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So hört sich die Zukunft an - Jury wählt beim radio.hack der BLM Projekt „SpotiNews“ zum Sieger

02.02.2015 | 03 / 2015


„Ein Wochenende, viele Radio- und Netz-Begeisterte, gute Stimmung und jede Menge Kreativität. Ein sehr inspirierendes Erlebnis“, so fasste ein Teilnehmer des ersten radio.hacks die Veranstaltung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) zusammen. Vom 30. Januar bis 1. Februar hatte die BLM mit Unterstützung des Instituts für Rundfunk­technik (IRT) und HbbRadio zum gemeinsamen „Hacken“ nach München eingeladen. Gekommen sind rund 50 Journalisten, Programmierer, Designer und Radio-Enthusiasten. Das gemeinsame Ziel war es, an neuen Lösungen im Radiobereich zu arbeiten und kreative Hard- und Softwareprodukte zu entwickeln. Die BLM wurde ein Wochenende lang zum Ideenlabor. Am Ende konnten fünf Hacks präsentiert werden, die einen Blick in die Zukunft des Radios ermög­lichten.
 
Zum Sieger der beiden Tage wählte die Jury das Projekt „SpotiNews“. Die Mobile-App bringt personalisierte Musik mit personalisierten Inhalten zusammen. Basierend auf einem Stream von Spotify platziert „SpotiNews“ in gewünschter Frequenz und Länge Nachrichten, die sich am Geschmack des Hörers orientieren und individuell zusammengesetzt werden. Jury-Mitglied Ulrich Köring von der Radioszene begründete sein Votum folgendermaßen: „SpotiNews ist so realistisch. Da kann ich mir morgen schon vorstellen, dass das umgesetzt wird.“ Das Siegerteam bekommt die Möglichkeit, sein Projekt noch einmal am 30. Juni auf den Lokalrundfunktagen in Nürnberg zu präsentieren. Aber die Jury aus Köring, Florian Fritsche (Antenne Bayern), Michael Oschmann (Müller Medien), Dr. Klaus Illgner-Fehns vom IRT und Siegfried Schneider, BLM, betonte auch die Qualität der vielschichtigen und spannenden weiteren Projekte, die zum Beispiel wie moodio mit Emotionen arbeiteten.
 
„Nach dem TV-Hackday hat nun auch der radio.hack die Erwartungen der BLM übertroffen. Alle Ergebnisse sind von hoher Kreativität und Innovationskraft und können dem Radio echte Impulse geben“, so BLM-Präsident Siegfried Schneider. Das deutsch-schweizerische Team „moodio“ beispielsweise präsentierte der Jury eine nun für alle Redaktionen verfügbare Open-Source-Software, die das Radioerlebnis mittels Lichtimpulsen vertieft und so eine neue Erlebnisebene z.B. bei Hörspielen oder Fußballspielen schafft.
 
Auch das Team um das Projekt „GeoRG“ macht Radio neu erlebbar, indem es reale Orte mit Audio-Inhalten verbindet. GeoRG ist eine gemeinsame, standort-basierte Audio on Demand-Plattform des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks, an der außerdem Audio-Verlage und weitere Anbieter partizipieren können. GeoRG gibt es im Web, als App und auf DAB+. Die Hörer können vor Ort durch Radio­inhalte stöbern. Die Sender erhalten neue Verbreitungs- und Zugangswege und können somit ihre eigene Marke stärken.
 
Bei „JUHU Radio“ geht es um die Entwicklung eines sprachgesteuerten Rundfunk­empfängers, der die mit Metadaten versehenen Inhalte mehrerer Programme fortwährend zwischenspeichert und so durch zeitversetztes Hören, Überspringen und Austauschen von Inhalten eine Personalisierung bietet, ohne dass ein Rückkanal zwingend erforderlich wäre.
 
Die Radiomacher, die ihren Hörern noch mehr bieten wollen, hat das Team „Visuelles Radio und das interaktivste Radioquiz der Welt“ im Visier: Dabei werden Bilder, Videos, Texte, Tickets, Interaktionsmöglichkeiten und Social Media direkt auf das Smartphone, das Tablet oder das Hybridradiogerät übertragen. Radio werde damit visuell, biete noch mehr Wert und sei für den Programmmacher auch live messbar, so die Macher.
 
Partner des radio.hacks waren neben dem IRT und HbbRadio, David Systems, elgato, Tonio, Radiodays Europe, Lokalrundfunktage und Mediacoders.
 
Weitere Informationen finden Sie auf dem BLM-Blog unter www.blmplus.de und unter www.medienpuls-bayern.de.