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Ergebnisse der Funkanalyse Bayern 2008: Privatfunk weiterhin vor Bayerischem Rundfunk - Lokalradio und Lokal-TV auf hohem Niveau erfolgreich

01.07.2008 | L2

ANTENNE BAYERN hat nach den Ergeb­nissen der Funkanalyse Bayern 2008 wiederum die höchste Reichweite von allen in Bayern empfangbaren Radio­programmen erzielt: 32,8 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren hören an einem durchschnittlichen Werktag (Montag-Freitag) das Programm von ANTENNE BAYERN (- 0,7 Prozentpunkte). Dies entspricht rund 3,3 Millionen Personen ab 14 Jahren. Die bayerischen Lokalradios haben 2008 eine nahezu konstante Reich­weite von 29,4 Prozent (- 0,1 Prozentpunkte) erzielt und erreichen nun an einem durchschnittlichen Werktag über 2,9 Millionen Personen ab 14 Jahren in Bayern. Die Programme des Bayerischen Rundfunks erzielten folgende Werte: Bayern 1 erreichte 23,8 Prozent (- 0,8 Prozentpunkte), Bayern 3 erzielte ein Reichweiten­ergebnis von 21,4 Prozent (+ 1,9 Prozentpunkte). B 5 aktuell erreichte 6,8 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren in Bayern (+ 0,7 Prozentpunkte). Bayern 2 erzielte eine Tagesreichweite von 3,6 Prozent (- 0,4 Prozentpunkte). Bayern 4 Klassik erreichte an einem durchschnittlichen Werktag 2,6 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren in Bayern (+ 0,1 Prozentpunkte).
 
Diese Ergebnisse gehören zu den wichtigsten Resultaten der heute veröffentlichten Funkanalyse Bayern 2008, die im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der bayerischen Anbieter von TNS Infratest MediaResearch durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden von Januar bis April 2008 repräsentative Daten zur Hörfunknutzung von insgesamt 23.282 Personen ab 14 Jahren telefonisch-computergestützt (CATI) erhoben und ausgewertet. Analog zur bundesweiten Media-Analyse (ma Radio) bezieht die FAB 2008 erstmals neben der deutschen Wohnbevölkerung auch „EU 27-Ausländer“ ab 14 Jahren bei der Umrechnung in die absolute Anzahl der Hörer mit ein.
 
Die Reichweite für Radiohören insgesamt ist um 0,8 Prozentpunkte auf 83,8 Pro­zent weiter leicht zurückgegangen. Der rückläufige Trend bei der Radiohördauer der letzten Jahre konnte allerdings gestoppt werden: Sie stieg um 9 Minuten auf 228 Minuten pro Werktag. Von dieser Hördauer entfällt auf ANTENNE BAYERN mit 72 Minuten ein Marktanteil von 31,6 Prozent gefolgt von Bayern 1 mit 53 Minuten Hördauer und einem Marktanteil von 23,0 Pro­zent. Die Lokalradios erreichen mit einer unveränderten Hördauer von 51 Minuten einen Marktanteil von 22,4 Prozent. Auf Bayern 3 entfällt mit 36 Minuten ein Marktanteil von 15,9 Prozent. Zusammen­genommen erreichten die bayerischen Privatprogramme einschließlich Radio Melodie und Klassik Radio (Marktanteil 0,6 bzw. 1,1 Prozent) einen Gesamtwert von 53,6 Prozent, der den Marktanteil der fünf Programme des Bayerischen Rundfunks mit insgesamt 43,4 Prozent weiterhin deutlich übertrifft.
 
Radio Gong 96,3 Spitzenreiter in München, Radio F Spitzenreiter in Nürnberg
 

Im Ballungsraum München liegt Radio Gong 96,3 mit einer Reichweite von 15,9 Prozent knapp vor dem letztjährigen Spitzenreiter Radio Arabella, das 15,0 Prozent der Bevölkerung im Stereoempfangsgebiet erreicht. ENERGY München erzielte eine Reich­weite von 13,6 Prozent im Stereoempfangs­gebiet München und liegt damit vor 95.5 CHARIVARI mit 9,8 Prozent. Radio 2DAY 89,0 erzielte eine Reich­weite von 2,2 Prozent der Bevölkerung im Stereoempfangsgebiet München. Das Aus- und Fortbildungsradio afk M94,5 erreichte 1,3 Prozent.
 
