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„Kontrolle statt Kosmetik!“ – BLM-Chef Siegfried Schneider zu WhatsApp ab 16

26.04.2018 | 31 / 2018

Siegfried Schneider, der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), plädiert für echten Schutz personenbezogener Daten junger WhatsApp-User: „Das Mindestalter auf 16 Jahre herauf­zusetzen, ohne den Altersnachweis zu kontrollieren, ist reine Kosmetik. WhatsApp sollte das Alter seiner Nutzer durch den Einsatz entsprechen­der technischer Mittel kontrollieren. Nur so kann das durchdachte und wünschenswerte Ziel der neuen Datenschutz-Grundverordnung, Kindern und Jugendlichen bei personenbezogenen Daten einen besonderen Schutz zukommen zu lassen, wirklich erreicht werden.“

Der Messaging-Dienst WhatsApp hatte diese Woche bekannt gegeben, zur Umsetzung der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) das Mindestalter für seine Nutzer von 13 auf 16 Jahre anzuheben. Da die DS-GVO dafür keine Alterskontrolle verlangt, könnten Kinder und Jugendliche einfach ein falsches Alter angeben. Zudem werden die Eltern, die berechtigt wären, einer Nutzung vor dem 16. Geburtstag zuzustimmen, durch die geplante Alters-Abfrage nicht wirklich ein­bezogen. Sie bekommen davon im Zweifelsfall gar nichts mit.

Kompetent und selbstbestimmt mit den eigenen Daten umzugehen, bleibt daher wichtiger denn je. Die BLM hat daher die Broschüre „Selbstdatenschutz! Tipps, Tricks und Klicks“ herausgegeben, um Eltern und pädagogisch Tätige, Kinder und Jugendliche bei dem verant­wortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten zu unterstützen. Sie kann hier kostenfrei bestellt werden.

Kontakt:
Stefanie Reger
Tel.: (089) 638 08-315
stefanie.reger@blm.de