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Ergebnisse der Funkanalyse Bayern 2012: Reichweiten-Zuwächse für Lokalradio und Lokalfernsehen, ANTENNE BAYERN baut Spitzenposition aus - 75 Prozent der bayerischen Bevölkerung nutzen digitales Fernsehen, 7,7 Prozent Digital Radio (DAB)

10.07.2012 | 36_2 / 2012

Trotz zunehmenden Wettbewerbs ist es den bayerischen Lokalradio- und Lokal TV-Programmen gelungen, Reichweiten-Zuwächse im Hörer- und Zuschauermarkt zu erzielen. Die Lokal TV-Anbieter erreichen an einem durchschnittlichen Werktag 858.000 Zuschauer (+45.000 Zuschauer). Dies entspricht einer Reichweite von 8,1 Prozent. In Kabelhaushalten schalten sogar 14,6 Prozent werktäglich ein lokales Fernsehprogramm ein. 

Die bayerischen Lokalradios haben 2012 eine Reichweite von 29,3 Prozent erzielt und erreichen nun an einem durchschnittlichen Werktag 3,27 Millionen Personen ab 10 Jahren in Bayern (+153.000 Hörer). Damit wurde der bisherige Höchstwert von 3,3 Mio. Personen aus dem Jahr 2004 nur knapp verfehlt. ANTENNE BAYERN hat nach den Ergebnissen der Funkanalyse Bayern 2012 wiederum die höchste Reichweite von allen in Bayern empfangbaren Radioprogrammen erzielt: 35,1 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren hören an einem durchschnittlichen Werktag (Montag-Freitag) das Programm von ANTENNE BAYERN. ANTENNE BAYERN hat damit im Vergleich zum Vorjahr mehr als eine halbe Million Hörer zugelegt und erreicht nun nahezu 4 Millionen Personen ab 10 Jahren.

Die Programme des Bayerischen Rundfunks erzielten folgende Werte: Bayern 1 29,1 Prozent, Bayern 3 23,1 Prozent, B 5 aktuell 5,7 Prozent, Bayern 2 3,9 Prozent sowie BR Klassik 1,8 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren an einem durch-schnittlichen Werktag in Bayern.

Diese Ergebnisse gehören zu den wichtigsten Resultaten der heute veröffentlichten Funkanalyse Bayern 2012, die im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der bayerischen Anbieter von TNS Infratest MediaResearch durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden von Januar bis April 2012 repräsentative Daten zur Hörfunknutzung von insgesamt 22.370 Personen ab 10 Jahren telefonisch-computergestützt (CATI) erhoben und ausgewertet. Zusätzlich zur Hörfunkerhebung wurden von Januar bis Mai 2012 weitere 14.451 Befragungen zum Zuschauerverhalten und zur Empfangbarkeit der Fernsehprogramme in Bayern durchgeführt.

Internet-Nutzung auf 73,6 Prozent gestiegen

Gegenüber der Funkanalyse Bayern 2011 hat sich die Nutzung des Internet weiter erhöht. 73,6 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren gegenüber 70,7 Prozent im Vorjahr nutzen das Internet mindestens einmal pro Woche. In der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen sind es sogar 92,2 Prozent (Vorjahr: 90 Prozent). 57,4 Prozent der Gesamtbevölkerung ab 10 Jahren nutzen das Internet inzwischen regelmäßig, d.h. an 4 bis 7 Tagen pro Woche (Vorjahr: 54,4 Prozent).

Wie im Vorjahr wurde bei der Funkanalyse Bayern die private Internetnutzung im Tagesverlauf detailliert erhoben. An einem durchschnittlichen Werktag wird das Internet von 32,2 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahre privat genutzt (Vorjahr 29,2 Prozent). Die durchschnittliche Internet-Nutzungsdauer pro Werktag liegt bei 39 Minuten (Vorjahr 37 Minuten). Bei den 10- bis 19-Jährigen nutzen bereits 57,9 Prozent an Werktagen das Internet (Vorjahr: 53,4 Prozent) bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 67 Minuten pro Tag (Vorjahr 60 Minuten).

Beim Vergleich der Mediennutzung im Tagesverlauf zeigt sich, dass der Hörfunk im Tagesverlauf von 5 Uhr morgens bis etwa 20 Uhr weiterhin deutlich stärker genutzt wird als das Internet. Auch bei den 10- bis 19-Jährigen liegt bis 19 Uhr immer noch der Hörfunk vor dem Internet.

