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Medienrat weist Jugendradio UKW-Stützfrequenzen zu

08.05.2008 | 35 / 2008

Der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat in seiner Sitzung am 8. Mai 2008 die UKW-Stützfrequenzen Augsburg 94,8 MHz, München 104,0 MHz, Nürnberg 103,6 MHz, Regensburg 107,5 MHz und Würzburg 95,8 MHz einem Jugendradioprogramm mit dem Arbeitstitel „Radioblut“ für vier Jahre zur Nutzung zugewiesen.
 
Unter den 25 Bewerbungen mit unterschiedlichen Zielgruppen fiel die Ent­scheidung des Medienrats vor allem deshalb auf das Jugendradio-Konzept, weil sich der Bewerber intensiv darum bemüht, ein neues Radiokonzept zu entwickeln, das Jugendliche wieder mit dem Radio verbinden soll. Dabei trägt das Konzept auch der Tatsache Rechnung, dass mittlerweile das Internet zum wichtigsten Medium für Jugendlichen geworden ist. Dazu kommt, dass das angestrebte Format an den ausgeschriebenen Standorten realisiert werden kann, ohne die wirtschaft­liche Basis der dort bestehenden Radios zu gefährden.
 
Die noch zu gründende Anbietergesellschaft wird folgende Inhaber- und Beteili­gungsverhältnisse haben:

Kapitalanteile
Radioblut GmbH & Co. Studiobetriebs KG               45 %
Radio Melodie Programmanbieterges. mbH & Co. Studiobetriebs KG                                     40 %
Digitaler Rundfunk Bayern GmbH & Co 15 %
Das Abstimmungsquorum für Programmangelegenheiten liegt bei mindestens 66 Prozent.
 
Mit dem Programm soll die Kernzielgruppe der Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jah­ren angesprochen werden. Musikalisch plant Radioblut eine deutliche Abgrenzung zum Formatradio. Radioblut will sich stattdessen aus einem breiten Musikspektrum von Electronic Pop über die diversen Black-Musik-Stile wie R & B, HipHop, Rap, Reggae, Soul, Alternative Rock, Brit Bop, Independent Pop & Rock, Dance und Club-Music bedienen. Zudem sollen die Jugendlichen aktiv in die Programm­gestaltung einbezogen werden. Das Internetangebot von Radioblut soll ein zentraler Bestandteil der Kommunikation mit den Jugendlichen werden und ein gleichwertiger Kommunikationskanal neben dem Radioprogramm sein.
 
Die BLM behält sich den Widerruf der Frequenzzuweisungen bei Änderung des Programmformats ausdrücklich vor. Außerdem erwartet die Landeszentrale, dass in das Programm Zulieferungen der Kirchen und des Bayerischen Jugendrings er­möglicht werden.
 
Zudem soll das Programm in Kooperation mit Radio Galaxy vermarktet werden.


>> Kontakt: Dr. Wolfgang Flieger, Tel. (089) 63808-313, wolfgang.flieger@blm.de