Den Hörer im Blick

Auch für die Produktion von Radiobeiträgen müssen je nach Format der geplanten Sendung vorab Texte geschrieben werden. Es macht allerdings einen großen Unterschied, ob man einen Text liest oder in einem Radiobeitrag hört.

Hörer sind nicht immer mit voller Konzentration dabei und können im Unterschied zum Lesen nicht im Text springen. Um den Hörer nicht zu überfordern, denken Sie beim Formulieren und Einsprechen an Folgendes:

Tipps für das Texten bei Radiobeiträgen

 
  • Präsentieren Sie Informationen in "kleinen Häppchen". Am besten ist nur eine Information pro Satz.
  • Vermeiden Sie lange, verschachtelte Sätze und Fremdwörter damit der Hörer den Satz gleich beim ersten Hören versteht.
  • Das Verb liefert die zentrale Information eines Satzes und sollte deswegen möglichst früh im Satz vorkommen.
  • Aktive Formulierungen sind leichter verständlich und wirken lebendiger als passive, z. B. "Eine Million Zuschauer verfolgten die Live-Übertragung" an Stelle von "Die LIve-Übertragung wurde von einer Million Zuschauern verfolgt".
  • Während man beim Schreiben fürs Auge eher auf Wiederholungen verzichtet, kann in Radiobeiträgen das Wiederholen zentraler Begriffe die Verständlichkeit verbessern.
  • Formulieren Sie positive Sätze an Stelle von doppelten Verneinungen. Diese werden oft überhört, z. B. "Die Zuhörer waren zufrieden" statt "Die Zuhörer waren nicht unzufrieden".
 

Tipps für das Einsprechen von Radiobeiträgen


Beim Lesen helfen Satzzeichen, Absätze, Hervorhebungen etc. In Radiobeiträgen müssen Stimme, Betonung und  Satzbau diese Struktur liefern, daher:
 
  • nicht zu schnell sprechen
  • deutlich sprechen
  • an den richtigen und wichtigen Stellen betonen
  • ausreichend lange Pausen zwischen Sätzen und Gedankengängen