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Huber: Schutz für die Privatsphäre unserer Kinder - Bayerischer Verbraucherschutzminister präsentiert zum Safer Internet Day in der BLM neue Studie zum Umgang Jugendlicher mit dem Internet

10.02.2014 | 04 / 2014

Jugendliche verbringen rund drei Stunden pro Tag im Internet – einen großen Anteil davon im Social Web. Mit 49 Prozent ist das Internet bei den 14- bis 29-Jährigen sogar führend das wichtigste Medium. Was Jugendlichen dabei jedoch häufig nicht bewusst ist: Durch die Nutzung dieser Dienste werden viele persönliche Daten öffentlich und können für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Dies betonte der Bayerische Verbraucherschutzminister Dr. Marcel Huber bei einer Veranstaltung in München zum 11. Safer Internet Day. Huber: "Bayern nimmt seine Verantwortung für die Aufklärung vor Gefahren im Internet sehr ernst und rückt besonders den Schutz von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt. Mit der Privatsphäre von Jugendlichen darf nicht unachtsam umgegangen werden." Wer sich im Internet bewegt, hinterlässt Spuren in Form von Daten – und das oft unfreiwillig. Diese Daten lassen sich zu individuellen Profilen zusammenführen. Sie gewähren tiefe Einblicke in die Interessen, Gewohnheiten und Wünsche eines Menschen. Um Jugendliche vor möglichen Risiken zu bewahren, wurde vom Bayerischen Verbraucherschutzministerium und dem JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis ein Forschungsprojekt zum Thema "Jugendliche als Verbraucher im Social Web" durchgeführt, dessen Ergebnisse in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) heute präsentiert wurden.

Die Studie zeigt deutlich, dass Teenager nur vage Vorstellungen von den kom-merziellen Strukturen hinter einzelnen Internetangeboten haben und sich gerade im Umgang mit Onlinewerbung oft hilflos fühlen. Dabei gibt es vielfältige Möglichkeiten, um sich zu schützen: Beispielsweise Webblocker, die allerdings nur kaum genutzt werden, um vor ungewünschte Zugriffen zu verhindern. Huber: "Jugendliche werden mit einer Fülle an Werbeformen konfrontiert. Dieser Flut an Werbung steht ein völlig unzureichendes Informationsangebot gegenüber. Das möchten wir ändern! Deshalb unterstützt Bayern Lehrer und Pädagogen bei der Sensibilisierung der jungen Erwachsenen." Basierend auf den Studienergebnissen wurden Materialien für Lehrer und pädagogische Fachkräfte entwickelt, die im alltäglichen Leben dabei helfen, Kinder und Jugendliche für einen bewussten Umgang mit sozialen Netzwerken und dem Internet im Allgemeinen zu sensibilisieren. In den Unterlagen finden sich ausgearbeitete Methodenbausteine ergänzt durch Hintergrundinformationen für die Verbraucherbildung zum Themenfeld Social Web. BLM-Präsident Siegfried Schneider unterstreicht die Notwendigkeit solcher Arbeitsmaterialien: "Wie relevant das Thema 'Online-Werbung als Kostenfalle für Kinder und Jugendliche' ist, bekommt die BLM regelmäßig durch Anfragen zu spüren. Das Social Web ist für die Werbetreibenden ein Markt mit viel Potenzial. Und das wollen sie ausschöpfen. Denn hier finden sie ihre junge Zielgruppe, die in sozialen Netzwerken platzierte und als Empfehlung getarnte Werbung häufig nicht als solche erkennt."

Die Studie "Jugendliche als Verbraucher im Social Web" ist im Rahmen von Forschungswerkstätten in Bayerischen Schulen entstanden. An Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien wurden dazu 50 Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 15 Jahren zu ihrer persönlichen Einstellung, ihrem Wissen und ihrer Einschätzung zu Social Web-Angeboten befragt und die Ergebnisse qualitativ ausgewertet. Am 11. Februar jährt sich der Aktionstag der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet ("Safer Internet Day") zum elften Mal. Europaweit finden vielfältige Aktionen und Initiativen statt, um größere Aufmerksamkeit auf die Sicherheit des Internets zu lenken.

Die Materialien stehen im Bestellservice der Bayerischen Staatsregierung unter www.bestellen.bayern.de kostenlos zur Verfügung. Außerdem stehen die Studie sowie die pädagogischen Materialien zum Download zur Verfügung unter: www.verbraucherbildung.socialweb.bayern.de und www.medienpuls-bayern.de.

>> Kontakt: Dr. Wolfgang Flieger, Tel. (089) 63808-313, wolfgang.flieger@blm.de