Im Ballungsraum Nürnberg hat Radio F/Radio Franken mit einer Reichweite von 11,7 Prozent seine Spitzenposition vor ENERGY Nürnberg mit 10,2 Prozent und Hitradio N1 mit 9,8 Prozent behauptet. Es folgen CHARIVARI 98,6 mit 8,1 Prozent und Radio Gong 97,1 mit 7,2 Prozent Tagesreichweite. Vil RADIO NÜRNBERG und das Aus- und Fortbildungsradio afk max erreichten jeweils 0,7 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren.
 
hitradio rt1 und Radio IN vorne bei Großstadtradios

An den anderen Standorten mit mehr als 100.000 Einwohnern in der Kernstadt hat sich hitradio.rt1 aus Augsburg mit 25,8 Prozent wie im Vorjahr als Spitzenreiter nicht nur der Großstadt- sondern aller bayerischen Lokalradios positioniert, vor Radio IN in Ingolstadt mit 23,3 Prozent und Radio Gong Würzburg  mit 22,9 Pro­zent. Es folgen Radio Charivari Regensburg mit 22,6 Prozent, Radio Charivari Würzburg mit 18,2 Prozent, gong fm in Regensburg mit 14,3 Prozent und Radio Fantasy aus Augsburg mit 12,6 Prozent. ROCK ANTENNE wird in seinem UKW-Verbreitungsgebiet im Raum Augsburg von durchschnittlich 6,1 Prozent der Bevölkerung gehört.

Radio Plassenburg und Radio Chiemgau Spitzenreiter bei Ein- und Zweifrequenzstandorten

Unter den Lokalprogrammen an Einfrequenzstandorten konnte Radio Plassenburg in Kulmbach seine Spitzenposition mit einer Tagesreichweite von 25,4 Prozent behaupten. Auf Platz 2 folgt RADIO CHIEMGAU (Traunstein) mit 24,7 Prozent vor hitradio.rt1 nordschwaben in Donauwörth mit 21,5 Prozent, Radio PRIMATON in Schweinfurt mit 20,9 Prozent und Radio AWN in Straubing mit 18,4 Prozent. Gute Reichweiten­ergebnisse erzielten auch Radio Hitwelle in Erding und Freising mit 17,3 Prozent, Radio Oberland (Garmisch-Partenkirchen) mit 16,5 Prozent sowie TOP FM im westlichen Münchener Umland mit 15,5 Prozent und Radio Alpenwelle in Bad Tölz mit 15,4 Prozent.
 
An den Standorten, die nicht zu den Großstädten zählen und an denen neben der Erstfrequenz auch das Jugendprogramm Radio Galaxy ausgestrahlt wird, konnte sich Radio Ramasuri in Amberg/Weiden mit 24,5 Prozent an der Spitze platzieren. Es folgen  Radio Mainwelle in Bayreuth und RSA Radio in Kempten mit jeweils 21,8 Prozent, Radio Trausnitz in Landshut mit 20,6 Prozent und Radio Primavera in Aschaffenburg mit 19,7 Prozent.

Das Jugendprogramm Radio Galaxy erzielte im Sendegebiet Amberg/Weiden mit 13,6 Prozent die höchste Reichweite der Galaxy-Stationen. In Ansbach und Kempten erreichte Radio Galaxy jeweils13,5 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. In Passau waren es 13,3 Prozent, in Ingolstadt 10,1 Prozent und in Aschaffenburg 9,3  Prozent. Im Durchschnitt wird Radio Galaxy in seinen UKW-Verbreitungsgebieten werktags von 9,6 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren gehört, in der Zielgruppe des Senders – den 14- bis 29-Jährigen – sind es 25,0 Prozent. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung in ganz Bayern erzielte Radio Galaxy eine Reichweite von 2,5 Prozent und von 6,9 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen.
 
Wie im Vorjahr wurde in 2008 die Bewertung der Angebote der bayerischen Radio­programme nicht nur bei den jeweiligen Hörern, sondern auch die Kompetenz bei den derzeitigen Nichthörern erhoben, um Stereotype und eventuelle Vorurteile in der Gesamtbevölkerung und den wichtigsten Zielgruppen aufzudecken.
 
