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Themenfindung & Recherche

Thema


"Die Themen liegen auf der Straße", d.h. alles worüber ich mich selber wundere, ärgere oder freue ist wahrscheinlich auch für andere Menschen interessant. Die spannende Frage ist, wie ein Thema gestaltet werden kann,  um es als akustischen Beitrag auf einer Audio-Plattform wie z.B. "Mach Dein Radio" zu veröffentlichen.

Generell sollte sich der Produzent der Beiträge deshalb immer darüber Gedanken machen, für WEN er seine Beiträge gestaltet und WAS daran für sein Publikum interessant ist.


Hier ein paar Tipps wie man auf Themen stoßen kann:
 
  • Themen die in der aktuellen, nationalen Presse oder im Netz virulent sind auf die lokale Ebene herunterbrechen
  • Jahreszeiten – Viele Themen ergeben sich durch den Jahreszeitenverlauf
  • Beobachten: Worüber spricht mein Umfeld?
  • Assoziationsketten bilden
Ist ein Thema gefunden, kann man es nach journalistischen Selektionskriterien abklopfen, zum Beispiel ob es relevant genug ist, um darüber zu berichten. Folgende Kriterien auch dabei ihrem Thema noch eine bestimmte Richtung zu geben und es "zuzuspitzen":
 
  • Hat das Thema einen Neuigkeitswert? Wenn das Thema bereits bekannt oder viel diskutiert ist sollte man zumindest einen neuen, bisher nicht gehörten Blickwinkel für das Thema finden.
  • Hat das Thema einen besonderen Aspekt? Je ungewöhnlicher, seltsamer, meinungskräftiger ein Thema oder Mensch ist, desto lohnenswerter ist es darüber zu berichten.
  • Lässt sich das Thema lebendig darstellen – Z.B. durch viele verschiedene Personen, die etwas zu dem Thema sagen können. Oder kann man das Thema durch viele Atmo-Geräusche anschaulich machen?
  • Hat das Thema Konfliktpotential? Gibt es auseinandergehende Meinungen in der Gesellschaft zu dem Thema? Konsens ist langweilig – Spannend ist der Diskurs.
  • Gibt es einen lokalen oder persönlichen Bezug zum Thema? Es ist immer gut, wenn sich der Hörer von einem Thema selbst betroffen fühlt.
Da die Hördauer auf einer Audio-Plattform ist in der Regel nicht sehr lang ist, eignen sich kurze Beiträge eher als einstündige Sendungen für die Vermittlung von Themen. Folglich sollte man sich auch darauf konzentrieren, den Kern des behandelten Themas herauszufiltern und sich nicht in zu viele Nebenaspekte zu verlieren. Man sollte sich stets überlegen, was das Ziel des Beitrags ist bzw. welche Botschaft man vermitteln will.
 

 

Recherche


Die Recherche für einen Beitrag gliedert sich üblicherweise in zwei Stufen:
 
  • Hintergrundrecherche: Zunächst sollte man die grundlegenden Informationen für das Thema über das man berichten will zusammentragen. Dabei hilft es die sogenannten W-Fragen zu beachten und diese erst einmal für sich zu beantworten: Wer / Was / Wann / Wo / Wozu. Eine erste Anlaufstelle um Themen zu recherchieren kann das Internet sein – Dies sollte aber nicht die einzige Basis für einen Beitrag bilden. Weitere Anlaufstellen könnten z.B. sein: Bibliotheken, Archive (Zeitungs-, Foto-, TV-Archive), Lexika, Statistisches Bundesamt, Experten, ..
  • Detailrecherche/Verifizierung: In der zweiten Phase geht es darum weitere Informationen zu sammeln, um das Thema zu ergänzen, interessant zu machen und zu verifizieren. Dabei ist es – gerade bei einem Audiobeitrag – auch immer gut mit realen Personen/Menschen zu sprechen und nicht nur schriftliche Informationen zusammenzutragen.
Hier ein paar Punkte, die man beachten sollte:
 
  • Passende Quellen (Personen, Medien, Fachbücher, etc) für das behandelte Thema suchen
  • Dargestellte Fakten durch einen Experten bestätigen/erläutern lassen
  • Nicht einseitig berichten und z.B. bei kritischen Themen auf die Aussagen einer Person vertrauen – Immer auch eine Gegenmeinung einholen
  • Nachprüfen ob bestimmte Aussagen auch wirklich so stimmen z.B. nachfragen bei Ämtern, Behörden, Ärzten, etc.
  • Vorsicht bei Aussagen von Pressestellen: Vertreter von Pressestellen sind oft sehr auskunftsfreudig -  aber auch sehr geübt, die Position ihres Auftragsgebers positiv darzustellen.
     
 

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