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Rundfunkbehörden aus der Schweiz, Österreich, Baden-Württemberg und Bayern fordern schnellstmöglichen Umstieg von analoger zu digitaler Rundfunkverbreitung

29.09.2005 | 50 / 2005

Am vergangenen Freitag, 23.09.2005, kam es in München zu einem ersten gemeinsamen Treffen von Vertretern der Rundfunkbehörden aus der Schweiz (BAKOM), Österreich (KommAustria und RTR GmbH), Baden-Württemberg (LfK) und Bayern (BLM). Dabei wurden vor allem Fragen und Positionen zur Digitalisierung des Rundfunks in diesen Ländern intensiv und umfassend diskutiert.
 
Im Ergebnis waren sich alle Beteiligten einig, dass die Zukunft dem digitalen Rundfunk gehört und ein Umstieg auf die neuen Verbreitungstechnologien schnellstmöglich erfolgen sollte. Neben den aktuellen Entwicklungen bei DVB-T, DVB-C und DAB wurden insbesondere die Perspektiven von mobilen Rundfunk­diensten mit den Übertragungsstandards DMB und DVB-H erörtert. Im Rahmen des geplanten europäischen DMB-Verbund-Projekts soll dabei dem Dreiländer-Projekt „DMB-Bodensee“ eine besondere Rolle zukommen. Alle drei Anrainerstaaten wollen die dort angestrebten Aktivitäten unterstützen, um gemeinsam weiter­führende Erkenntnisse zur Einführung mobiler Rundfunkdienste zu gewinnen. In einem ersten Schritt werden in dieser Region bereits ab Ende diesen Jahres/Anfang nächsten Jahres nahezu 30 DAB-Programme im Band III aus der Schweiz, Bayern und Baden-Württemberg technisch empfangen werden können. Besonders gute Chancen für mobile Dienste erwarten die Rundfunk­behörden mittel- und langfristig durch die bereits von der Industrie angekündigten Multi-Standard-Empfangsgeräte. Zudem wurde die große Bedeutung der im Mai kommenden Jahres beginnenden internationalen Funkplanungskonferenz RRC’06 unterstrichen, deren Ergebnisse ausschlaggebend sein werden, für den Erfolg der Digitalisierung von Hörfunk und Fernsehen in Europa.
 
Das erste länderübergreifende Treffen dieser Art stieß bei allen Beteiligten auf große Zustimmung und soll in Zukunft in jährlichem Turnus fortgeführt werden.
 
>> Kontakt: Dr. Wolfgang Flieger, Tel. (089) 63 808-313, wolfgang.flieger@blm.de