Bei der Bewertung der einzelnen Programmelemente zeigt sich, dass den baye­rischen Privatprogrammen eine führende Kompetenz in zahlreichen wichtigen Bereichen zuerkannt wird: 45,1 Prozent der bayerischen Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren geben an, dass Lokalprogramme Musik nach ihrem Geschmack bringen. In der Zielgruppe der 14 bis 49-Jährigen sind es sogar 52,8 Prozent. Zu ANTENNE BAYERN vertreten bei diesem wichtigen Programmelement 37,4 Prozent der bayerischen Bevölkerung diese Meinung. Bayern 3 wird dies von 29,9 Prozent zugebilligt, Bayern 1 erreicht 27,5 Prozent.
 
Eine im Vergleich zur Konkurrenz herausragende Position wird dem bayerischen Lokalfunk im Vergleich zur Einstufung der anderen Sender auch im Hinblick auf die lokal-regionale Informationskompetenz gegeben: Regionale Nachrichten und Informationen (46,6 Prozent der Bevölkerung), interessante Veranstaltungshinweise (33,6 Prozent) und lokaler Sport (26,5 Prozent). Darüber hinaus gelten die Lokal­programme als besonders präsent bei Aktionen und Veranstaltungen in der Region (38,8 Prozent der Bevölkerung).
 
ANTENNE BAYERN gilt als führendes Radioprogramm in Bezug auf nützliche Verkehrsmeldungen (37,2 Prozent), Professionalität (34,3 Prozent), Gewinn- und Ratespiele (31,3 Prozent), Nachrichten aus Deutschland und der Welt (28,9 Prozent), Wetterbericht (23,4 Prozent) und überregionalen Sport (19,0 Prozent). Die Morgensendung von ANTENNE BAYERN wird von 27,1 Prozent der Bevölkerung positiv herausgestellt.

Starkes Wachstum des digitalen Fernsehempfangs
 
Die Nutzung der in Bayern verbreiteten Fernsehprogramme wurde in der Funk­analyse Bayern 2008 wiederum in einer eigenständigen Stichprobe mit ebenfalls telefonischen Interviews erhoben. Zusätzlich zur Hörfunkerhebung wurden von Januar bis April 2008 weitere 16.447 Befragungen zum Zuschauerverhalten und zur Empfangbarkeit der Fernsehprogramme in Bayern durchgeführt. Bezogen auf die Bevölkerung in Fernsehhaushalten in Bayern hat sich die seit 2004 rückläufige Entwicklung bei den Kabelhaushalten umgekehrt. Der Empfang über Breitband­kabel konnte um 1,4 Prozentpunkte auf 45,2 Prozent zulegen, während der Satellitendirektempfang um 1,7 Prozentpunkte auf 49,6 Prozent zurückging. Ausschließlich über digitale oder analoge terrestrische Frequenzen werden die Fernsehprogramme nur noch von 5,0 Prozent der bayerischen Bevölkerung ab 14 Jahren in Fernsehhaushalten empfangen (+ 0,1 Prozentpunkte). Erstmals erfasst wurde der TV-Empfang über DSL: 0,2 Prozent der Bevölkerung in Fernsehhaushalten nutzen bereits diesen Empfangsweg.
 
46,0 Prozent der Bevölkerung in Fernsehhaushalten verfügen bereits über eine digitale Empfangsmöglichkeit entweder via Satellit (32,9 Prozent), Kabel (9,4 Pro­zent), DVB-T (3,5 Prozent) oder DSL (0,2 Prozent). Das Wachstum der digitalen TV-Verbreitung insgesamt hat sich damit gegenüber dem Vorjahr wieder deutlich beschleunigt (+ 81 Prozent).
 
Zuschauergewinne für Lokal-TV
 

Zum weitesten Seherkreis der Lokalfernsehprogramme zählen aktuell rund 3,2 Millionen Zuschauer ab 14 Jahren in Bayern. Dies bedeutet, dass sich insgesamt fast ein Drittel (31,9 Prozent) der Bevölkerung ab 14 Jahren im Verlauf von 14 Tagen mit dem Lokalfernsehen beschäftigen, in Kabelhaushalten sind es sogar mehr als die Hälfte (50,5 Prozent, 2,28 Mio.) aller potenziellen Zuschauer.
 
