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tat:funk Wettbewerb im Schuljahr 2013/14

Logo Tatfunk Am 6. November 2014 wurden die Gewinner des bundesweiten tat:funk-Wettbewerbs 2013/14 in der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien in München gekürt. Schüler sowie Lehrkräfte der drei Siegerteams präsentierten ihre preisgekrönten Hörfunk-Sendungen.

Im Schuljahr 2013/14 haben 30 Schulen aus fünf Bundesländern bei tat:funk mitgemacht. Ein Jahr lang haben die Jugendlichen im Rahmen eines Oberstufenkurses (in Bayern P-Seminar) wie echte Redakteure ihre eigene Radiosendung konzipiert, organisiert und produziert. Unterstützung erhielten sie dabei von einem Journalisten, der als Mediencoach die Schüler in die Grundlagen des Radiohandwerks einführte. 

Alle Wettbewerbs-Beiträge wurden von einer Fachjury von Medienprofis aus den fünf teilnehmenden Bundesländern begutachtet und die zehn bestem Beiträge als  "Top 10"  veröffentlicht.

Die besten drei Sendungen des vergangenen Schuljahrs wurden bei einer großen Preisverleihung in der BLM in München prämiert und sind hier zum Nachhören veröffentlicht.
 

Die tat:funk-Gewinner 2013/14

  

  • 1. Preis: Gymnasium Wittstock/Dosse: „Drei Damen vorm Grill“

Die Sendung der Schüler aus Wittstock kommt vordergündig als spannender Krimi zur „Chronik einer fragwürdigen Rettung“ daher, entpuppt sich aber als hochinformatives und interessantes Magazin über die verschiedenen Arten von Hühnerzucht, Massentierhaltung und Nachhaltigkeit. Mit professionellen Sounddesign wird die Rettung von drei Masthühnern erzählt, die sich aber leider nicht so einfach auf einem Biohof einleben. Auch die Frage nach (zu) viel Fleischkonsum und die wirtschaftliche Situation der Landwirte in Brandenburg wird dabei  thematisiert. Mit viel Witz und ohne erhobenem Zeigefinger kommen mit der Sendung wichtige und aktuelle Themen an die Hörer – die gleichzeitig informiert und perfekt unterhalten werden.   

 

1. Preis tat:funk 2014


Visual zum 1. Preis























 
  •  2. Preis: Theresia-Gerhardinger Gymnasium am Anger, München: „NSU-Morde in München“

Einem Thema von großer Ernsthaftigkeit, dem NSU-Prozess in München, hat sich die Tatfunk Gruppe des Theresia-Gerhardinger Gymnasium am Anger angenommen. Was viele andere Journalisten nicht schaffen, gelingt den Schülerinnen in ihrer Sendung – sie haben Menschen vors Mikrofon bekommen, an die man derzeit nur sehr schwer kommt, wie Rechtsanwälte der Nebenkläger. Teil des Features ist auch ein Hörspiel-Protokoll, in dem sie die NSU-Morde von München in einer „So-hätte-es-sein-können“-Szenerie erlebbar machen. Darin werden die Lebenslinien der Opfer nachgezeichnet und die Täter nicht als Bestien dargestellt. So erzeugt die Sendung aber wahres Grauen, als wäre  alles ganz normal, was Mundlos, Bönhardt und Zschäpe über viele Jahre mutmaßlich getan haben.

2. Preis tat:funk 2014



Visual zum 2. Preis




















 

  • 3. Preis: Johannes Scharrer-Gymnasium, Nürnberg: "The Impossible – Ein englisches Mystery Hörspiel"

Unheimliche Fälle hat sich die Tatfunk-Gruppe des Johannes-Scharrer-Gymnasiums als Thema ausgesucht: In bester „Akte X“ Manier werden in der Sendung drei mysteriöse Geschichten vorgestellt – und das alles auf Englisch. In einer erstaunlichen Produktion haben die Schüler ein hervorragendes Hörspiel auf die Beine gestellt, in dem erst am Ende aufgeklärt wird, welche der Geschichten wahr und welche reine Fiktion ist. Ein Hörspiel, dass den Zuhörern nicht nur einen gesunden Menschenverstand abverlangt, sondern zudem gute Englisch-Kenntnisse vorausgesetzt.

 

3. Preis tat:funk 2014



Visual zum 3. Preis




















 

 Hintergrund


Bei tat:funk erhalten die Schüler den Auftrag, eine Radiosendung zu einem selbstgewählten Thema zu produzieren. Neben den Grundlagen des Radio-Journalismus erlernen die Jugendlichen dabei von Beginn an selbst zu planen, ihre Ideen umzusetzen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Lehrkräfte einer tat:funk-Gruppe erlernen in einer speziellen Fortbildung Grundlagen des Radiojournalismus und Projektmanagements.
 
„Uns ist es wichtig, den Schülerinnen und Schülern im Rahmen von tat:funk wichtige Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen zu vermitteln. Dazu gehören etwa die Fähigkeiten gut hin- und zuzuhören, sich Medien verantwortungsvoll bedienen zu können sowie Teamfähigkeit, Einsatz- und Verantwortungsbereit­schaft“, sagt Birgit Echtler, Geschäftsführerin der Stiftung Zuhören.
 
tat:funk wird in mehreren Bundesländern angeboten. Die Organisation des Projekts erfolgt dezentral durch Projektpartner in den teilnehmenden Ländern. Die bundes­weite Projektleitung des 2002 von der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG initiierten Projekts liegt seit dem Schuljahr 2012/2013 bei der Stiftung Zuhören. Aktuelle Projektpartner sind die Bayerische Landeszentrale für neue Medien, der Bayerische Rundfunk, das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, die Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG, die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, der Hessische Rundfunk, das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg, die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien und die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit Bremen.
 
tat:funk findet auch im laufenden Schuljahr statt. Es nehmen bisher 30 Schulen an dem Projekt teil, davon zehn neue Schulen. Interessierte Lehrkräfte können sich noch bis zum 30.11.2014 unter www.tatfunk.de informieren oder anmelden.