusätzlich zur Hörfunkerhebung wurden von Januar bis März 2005 weitere 13.064 Befragungen zum Zuschauerverhalten und zur Empfangbarkeit der Fernsehprogramme in Bayern durchgeführt. Bezogen auf die Fernsehhaushalte in Bayern haben sich bei den einzelnen Empfangsebenen gegenüber 2004 erneut leichte Veränderungen ergeben: Während der Empfang über Breitbandkabel um 2,2 Prozentpunkte auf 44,2 Prozent zurückging, konnte der Satellitendirektempfang mit einem Zuwachs um 3,2 Prozentpunkte auf 49,6 Prozent zulegen. Ausschließlich über terrestrische Frequenzen werden die Fernseh­programme noch von 6,2 Prozent der bayerischen Bevölkerung ab 14 Jahren in Fernsehhaushalten empfangen (- 1 Prozentpunkt). 16,5 Prozent der Bevölkerung in Fernsehhaushalten verfügen bereits über eine digitale Empfangsmöglichkeit via Kabel (4,8 Prozent) oder Satellit (11,7 Prozent). Von den 4,544 Mio. Personen ab 14 Jahren in Satellitenhaushalten in Bayern verfügen bereits 1.122.000 (24,5 Prozent) über eine digitale Empfangsmöglichkeit. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr beträgt damit erneut über 40 Prozent.

3,4 Prozent Personal Video Recorder-Besitzer
 
Im Besitz eines Personal Video Recorder (PVR) sind mit Stand Frühjahr 2005 3,4 Prozent der Bevölkerung in Bayern. Die Funktion des zeitversetzten Fernsehens und des Überspringens von Werbeblöcken wird aber nur von rund der Hälfte der PVR-Besitzer genutzt. Angesichts der noch geringen Marktdurchdringung und Nutzung dürften daher die Reichweiten des Werbefernsehens kurz- bis mittelfristig kaum beeinträchtigt werden.
 
Zuschauergewinne für Lokal-TV
 
In Bayern erreichen die lokalen Fernsehprogramme an einem durchschnittlichen Werktag Montag bis Freitag 9,3 Prozent der Bevölkerung (Vorjahr: 8,9 Prozent), das entspricht 881.000 Personen ab 14 Jahren. In bayerischen Kabelhaushalten kommen die lokalen TV Stationen zusammen auf 15,5 Prozent Seher gestern (718.000 Zuschauer Mo-Fr) und stehen damit noch vor RTL 2, VOX, MTV, DSF, Kabel 1, VIVA und vielen anderen auf einem erfolgreichen 7. Rangplatz hinter ARD, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben und dem Bayerischen Fernsehen.
 
Das bayerische Lokalfernsehen hat bei seinen Zuschauern (Weitester Seherkreis) nach wie vor ein hervorragendes Image: Mehr als drei Viertel der befragten Lokal­fernsehzuschauer bescheinigen den Programmen „kompetente Reporter“. 71 Prozent der Lokalfernsehzuschauer bewerten auch die Sprecher und Moderatoren positiv.
 
Marktanteilszuwachs für RTL-Fenster und Sat.1 17:30
 
Bayernweit ist der Marktanteil der lokalen RTL-Fenster in der Fensterzeit Montag bis Freitag 18:00 bis 18:30 Uhr im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt von 13,3 Prozent auf 13,9 Prozent angestiegen (Bevölkerung ab 14 Jahren in Empfangs­haushalten).
 
Bezogen auf die Bevölkerung ab 14 Jahren in den Sat.1-Fensterhaushalten erreicht das landesweite Fensterprogramm "Sat.1 17.30 Live für Bayern" in seiner Sende­zeit Montag bis Freitag von 17:30 bis 18:00 Uhr mit einem Marktanteil von 14,3 Prozent einen Zuwachs um einen Prozentpunkt.
 
Der Ballungsraum-Fernsehsender tv.münchen erreicht mit 145.000 Personen ab 14 Jahren in Bayern im Lokalsendervergleich nach wie vor die meisten Zuschauer pro Tag (Montag bis Freitag) gefolgt von Franken TV/RTL Franken Life TV in Nürnberg mit 121.000 Zuschauern und TV Oberfranken in Hof mit 116.000 Zuschauern. TV Augsburg und TV Allgäu Nachrichten in Kempten erreichen mit 100.000 bzw. 51.000 Personen ebenfalls beachtliche Zuschauerzahlen.
 
TV Oberfranken Spitzenreiter bei der prozentualen Reichweite

 
Mit 27,1 Prozent Sehern gestern führt TV Oberfranken die Rangreihe der über­durchschnittlich erfolgreichen Lokal TV Sender in Bezug auf die relative Reichweite in Prozent an. Überdurchschnittliche Reichweiten erzielen hier auch Tele Regional Passau 1 mit 24,6 Prozent, TV touring Würzburg mit 22,7 Prozent, TVA Regional­fernsehen in Regensburg mit 22,0 Prozent, TV Augsburg mit 21,5 Prozent, TV touring Schweinfurt mit 20,8 Prozent, Oberpfalz TV mit 18,9 Prozent, Regional­fernsehen Landshut und TV touring Aschaffenburg mit jeweils 18,4 Prozent sowie TV Allgäu Nachrichten mit 16,8 Prozent (Mo-Fr, Personen ab 14 Jahren in Kabel­haushalten in den jeweiligen Kabelverbreitungsgebieten).
 