An einem durchschnittlichen Werktag Montag bis Freitag erreichen die lokalen Fernsehprogramme 8,4 Prozent der Bevölkerung in Bayern. Dies entspricht 844.000 Personen ab 14 Jahren. In Kabelhaushalten liegt die Tagesreichweite der lokalen TV-Stationen bei 15,3 Prozent (701.000 Zuschauer Mo-Fr). Damit stehen die lokalen Fernsehprogramme im Kabel noch vor RTL 2, MTV, DSF, Kabel1, VIVA und vielen anderen auf einem guten 8. Rangplatz hinter ARD, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben, dem Bayerischen Fernsehen und VOX.
 
Oberpfalz TV Spitzenreiter bei prozentualer Reichweite
intv – der infokanal mit größtem Marktanteil im RTL-Fenster
 

Bezogen auf das jeweilige Sendegebiet führt Oberpfalz TV mit 27,2 Prozent Tages­reichweite die Rangreihe der erfolgreichsten Lokal TV Sender an. Gute Reich­weitenergebnisse erzielten hier auch TVA Regionalfernsehen in Regensburg mit 24,7 Prozent, intv - der infokanal (Ingolstadt) mit 21,7 Prozent, Donau TV (Deggen­dorf) mit 21,4 Prozent, Tele Regional Passau 1 mit 20,6 Prozent, TV Allgäu Nachrichten mit 19,1 Prozent, TV touring Würzburg mit 18,3 Prozent, augsburg.tv mit 17,3 Prozent, TV Oberfranken und TV touring Schweinfurt mit jeweils 16,9 Pro­zent und Regional Fernsehen Landshut mit 16,7 Prozent (Mo-Fr, Personen ab 14 Jahren in Kabelhaushalten in den jeweiligen Kabelverbreitungsgebieten).
 
Spitzenreiter unter den lokalen RTL-Fensterprogrammen in der Sendezeit von Montag bis Freitag, 18:00 bis 18:30 Uhr ist intv - der infokanal mit einem hervor­ragenden Marktanteilswert von 37,9 Prozent (Bevölkerung ab 14 Jahren in Empfangshaushalten) vor Oberpfalz TV mit 28,6 Prozent sowie TVA Regional­fernsehen und Donau TV mit jeweils 28,3 Prozent Marktanteil. Überdurchschnitt­liche Marktanteile erzielten hier zudem TV Oberfranken mit 26,3 Prozent, TV Allgäu Nachrichten mit 20,3 Prozent, TV touring Schweinfurt mit 18,5 Prozent, Franken TV/RTL Franken Life TV in Nürnberg mit 17,9 Prozent und augsburg.tv mit 17,8 Prozent Marktanteil. Im bayernweiten Durchschnitt beläuft sich der Marktanteil der lokalen RTL-Fenster in der Fensterzeit auf 17,3 Prozent. Dass sich die Bayerischen RTL-Fenster hier im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Marktanteilspunkte steigern konnten, spricht für die große Relevanz, die lokale Fernsehinhalte für die Fernsehzuschauer haben.
 
Der Ballungsraum-Fernsehsender münchen.tv/RTL München Live erreicht mit 186.000 Personen ab 14 Jahren in Bayern im Lokalsendervergleich nach wie vor die meisten Zuschauer pro Tag (Montag bis Freitag) gefolgt von Franken TV/RTL Franken Life TV in Nürnberg mit 118.000 Zuschauern und TV Oberfranken in Hof mit 88.000 Zuschauern. intv - der infokanal und augsburg.tv erreichen mit 71.000 bzw. 70.000 Personen ebenfalls beachtliche Zuschauer­zahlen.
 
Das landesweite Fensterprogramm "Sat.1 17.30 Live für Bayern" erzielte bezogen auf die Bevölkerung ab 14 Jahren in den Sat.1-Fensterhaushalten in seiner Sende­zeit Montag bis Freitag von 17:30 bis 18:00 Uhr einen Marktanteil von 13,8 Prozent und ist damit in seiner Sendezeit Marktführer vor allen anderen nationalen und regionalen Programmangeboten..
 