Digital Radio erreicht 7,7 Prozent der Bevölkerung

Die Verbreitung von Digital Radio (DAB) gewinnt in Bayern weiter an Bedeutung. Immerhin 7,7 Prozent der bayerischen Bevölkerung (817.000 Personen ab 10 Jahren) verfügt inzwischen über mindestens ein DAB-Empfangsgerät. Ein DAB-Empfangsgerät in der Wohnung haben 7,1 Prozent der Bevölkerung in Bayern, ein DAB-Radio im Auto 2,9 Prozent.

Hauptübertragungsweg für Internetradio ist der PC (30,2 Prozent der Bevölkerung). Über ein sogenanntes IP-Radio-Empfangsgerät verfügen 5,1 Prozent der Bevölkerung. 10,5 Prozent nutzen Internetradio über Handy.

35,5 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren haben zudem schon einmal Radio über das Internet gehört. 12,0 Prozent der bayerischen Bevölkerung hören inzwischen mindestens einmal pro Woche Radio via Internet. Die tägliche Nutzung von Radioprogrammen über das Internet ist aber mit 2,4 Prozent der Bevölkerung immer noch vergleichsweise gering.

Drei Viertel der bayerischen Bevölkerung nutzen digitales Fernsehen

75,2 Prozent der Bevölkerung in Fernsehhaushalten in Bayern (plus 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr) verfügt bereits über mindestens eine digitale Empfangsmöglichkeit entweder via Satellit, Kabel, DVB-T oder DSL. Während der terrestrische Übertragungsweg bereits seit dem Jahr 2009 komplett digitalisiert ist, liegt der Digitalisierungsgrad im Kabel trotz einer Steigerung um 12 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr immer noch bei vergleichsweise niedrigen 46,2 Prozent. Im Gegensatz dazu hatten zum Zeitpunkt der Befragung schon 88,2 Prozent der Bevölkerung in Satellitenhaushalten auf digitalen Empfang umgestellt (Vorjahr 80,7 Prozent). Nachdem die analoge Satellitenverbreitung Ende April 2012 eingestellt wurde, ist davon auszugehen, dass der weitaus überwiegende Teil der verbliebenen analogen Satellitenhaushalte inzwischen auf digitalen Empfang umgestellt hat.

Bezogen auf die Bevölkerung in Fernsehhaushalten in Bayern ist der Empfang über Breitbandkabel um 1,2 Prozentpunkte auf 42,4 Prozent angestiegen, während der Satellitendirektempfang um einen Prozentpunkt auf 52,4 Prozent zurückgegangen ist. Ausschließlich über digitale terrestrische Frequenzen werden die Fernsehprogramme von 3,3 Prozent der bayerischen Bevölkerung ab 14 Jahren in Fernsehhaushalten empfangen (Vorjahr 3,9 Prozent). Der TV-Empfang über DSL konnte um 0,5 Prozentpunkte auf 2,0 Prozent der Bevölkerung in Fernsehhaushalten zulegen.

Zuschauerpotenzial des lokalen Fernsehens steigt

Das Reichweitenpotenzial von Lokal TV ist im Vergleich zum Vorjahr von 74 Prozent auf 77 Prozent der bayerischen Bevölkerung angestiegen. Mit der Abschaltung der analogen Satellitenverbreitung Ende April 2012 dürfte auch das Empfangspotenzial für Lokal TV zwischenzeitlich noch einmal deutlich angestiegen sein.

Zum Weitesten Seherkreis der Lokalfernsehprogramme zählen aktuell rund 3,2 Millionen Zuschauer ab 14 Jahren in Bayern. Somit sehen insgesamt fast ein Drittel (31 Prozent) der Bevölkerung in TV Haushalten ab 14 Jahren im Verlauf von 14 Tagen lokale Fernsehangebote, in Kabelhaushalten sind es sogar 43,8 Prozent aller potenziellen Zuschauer (2,0 Mio. Personen ab 14 Jahren).

An einem durchschnittlichen Werktag Montag bis Freitag erreichen die lokalen Fernsehprogramme 8,1 Prozent der Bevölkerung in Bayern. Dies entspricht 858.000 Personen ab 14 Jahren. In Kabelhaushalten liegt die Tagesreichweite der lokalen TV-Stationen bei 14,6 Prozent (651.000 Zuschauer Mo-Fr). Damit stehen die lokalen Fernsehprogramme im Kabel noch vor RTL II, n-tv, kabel eins, N24, SPORT1 und vielen anderen auf einem guten 8. Rangplatz hinter ARD, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben, dem Bayerischen Fernsehen und VOX.