Spitzenreiter unter den lokalen RTL-Fensterprogrammen in der Sendezeit von Montag bis Freitag, 18:00 bis 18:30 Uhr ist Tele Regional Passau 1 mit einem hervorragenden Marktanteilswert von 39,1 Prozent (Bevölkerung ab 14 Jahren in Empfangshaushalten) vor TV touring Schweinfurt mit 33,7 Prozent und TV Augsburg mit 27,6 Prozent Marktanteil. Überdurchschnittliche Marktanteile erzielten hier auch TV touring Würzburg mit 27,3 Prozent, TV Oberfranken mit 21,1 Prozent, TVA Regionalfernsehen mit 18,5 Prozent und intv-der infokanal mit 17,7 Prozent Marktanteil.
 
TV touring Würzburg mit größtem Marktanteil

 
In Bezug auf die Marktanteile in der relevanten Sendezeit von 17:00 bis 23:00 Uhr und damit auch in Bezug auf die durchschnittliche Sehdauer können die führenden Lokal-TV-Stationen - auch im Vergleich mit bundesweiten Sendern der 2. und 3. Generation - mit respektablen Werten aufwarten: Bei Personen ab 14 Jahren in Kabelhaushalten im jeweiligen Verbreitungsgebiet erzielt TV touring Würzburg einen Marktanteil von 3,9 Prozent vor Tele Regional Passau mit 3,6 Prozent. Den dritten Platz teilen sich Regionalfernsehen Landshut und TV touring Schweinfurt mit jeweils 3,3 Prozent, knapp dahinter folgen TV Augsburg und TVA Regional­fernsehen mit jeweils 3,2 Prozent.
 
Wachstum der Internet-Nutzung abgeschwächt
 
Gegenüber der Funkanalyse Bayern 2004 hat sich die Marktdurchdringung des Internet weiter leicht erhöht. Das Wachstumstempo hat sich aber gegenüber den Vorjahren deutlich verlangsamt: 59 Prozent der bayerischen Bevölkerung ab 14 Jahren haben innerhalb der letzten 12 Monate das Internet genutzt (Vorjahr: 55 Prozent).
 
49 Prozent der Bevölkerung gegenüber 48 Prozent im Vorjahr nutzen das Internet mindestens einmal pro Woche. 30 Prozent nutzen das Internet inzwischen regel­mäßig, d. h. 4-7 mal pro Woche (Vorjahr: 27 Prozent).
BLM-Präsident: Stärkung der Wettbewerbsposition des Privatfunks
 
Nach Auffassung des Präsidenten der BLM, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, ist es den privaten Hörfunkanbietern in Bayern insgesamt gelungen, ihre Position im zuneh­menden Wettbewerb weiter auszubauen. Sowohl die lokalen Radioprogramme als auch erstmals ANTENNE BAYERN haben sich im Hinblick auf Reichweite und Hördauer vor dem reichweitenstärksten Programm des Bayerischen Rundfunks, Bayern 1, positioniert. Zusammengenommen erreichen die Privatradios damit einen Marktanteil von 52 Prozent (Vorjahr 48 Prozent), während der BR zwei Markt­anteilspunkte abgeben musste und nunmehr auf 44 Prozent Marktanteil kommt. Es sei aber auch ersichtlich, dass die aufgrund der Erlösrückgänge in den Jahren 2001 bis 2003 bei den Lokalradios vorgenommenen Einsparungen sich mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung negativ auf die Reichweiten der lokalen Radio­angebote ausgewirkt haben. Die BLM erwarte daher, dass die durch die positive wirtschaftliche Entwicklung der Lokalradios im Jahr 2004 gewonnenen Spielräume wieder für Investitionen im programmlichen Bereich genutzt werden.
 
Beim Lokalfernsehen zeigte sich Prof. Dr. Ring erfreut über die gestiegenen Reich­weiten und das insgesamt anhaltend hohe Niveau auch der qualitativen Akzeptanz bei den Zuschauern. Allerdings würden die Entwicklungschancen des lokalen Fernsehens insbesondere durch die tendenziell rückläufigen Kabelreichweiten beeinträchtigt. Dass ein zunehmender Teil der Lokalfernsehzuschauer ihre Pro­gramme über digitalen Satellit nutzten, belege die große Bedeutung der digitalen Satellitenpilotprojekte für den zukünftigen Erfolg des Lokalfernsehens in Bayern. Die Zuschaueranalyse mache aber auch deutlich, dass die Kabelverbreitung für das lokale Fernsehen nach wie vor der Königsweg zum Zuschauer sei. Mehr als 80 Prozent der Lokalfernsehzuschauer empfangen ihr Lokalprogramm über Kabel.
 
  
Diese Informationen, die ausführlichen Ergebnisse der Funkanalyse Bayern 2005 und die Funkplanungsdaten der einzelnen Sender finden Sie auch unter: www.funkanalyse-bayern.de

Rückfragen am 21. und 22. Juni 2005 unter Telefon: 0911/8606-4638