Lokal-TV via Internetstream stößt auf Nutzer-Interesse
 
Über 150.000 Zuschauer der bayerischen Lokalprogramme haben mittlerweile auch schon die Gelegenheit genutzt, auf einer der Internetseiten der Lokalsender Videobeiträge abzurufen. Der Weiteste Nutzerkreis (Nutzung innerhalb der letzten 14 Tage) liegt bei immerhin gut 60.000. Dabei sind es nicht nur junge Ziel­gruppen, die die Möglichkeit nutzen, gezielt Lokalfernsehbeiträge im Internet abzurufen.

Radio im Tagesverlauf deutlich vor Internet- Nutzung
 
Gegenüber der Funkanalyse Bayern 2007 hat sich die Nutzung des Internet weiter erhöht. 62,7 Prozent der Bevölkerung gegenüber 58,0 Prozent im Vorjahr nutzen das Internet mindestens einmal pro Woche. In der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen sind es sogar 81,9 Prozent (Vorjahr: 77,3 Prozent). 46,0 Prozent der Gesamtbevölkerung nutzen das Internet inzwischen regelmäßig, d.h. an 4 bis 7 Tagen pro Woche (Vorjahr: 41,2 Prozent).
 
Erstmals wurde bei der Funkanalyse Bayern die private Internetnutzung im Tagesverlauf detailliert erhoben. An einem durchschnittlichen Wochentag wird das Internet von 19,2 Prozent der Bevölkerung privat genutzt. Bezogen auf die Gesamtbe­völkerung liegt die durchschnittliche Internet-Nutzungsdauer pro Tag bei 28 Minuten. Bei den 14- bis 19-Jährigen sind dies 41,1% bzw. 63 Minuten pro Tag. Damit liegt die Internetnutzungsdauer bei den Jüngeren bereits knapp hinter der Tonträgernutzung (73 Minuten).
 
23,2 Prozent der Bevölkerung haben schon einmal Radio über das Inter­net gehört. Rund sieben Prozent der bayerischen Bevölkerung hören inzwischen ein- bis mehrmals pro Woche Radio via Internet. Die tägliche Nutzung (1,4 Prozent der Bevölkerung) ist aber immer noch vergleichsweise gering.
 
Beim Vergleich der Mediennutzung im Tagesverlauf zeigt sich, dass die klassischen Medien Fernsehen und Hörfunk im gesamten Tagesverlauf noch deutlich stärker genutzt werden als das Internet. Die private Radionutzung liegt bei der Bevölkerung ab 14 Jahren von 5:00 Uhr morgens bis etwa 21:00 Uhr deutlich vor der privaten Internetnutzung.

BLM-Präsident wertet Behauptung der Marktposition des lokalen Rundfunks positiv
 
Angesichts des immer stärkeren Wettbewerbs durch das stetig wachsende Programm-Angebot über Internet und digitale Kanäle wertet BLM-Präsident Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring das Ergebnis des bayerischen Lokalrundfunks mit der Behauptung der Marktposition als positiv. Für das lokale Fernsehen werde sich zudem in der weiteren Perspektive positiv auswirken, dass bis August alle lokalen TV-Programme auch digital im Kabel verbreitet werden. Darüber hinaus strebe die BLM eine baldige digitale Einspeisung der lokalen RTL-Fenster an.
Dagegen steht die Digitalisierung des Hörfunks erst am Anfang. Für den lokalen Hörfunk komme es aber ebenso wie für das lokale Fernsehen darauf an sich durch kontinuierliche Programminvestitionen für den weiter zunehmenden digitalen Wettbewerb zu rüsten, so Ring.
 
Bemerkenswert sei aber laut Ring auch, dass entgegen der allgemeinen Euphorie für das Internet der Hörfunk und das Fernsehen nach wie die mit Abstand am meisten genutzten Medien im Tagesverlauf sind. Während der Hörfunk tagsüber das reichweitenstärkste Medium ist, liegt das Fernsehen am Abend klar in der Gunst der Nutzer vorn. Das Internet könne dagegen nur bei den 14- bis 19-Jährigen die klassischen Medien im Tagesverlauf zeitweise überflügeln. 
 
Diese Informationen, die ausführlichen Ergebnisse der Funkanalyse Bayern 2008 und die Funkplanungsdaten der einzelnen Sender finden Sie auch im Internet unter: www.blm.de.
 
 
Rückfragen:
 
1. bis 2. Juli 2008 Telefon: 0911 / 8606-6940