Donau TV Spitzenreiter bei prozentualer Reichweite
Oberpfalz TV mit größtem Marktanteil im RTL-Fenster

Bezogen auf das jeweilige Sendegebiet führt Donau TV aus Deggendorf mit 28,3 Prozent Tagesreichweite vor Oberpfalz TV (Amberg/Weiden) mit 27,7 Prozent die Rangreihe der erfolgreichsten Lokal TV Sender an. Gute Reichweitenergebnisse erzielten hier auch TVA Regionalfernsehen (Regensburg) mit 22,2 Prozent, TV Oberfranken (Hof) mit 21,1 Prozent, TV touring Würzburg mit 20,9 Prozent und TV touring Schweinfurt mit 20,3 Prozent (Mo-Fr, Personen ab 14 Jahren in Kabel-haushalten in den jeweiligen Kabelverbreitungsgebieten).

Spitzenreiter unter den lokalen RTL-Fensterprogrammen in der Sendezeit von Montag bis Freitag, 18:00 bis 18:30 Uhr ist Oberpfalz TV mit einem Marktanteilswert von 35,7 Prozent (Bevölkerung ab 14 Jahren in RTL-Fensterhaushalten) vor Donau TV mit 29,0 Prozent. Herausragende Marktanteile erzielten hier zudem main tv in Aschaffenburg mit 24,6 Prozent, TV touring Würzburg mit 23,0 Prozent und TV Oberfranken mit 22,0 Prozent. Im bayernweiten Durchschnitt beläuft sich der Marktanteil der Lokalprogramme in der Fensterzeit auf 17,2 Prozent. Damit haben sich die lokalen Fernsehprogramme in der Sendezeit von 18.00 bis 18.30 Uhr vor allen anderen Fernsehprogrammen positioniert.

Der Ballungsraum-Fernsehsender münchen.tv/RTL München Live erreicht mit 203.000 Personen ab 14 Jahren in Bayern im Lokalsendervergleich nach wie vor die meisten Zuschauer pro Tag (Montag bis Freitag) gefolgt von Franken Fernsehen/RTL Franken Life TV in Nürnberg mit 122.000 Zuschauern und TV Oberfranken in Hof mit 83.000 Zuschauern. a.tv - Fernsehen für Augsburg und Schwaben und Oberpfalz TV erreichen mit 63.000 bzw. 56.000 Personen ebenfalls beachtliche Zuschauerzahlen.

393.000 Zuschauer der bayerischen Lokalprogramme haben mittlerweile auch schon die Gelegenheit genutzt, auf einer der Internetseiten der Lokalsender lokale Videobeiträge abzurufen. Der Weiteste Nutzerkreis (Nutzung innerhalb der letzten 14 Tage) liegt bei 57.000 Zuschauern.

Das landesweite Fensterprogramm "Sat.1 17.30 Live für Bayern" erzielte bezogen auf die Bevölkerung ab 14 Jahren in den Sat.1-Fensterhaushalten in seiner Sendezeit Montag bis Freitag von 17:30 bis 18:00 Uhr einen Marktanteil von 17,2 Prozent und konnte sich damit im Vergleich zum Vorjahr (12,5 Prozent) deutlich steigern. Bei der absoluten Zuschauerzahl erzielte Sat.1 17.30 Live für Bayern eine Steigerung von 251.000 im Vorjahr auf aktuell 264.000 Zuschauer ab 14 Jahre (Tagesreichweite, Bayern gesamt, Montag bis Freitag).

Reichweite und Nutzungsdauer des Hörfunks deutlich angestiegen

Die Reichweite für Radiohören insgesamt ist an einem durchschnittlichen Werktag um 2,6 Prozentpunkte auf 89,3 Prozent angestiegen. Die Radiohördauer hat mit einem Plus von 22 Minuten auf 254 Minuten pro Werktag bei der Bevölkerung ab 10 Jahren ebenfalls deutlich zugelegt. Von dieser Hördauer entfällt auf Bayern 1 mit 68 Minuten ein Marktanteil von 26,6 Prozent gefolgt von ANTENNE BAYERN mit 65 Minuten Hördauer und einem Marktanteil von 25,6 Prozent. Die Lokalradios erreichten mit einer Hördauer von 46 Minuten einen Marktanteil von 18,2 Prozent. Auf Bayern 3 entfällt mit 35 Minuten ein Marktanteil von 13,8 Prozent. Zusammengenommen erreichen die bayerischen Privatprogramme einschließlich Klassik Radio (Marktanteil 1,0 Prozent), Rock Antenne (Marktanteil 0,9 Prozent) und egoFM (Marktanteil 0,6 Prozent) einen Gesamtwert von 46,3 Prozent, während die Hörfunkprogramme des Bayerischen Rundfunks insgesamt einen Marktanteil von 45,3 Prozent erzielen.

