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tat:funk - Sieger des vergangenen Schuljahres werden geehrt - Langjähriger Kooperationspartner „Stiftung Zuhören“ übernimmt das deutschlandweite Projekt

08.11.2012 | 83 / 2012

Schüler managen über ein Schuljahr hinweg ein Projekt, arbeiten im Team und erstellen dabei eine eigene Radiosendung. Die Schule öffnet sich für Experten von außen, die ihr Know-how einbringen und Schule ein Stück lebensnäher machen. Das ist tat:funk. Seit zehn Jahren praktizieren Lehrer und Schüler deutschlandweit diese neue Unterrichtsform. Dem bayerischen Kultusministerium diente das Projekt bei der Konzipierung des sogenannten P-Seminars als Vorbild.

„Wir wollten mit tat:funk zeigen, was in unserer Schule alles möglich ist, wenn man Verantwortungssinn und Eigeninitiative der Schüler stärkt“, erläutert Carl-August Graf v. Kospoth von der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG, die das Projekt 2002 ins Leben gerufen hat. Bisher haben rund 90 Schulen in insgesamt zehn Bundesländern tat:funk erprobt.

Auch im Jubiläumsjahr 2011/12 fand für alle Projektteilnehmer der deutschlandweite tat:funk-Wettbewerb statt. Hierbei wurden die 28 eingeschickten Sendungen der teilnehmenden Schulen von einer fachkundigen Jury kritisch bewertet. Die drei Siegergruppen werden heute Abend im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im BMW-Pavillon am Lenbachplatz ausgezeichnet:

1. Platz: A.B. von Stettensches Institut Augsburg mit „Einschnitt – Kleider machen Leute arm“
2. Platz: Gymnasium Wittstock mit „Tat:Zeit – vom Urmensch zum Uhrmensch“
3. Platz: Katharinen-Gymnasium Ingolstadt mit „Es ist noch lange früh genug“

Übergabe des Projekts an die Stiftung Zuhören
Die operativ arbeitende Eberhard von Kuenheim Stiftung wird im Rahmen der Preisverleihung das Projekt tat:funk an ihren langjährigen Kooperationspartner „Stiftung Zuhören“ übergeben. Als deutschlandweit agierende Stiftung, getragen von öffentlich rechtlichen Sendern und Landesmedienanstalten, wird sie in Zukunft das Projekt weiterführen. Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks, werden das Projekt tat:funk für die Stiftung in Empfang nehmen.

„tat:funk vermittelt Jugendlichen den kreativen und kompetenten Umgang mit Medien. Sie lernen, im Team zu arbeiten und eigenverantwortlich ein Projekt zu entwickeln. Die Jugendlichen erwerben Schlüsselqualifikationen, die für das spätere Berufsleben enorm wichtig sind. Im Rahmen seines Bildungsauftrags beteiligt sich der Bayerische Rundfunk sehr gerne an diesem renommierten bundesweiten Wettbewerb“, betont Ulrich Wilhelm. Der Bayerische Rundfunk und die Bayerische Landeszentrale für neue Medien werden gemeinsam die Projektumsetzung von tat:funk in der Stiftung Zuhören unterstützen. Eine Entwicklung, die auch Siegfried Schneider begrüßt: „Es freut mich, dass das Medienkompetenz-Projekt tat:funk nun in der Stiftung Zuhören weitergeführt wird, um so die praktische Radioarbeit noch mehr an Schulen zu verankern. tat:funk macht das P-Seminar zur Radio-Redaktion. Besonders spannend sind dabei die vielfältigen Themen und die kreative Umsetzung der Schüler – ob Magazinsendung oder Hörspiele, mit großem Engagement, Ernsthaftigkeit und Herzblut wird recherchiert, geschrieben und produziert. tat:funk in der Schule bereitet deshalb nicht nur auf die beruflichen Herausforderungen vor, sondern begeistert die jungen Talente für das Medium Radio.“

Kontakt und Fotos:
Bettina Schröer/ Eberhard von Kuenheim Stiftung/ Amiraplatz 3/ 80333 München
Tel.: 089-382 52823 / bettina.schroeer@bmw.de  / www.kuenheim-stiftung.de

tat:funk
Schülerinnen und Schüler der Oberstufe erhalten den Auftrag, im Laufe eines Schuljahres selbstständig eine eigene Radiosendung zu planen, umzusetzen und zu produzieren.
Dabei arbeiten sie nicht wie in einer normalen Schulklasse, sondern als richtige Radio-Redaktion. Ob Recherche, Interviewpartner oder Produktionstermine – sie müssen alles selbst organisieren. Die Schüler üben so, ein eigenes Projekt von Beginn an zu planen, ihre Ideen umzusetzen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dabei trainieren sie unternehmerische Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit und Verantwortungsbereitschaft.
Im Verlauf des Schuljahres werden die Schüler von einem außerschulischen Experten, einem Mediencoach, unterstützt. Er bringt ihnen das 1x1 des Radio-Journalismus bei. Darüber hinaus ist tat:funk aber auch Unterricht: Ein Lehrer moderiert den Kurs, er benotet auch den Einsatz der Schüler, die diese Note ins Abitur einbringen. Auf die einjährige Projektarbeit und die neue Rolle eines Mode-rators werden alle teilnehmenden Lehrer in einer eigens konzipierten Fortbildung vorbereitet. Jedes Schuljahr schließt mit einem bundesweiten tat:funk-Wettbewerb ab, bei dem die besten drei Sendungen prämiert werden.

Weitere Informationen: www.tatfunk.de

Stiftung Zuhören
Die Stiftung Zuhören ist die führende Institution zur Zuhörförderung in Deutschland. Ihr Ziel ist, die Bedeutung des Zuhörens als kulturelle Grundfertigkeit sowie den kompetenten Umgang mit Medien zu fördern. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Projekten zur Zuhör- und Medienkompetenzförderung von Kindern und Jugendlichen zwischen 3 und 16 Jahren. Über ihre Projekte erreicht die Stiftung jährlich mehr als 50.000 Kinder und Jugendliche unmittelbar. Die Stiftung kooperiert mit rund 2.500 Schulen bundesweit.

Weitere Informationen: www.stiftung-zuhoeren.de


>> Kontakt: Dr. Wolfgang Flieger, Tel. (089) 63808-313, wolfgang.flieger@blm.de