ENERGY München Spitzenreiter in München, Hit-Radio N1 Spitzenreiter in Nürnberg

Im Ballungsraum München hat ENERGY München erstmals mit einer Reichweite von 14,3 Prozent die Spitzenposition vor Radio Arabella eingenommen, das 12,6 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren in seinem etwas größeren Sendegebiet erreicht. 95.5 Charivari erzielte eine Reichweite von 12,2 Prozent im Stereoempfangsgebiet München und liegt damit knapp vor Radio Gong 96,3 mit 11,6 Prozent. Radio 2DAY 89,0 erzielte eine Reichweite von 2,8 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren, das Aus- und Fortbildungsradio afk M94.5 einen Wert von 0,3 Prozent.

Im Ballungsraum Nürnberg ist Hit-Radio N1 mit einer Reichweite von 14,1 Prozent auf der Gesamtfrequenz der neue Spitzenreiter vor Radio F/Radio Franken mit 11,5 Prozent. Es folgen ENERGY Nürnberg mit 10,1 Prozent vor Charivari 98,6 mit 9,1 Prozent, Radio Gong 97,1 mit 9,0 Prozent und Star FM mit 5,3 Prozent Tagesreichweite im Stereoempfangsgebiet Nürnberg. Radio Z erzielte eine Reichweite von 0,7 Prozent; vilradio Nürnberg erreichte 0,4 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren.

hitradio.rt1 und gong fm Regensburg vorne bei Großstadtradios

An den weiteren Standorten mit mehr als 100.000 Einwohnern in der Kernstadt hat sich hitradio.rt1 aus Augsburg mit 29,5 Prozent wiederum als Spitzenreiter nicht nur der Großstadt-Lokalsender, sondern aller bayerischen Lokalradios positioniert vor Radio Gong Würzburg mit 25,2 Prozent und gong fm in Regensburg mit 17,5 Prozent. Es folgen Radio IN in Ingolstadt mit 17,2 Prozent, Radio Fantasy aus Augsburg mit 15,6 Prozent, Radio Charivari Würzburg mit 15,1 Prozent und Radio Charivari Regensburg mit 14,2 Prozent.

Radio Plassenburg und Radio Mainwelle Spitzenreiter bei Ein- bzw. Zweifrequenzstandorten

Unter den Lokalprogrammen an Einfrequenzstandorten hat Radio Plassenburg in Kulmbach mit einer Tagesreichweite von 26,0 Prozent die Spitzenposition eingenommen. Auf den weiteren Plätzen folgen hitradio.rt1 nordschwaben in Donauwörth mit 21,6 Prozent, Radio PRIMATON in Schweinfurt mit 18,0 Prozent und Radio Oberland in Garmisch-Partenkirchen mit 15,5 Prozent. Gute Reichweitenergebnisse erzielten auch Radio AWN in Straubing mit 15,1 Prozent, BAYERNWELLE SÜDOST in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein mit 15,0 Prozent, unserRadio Deggendorf mit 14,4 Prozent und 106.4 TOP FM in Fürstenfeldbruck mit 12,2 Prozent.

An den 12 Standorten, an denen neben der Erstfrequenz auch das Jugendprogramm Radio Galaxy über UKW ausgestrahlt wird, konnte sich Radio Mainwelle in Bayreuth mit 26,4 Prozent vor Radio Ramasuri in Weiden/Amberg/Tirschenreuth mit 22,9 Prozent an der Spitze platzieren. Es folgen Radio Trausnitz in Landshut und RADIO EINS in Coburg mit jeweils 19,3 Prozent, Radio Primavera in Aschaffenburg mit 18,3 Prozent, Radio Euroherz in Hof mit 17,0 Prozent, Radio Bamberg mit 16,3 Prozent und RADIO 8 in Ansbach mit 14,0 Prozent.

Radio Galaxy mit hohen Reichweiten in der Zielgruppe 14 bis 29 Jahre

In den UKW-Verbreitungsgebieten des Senders wird das Jugendprogramm Radio Galaxy täglich von einem Drittel der 14- bis 29-Jährigen (32,4 Prozent) gehört. Bezogen auf alle Personen ab 10 Jahren erzielte Radio Galaxy im Sendegebiet Hof mit 17,5 Prozent die höchste Reichweite der Galaxy-Stationen. In Kempten erreichte Radio Galaxy 15,3 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren. In Bamberg waren es 15,2 Prozent, in Ingolstadt 14,7 Prozent, in Amberg/Weiden 13,6 Prozent sowie in Landshut 13,5 Prozent. Im Durchschnitt wird Radio Galaxy in seinen UKW-Verbreitungsgebieten werktags von 13,6 Prozent der Bevölkerung ab 10 Jahren gehört (Vorjahr 12,6 Prozent). Der Jugendsender egoFM erreichte trotz des starken Wettbewerbs in den bayerischen Großstädten im Durchschnitt 5,9 Prozent der 14- bis 29-Jährigen in seinen UKW-Gebieten und damit deutlich mehr als im Vorjahr (3,8 Prozent).

Programmbewertungen und Images

Bei der Bewertung der einzelnen Programmelemente zeigt sich, dass den bayeri-schen Privatprogrammen nach wie vor eine führende Kompetenz in zahlreichen wichtigen Bereichen zuerkannt wird: 45,5 Prozent der bayerischen Gesamtbevölkerung ab 10 Jahren geben an, dass die Lokalprogramme Musik nach ihrem Geschmack bringen. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sind es sogar 54,0 Prozent. Zu ANTENNE BAYERN vertreten bei diesem wichtigen Programmelement 41,7 Prozent der bayerischen Bevölkerung ab 10 Jahren diese Meinung. Bayern 3 wird dies von 31,5 Prozent zugebilligt, Bayern 1 erreicht 30,2 Prozent.

Die Lokalradios zeichnen sich vor allen anderen Sendern durch ihre besondere Hörernähe aus. Sie vermitteln wichtige Informationen aus dem Nahbereich (43,7 Prozent der Bevölkerung), bringen interessante Veranstaltungshinweise (33,0 Prozent) und Interessantes zum lokalen Sport (25,6 Prozent). Darüber hinaus gelten die Lokalprogramme als besonders präsent bei Aktionen und Veranstaltungen in der Region (38,4 Prozent der Bevölkerung).

ANTENNE BAYERN gilt als führendes Radioprogramm in Bezug auf nützliche Ver-kehrsmeldungen (39,0 Prozent), Professionalität (36,6 Prozent), Nachrichten aus Deutschland und der Welt (33,1 Prozent), Gewinn- und Ratespiele (28,4 Prozent), sowie den Wetterbericht (28,9 Prozent). Die Morgensendung und die Morgenmoderation von ANTENNE BAYERN wird von 29,4 bzw. 28,9 Prozent der Bevölkerung positiv herausgestellt.

BLM-Präsident Schneider: Stärkung der Wettbewerbsposition des Privatfunks

Aus Sicht des Präsidenten der BLM, Siegfried Schneider, ist es erfreulich, dass die lokalen Hörfunk- und Fernsehangebote in Bayern ebenso wie Antenne Bayern deutliche Reichweitengewinne erzielen konnten. Besondere Bedeutung komme der Tatsache zu, dass sich die Privatradios gemessen an der Hördauer wieder vor den Hörfunkangeboten des BR positionieren konnten: Sie erreichten zusammengenommen einen Marktanteil von 46,3 Prozent (Vorjahr 41,7 Prozent), während der BR 4,6 Marktanteilspunkte abgeben musste und nunmehr auf 45,3 Prozent Marktanteil kommt. Im Wettbewerb mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk komme es insbesondere für die lokalen Radioanbieter auch in Zukunft darauf an, die von den Hörern wahrgenommene und honorierte Kompetenz der Lokalstationen in der lokalen und regionalen Berichterstattung sowie die zunehmende Zufriedenheit der Hörer mit dem Musikangebot zu erhalten und auszubauen.

Für das Lokalfernsehen zeige das Ergebnis der Reichweitenerhebung, dass dem Ausbau des technischen Empfangspotenzials auf allen Empfangsebenen weiterhin eine zentrale Bedeutung zukomme. Die Tatsache, dass der aus DVB-S-Verbreitung resultierende Anteil an der Tagesreichweite des lokalen Fernsehens seit 2011 bei rund 22 Prozent stagniert, belege die Notwendigkeit, diesen Distributionsweg auszubauen, um in den lokalen Verbreitungsgebieten eine möglichst flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit tagesaktuellen Fernsehnachrichten und Informationen aus dem jeweiligen Nahbereich sicherzustellen.

Diese Informationen, die ausführlichen Ergebnisse der Funkanalyse Bayern 2012 und die Funkplanungsdaten der einzelnen Sender finden Sie auch im Internet unter: www.funkanalyse-bayern.de.

>> Kontakt: Johannes Kors, Tel. (089) 63808-310, johannes.kors@blm.de

Rückfragen:
10. bis 11. Juli 2012 Telefon: (0911) 8606-6940